4. Nov 2008
Heute wählen die USA. Auch wenn großes Bohei veranstaltet wird: es geht um eine eher symbolische Entscheidung. McCain, Obama? Klar, der erste schwarze Präsident wäre eine nette Geste. Ob Mr. Cool Obama dann tatsächlich Veränderung schaffen kann (und ob er es ernsthaft vorhat) wird bezweifelt - in etwas wacheren US Politforen ist von der messianischen Heilserwartung wenig zu spüren. Dort werden beide Präsidentschaftskandidaten freundlich und sachlich richtig als “conmen” bezeichnet. Denn im Gegensatz zu z.B. einem Ron Paul, dem man seine Ideen einigermaßen abkauft, stellt keiner von ihnen eine wirkliche Alternative zum bisherigen Blut- und Ölweg dar, und ihre Verbandelung mit den einschlägigen Zirkelchen, Organisationen und Strippenziehern ist im Vorfeld ja bereits genügend aufgedröselt worden.
Mir ist es also herzlich wurscht, wie die (übrigens anscheinend bereits wieder kräftig manipulierten - selbst OECD-Wahlbeobachtern wurde vorgeschrieben, welches Wahllokal sie besuchen durften…) Wahlen zur US Präsidentschaft ausgehen.
Aber parallel gibt es Wahlen auf dem nordamerikanischen Kontinent, die interessant sind.
Eigentlich finden sie nicht in den USA statt, sondern in der Republic of Lakotah - aber einstweilen gehören die ja noch zu den von den USA anstandswidrig okkupierten Regionen dieser Welt. Dort entscheidet sich heute, ob die dortigen Reservate weiter von US-hörigen Schein-Indianer-Regierungen verwaltet werden - oder ob sich der führende Kopf hinter der Republic of Lakotah auch in einem kontrollierten Fake-Wahl-Szenario zum Vertreter seiner Leute “legitimieren” lassen kann. Hat er zwar an sich nicht nötig - würde aber nicht schaden.
Und wäre ein kleines weiteres Schrittchen in der Geburtsgeschichte des ersten vielleicht wirklich freien Landes dieser Welt…
Wahlnachrichten und Ergebnisse auf russelmeansfreedom.com oder im Livestream bei kiliradio
Russel Means hat übrigens durchaus ein Interesse daran, daß Obama Präsident wird und die USA sich nicht länger als “Arschloch des Universums” (US-Komikerin Sarah Silverman) fühlen müssen. Ob Obama allerdings bei aller bürgerrechtlichen MLK-Nostalgie auch den eigentlichen “Negern” der USA, den Indianern, mehr Recht zugestehen wird? Ein bißchen? Klein wenig? Einen Happen ihres eigenen Landes, um dort in Freiheit zu leben? Werden sehen. Das Video ist jedenfalls nett.
Auch wenn gerade mal wieder “unsere” gekauften und/oder grenzdebilen “Volksvertreter” von jedem Bürger (Baby bis Greis) knapp 6.000 Euro Herrn Ackermann und Co in den blutigen Hals werfen, so als erste Anzahlung und vertrauensbildende Maßnahme - kein Grund zur Hoffnungslosigkeit.
Das scheppert, das klappert, irgendwann wird auch noch mal eine größere Menge Blut fließen - aber die Dinge regeln sich schon im Laufe der Zeit. Wie, das wird sich noch zeigen.
Aber zum Mauerneinreißen: von unserer Münchner Korrespondentin erreichen uns aufmunternde Bilder. Tierische Hilfstruppen haben mit der De-Urbanisierung begonnen. Immer miep’m Kopp durche Wand. Buchstäblich.

Buntspecht baut Häuser ab

Da is jetzt nen ordentliches Loch. ;-)
Da sagen wir nur: weiter so!
(herzlichen Dank an Sib für die Bilder!)
P.S.: noch ein kleiner Nachtrag zur “Weltwirtschaftskrise” und den nun durch fast alle Parlamente dieser Welt gepeitschten “Rettungs”-Paketen, die begrifflich viel eher zwischen Volksverpfändung, Falschgelddruckerei und Schuldenermächtigungsgesetz einzusortieren wären… In den USA, üblicherweise ja nicht gerade überrepräsentiert in meinem Vorbildkatalog, gibt es noch vereinzelte Abgeordnete mit Eiern. Besonders Frauen. Im Gegensatz zur deutschen Konsens-Opposition, die sich nie eine Gelegenheit entgehen läßt, in wirklich relevanten Fragen ihre totale Rückgratbefreiung zu demonstrieren, nennen dort wenigstens noch ein paar die Dinge beim Namen, wenn sie sie schon nicht ändern können. Schön auf den Punkt bringt die aktuelle Bürgergeld-Vernichtungs-Schmierenkomödie die Abgeordnete Marcy Kaptur aus Ohio, nicht gerade als verschwörungstheoretisierende Hippie-Braut anzusehen:
Link: www.youtube.com
Stichwort USA… gutes Buch, abgesehen von ein paar Fehlinterpretationen des Autors bzgl. 9/11: “Invisible Resistance to Tyranny” von Jefferson Mack. Meine für den deutschen Sprach- und Kulturraum schamlos adaptierte Version wird noch etwas auf sich warten lassen - vielleicht zu lange, wenn die Ereignisse wie vermutet eskalieren - daher hier der dringende Lesetip:
Ein weiteres, allerdings etwas militanteres Buch ist ebenfalls nützlich auf der Festplatte oder im Regal und verinnerlicht im Kopf: Major von Dach, “Der totale Widerstand”. Ein Schweizer Major & Guerilla-Kampf-Experte. Alt, aber immer noch gut. Das Buch ist in Deutschland selbstredend verboten, eine englische Version gibts allerdings noch bei Amazon, und auch das Original ist mit Hilfe einschlägiger Suchmaschinen schnell zu verorten.
26. Okt 2007
Mal wieder ein pro-amerikanischer Link ;-) - denn schließlich gibt es “da drüben” immer noch eine große Zahl guter Menschen mit Rückgrat. Und die stehen zunehmend auf.
In einer spektakulären Aktion, die in den Mainstream-Medien nur gebührend abgespeckt und abgewertet vermeldet wurde, haben die Frauen von CodePink Madame “Supertanker” Rice mit ihrer wahren Identität konfrontiert…

Ausführlicher Bericht mit Bildern und Videos, auch von der üblichen “robusten” Festnahme der Aktivistinnen, die teils schon für ein Peace-Zeichen abgeführt wurden, im PolitBlog. Danke, Pony. ;-)