11. Nov 2007
Kurzer Hinweis: seit ein paar Tagen ist eine neue Social-Networking-Plattform online. Eine, die im Gegensatz zum 746sten rein kommerziellen StudiVZ-Klon, einen Blick oder auch eine Anmeldung und aktives Mitmachen wert sein dürfte.
Grundansatz der Macher, die professionelle Werbeleute und im Vergleich zu mir durchaus “normal” sind: jeder Euro zählt. Wo wir ihn ausgeben, an wen, und wofür. Wir bestimmen, welche Unternehmen unser Geld bekommen - zumindest beim freien Konsum. Damit läßt sich steuern, damit lassen sich positive Ansätze fördern.
Entstanden ist über die letzten Monate eine gut gemachte Community-Plattform, die noch einiges der üblichen Social-Networking-Funktionen vermissen läßt und sicher ausbaufähig ist, aber mit Power, guten Leuten und tragfähiger Unterstützung auf einem guten Kurs ist!
Know-how, nützliche Tips, bald über 2000 User, darunter Namen, die man gerne neben dem seinen stehen hat (und auch einige, auf die man verzichten könnte, wie Herrn Ex-”Umwelt”-Minister Töpfer…), da bewegt sich was!
Das Ganze sehr glatt, professionell, z.T. mit sehr hinterfragenswerten Ansätzen (wie den CO2-Ablaßhändlern von Prima-Klima… aber was solls, wenn sie Bäume pflanzen, schadet das nicht…) verbandelt und mainstream-tauglich - aber dadurch vermutlich für viele, die mit Ansätzen wie den meinen gnadenlos überfordert sind, brauchbar und anregend.
Alles in allem gute Initiative, so weit ich das beurteilen kann. Unterstützen, indem Ihr Euch anmeldet (und ggf. sogar aktiv einbringt, aber nackte Mitgliederzahlen sind auch wichtig!).
Oh - und wenn Ihr Euch anmeldet: natürlich den Benutzer mit der ID “Elfenwald” (wer das wohl ist…?) zu Euren “Freunden” hinzufügen - auch ich nutze diese Plattform, werde gelegentlich dort schreiben, und dort ein wenig Networking und PR betreiben ;-)
4 Kommentare zu "Utopia.de - Konsumentenmacht für eine bessere Welt"
Das Problem bei Utopia ist: Sie haben, sorry, beschissene AGBs und machen nicht klar, was sie eigentlich sind: Stiftung, Magazin, oder grünes XING (und warum bräuchte ich eigentlich noch ein XING?). Eine gute Diskussion über Utopia habe ich eben hier entdeckt: Link gekürzt
Die Inhalte finde ich eher Banane oder sogar zweifelhaft. Und: Die machen gemeinsame Sache mit dem Otto-Versand. Einmal Deine Daten abgegeben, kriegste wahrscheinlich schwupps ständig Werbung. Ein anderes, besseres Portal ist meines Erachtesn http://www.ivyworld.de. Da muss man sich wenigstens nicht registrieren - und alle Rechte für jeden Kommentar bleiben bei dir.
@Britta: kann Teile Deiner Kritik an Utopia gut nachvollziehen und teile manche Punkte.
Mein Ansatz bei diesen Dingen ist aber immer öfter ein sehr einfacher: jedes Portal (und jeder Mensch…), das/der - egal wie mainstreamtauglich und mit Restmüll behaftet - sich in eine angenehmere Richtung bewegt, ist “gut”.
XING finde ich indiskutabel - da pfeift die “Konventionelles -Business-ist-Geil”-Mentalität einem aus jeder Ecke und jeder Benachrichtigungsmail entgegen.
Bei Utopia ist sicher vieles zu hinterfragen, und ivyworld hat sicher ein paar Sachen für sich. Aber Menschen steigen an unterschiedlichen Punkten in ein anderes Leben ein, nicht jeder zieht gleich in den Elfenwald oder wird “Schenker” - und wenn Du Dir mal die Profile, Kommentare und die Denke auf Utopia ansiehst, dann wird klar, welche “Zielgruppe” dort bedient wird.
Und auch das ist wichtig - nicht nur die “reine Lehre”. Da kommen die Leute dann später hin - vielleicht.
…und noch kurz zum Thema “Rechte”: mir absolut wurscht, falls Utopia da was von meinen Kommentaren verwendet. In der Weltverbesserer-Szene wird erstaunlich oft über Creative Commons, die böse Musikindustrie, etc. geredet, aber wenn’s um die eigenen Wörtlein und das vermeintliche “Recht” an denselben geht, wird man empfindsam… übrigens gibt es mittlerweile in dem von Dir verlinkten Diskussionsthread eine Stellungnahme von Utopia dazu und die Ankündigung, die AGB in diesem Punkt klarer zu formulieren.
Hallo zusammen,
ich finde Utopia ehrlich gesagt ziemlich bescheiden. Otto Versand, AGBs, Usability und vor allem dieser überadene Flash-Header sowie die (sorry) miese Qualität der Texte machen wenig Lust auf mehr. Hab mir gerade den Tipp von Britta angeschaut. Das wirkt von der Struktur der Site und der Qualität der Texte doch eine Klasse besser. Da merkt man dann doch, dass ein Verlag mit echten Journalisten dahintersteht. Für mich geht Utopia eher in die e-Commerce-Richtung.
“Für mich geht Utopia eher in die e-Commerce-Richtung.” - Ja EBEN!!! Darum GEHT es ja dort, wie auch schon in den ersten Sätzen der Selbstbeschreibung klar wird. Im Gegensatz zu anderen Plattformen, wo Lifestyle draufsteht, und e-Commerce drin ist…
Das kann man mögen oder nicht - ich amüsiere mich nur, daß nun die IVY-Brigaden (ob mit Auftrag oder ohne…) überall durch die Blogs ziehen und Utopia schlecht machen… *lustig* - und leider typisch für die Szene: man kocht nur eigene, reinrassige Süppchen und bekriegt sich lieber gegenseitig, statt seine Andersartigkeit anzuerkennen und das, was gemeinsam ist, zu bündeln.
Die beiden Plattformen sind zwei paar Schuhe, unterschiedliche Macher, unterschiedliche Zielgruppe, (etwas) unterschiedlicher Stil - wobei Ivy nu mit Verlaub ooch nich die neuen Weltenlehrer sind… So what. Und ob Burda und sog. “echte Journalisten” nun wirklich “besser” oder “glaubwürdiger” sind als “echte Werber”, die aus ihrem Entwicklungsweg kein Hehl machen und halt mit Otto, Hess Natur etc. ein wenig verbandelt sind - lassen wir doch die Kindereien. Und die Mutmaßungen und Vorverurteilungen. Ich habe von/über Utopia noch keinen Werbemüll bekommen, und auch niemand, den ich kenne. Wenn sie damit anfangen sollten, gibt’s Haue, aber wer schon präventiv haut, macht Verdacht, daß er aus Gründen haut…
Aber egal: “Combined Arms” wäre angesagt, statt “friendly fire”.
Alles, was Menschen, die aus dem völlig unreflektierten Mainstream aussteigen wollen, eine Anlaufstelle und Austauschmöglichkeit bietet, ist erfreulich, finde ich.
Und in der wachsenden “Weltverbessererszene” ist mehr als genug Platz für noch ein paar weitere Plattformen. Kein Grund für Futter-/User-Neid. Entspannt Euch.
P.S.: als ich gerade noch ein paar Kommentare/Debatten zu Ivyworld vs. Utopia in anderen Blogs gelesen habe, fiel mir auf, daß augenscheinlich von übermotivierten Ivyworld-Mitgliedern (oder gar Mitarbeitern??) massiver Linkspam zugunsten von Ivyworld quer durch die Blogosphäre betrieben wird. Von Spielchen wie dem Buchen der Adwords “Utopia” bei Google Adwords mal ganz abgesehen (wovon man sich bei Ivyworld natürlich im Nachhinein wild distanzierte… pöööse Werbeagentur, vermute ich…)
Was mich alles zusammen veranlaßt hat, den Link im Kommentar von Britta oben auf nofollow zu setzen. Also spart Euch die Mühe - Statements sind willkommen, den Linkkrieg müssen die Ivykrieger woanders austragen.
P.P.S.: Mir sind mittlerweile noch ein paar mehr Details zu Ohren gekommen - und wenn hier weitere Kommentare von den Abkupferern bei Ivyworld auftauchen, werden sie schlicht gelöscht. Back to Sandkasten, Freunde.
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