Seit kurzem rauche ich wieder. Pfeife. Habe ich vor über zwanzig Jahren im Internat angefangen. Zwischendurch einige Jahre wenig Lust, Muße und Geld für guten Tabak gehabt. Aber jetzt wieder Lust bekommen.

Und da ich nach dem Erwerb einiger Päckchen Tabak (inkl. satter Subventionierung der bankrotten Bankenrepublik D) erstmal den fetten schwarzen Filzstift zücken mußte, um diese hanebüchenen Todesbotschaften zu übermalen, muß ich doch mal eine kleine Polemik zum Anti-Rauch-Extremistentum absondern.

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Na also! Endlich habe ich auch eine bekommen. Meine lebenslängliche „Persönliche Identifikationsnummer“.

Inhaltliche Zusammenhänge mit der zeitnah erfolgten endgültigen Verpfändung ganzer Volkswirtschaften nebst „Volk“ an das internationale Finanzunwesen selbstredend ausgeschlossen.

Ebenso wie Risiken und Nebenwirkungen. 100% „risk free“. Zertifiziert. Vom TÜV, mindestens.

Ach ja, eine „Vereinfachung“ gabs ja auch noch: Zitat aus dem Tätowierungsbescheid – „Für wirtschaftlich Tätige wird nach § 139c AO künftig noch eine Wirtschafts-Identifikationsnummer vergeben werden. Einzelkaufleute und Freiberufler werden also neben ihrer Identifikationsnummer eine Wirtschafts-Identifikationsnummer erhalten.“

Na, der rechte Unterarm ist ja noch frei, und das Genick ebenso.

Muuuhh! Sacht die Kuh.

(Anklicken macht groß)

P.S.: wer mit dem Thema ernsthafter umgehen will – u.a. bei der Humanistischen Union findet man Formbriefe und Hinweise, wie mit diesem neuen Willkürakt der Staatsviehhalter umzugehen ist.

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Hans Leyendecker, seines Zeichens ein nicht ganz unbekannter Journalist (früher Spiegel, aktuell SZ), hatte sich neulich in einem Interview höchst entlarvend über sein Verhältnis zur Politik und politischen Bloggern ausgelassen. Ein hübsches Exemplar seiner Kaste und wahrlich beispielhaft.

U.a. verlautete aus seinem berufenen und sich bei diesem neuzeitlichen Thema mehrfach verheddernden Munde über die bösen Blogger:

„Nur ich find, in Deutschland (das was ich jedenfalls sehen kann) ist eine unglaubliche antidemokratische, antiparlamentarische Form, die eigentlich von der Vorverachtung lebt.“

Oder auch:

„Leute, die in Blogs schreiben, sind zum Teil antidemokratisch. Es gibt eine Vorverachtung für jedermann. Ein Großteil der Blogs, die ich lese, ist zynisch, ist verachtend, ist böse, ist gegen jedermann.“

Irrtum, Herr Leyendecker. Oder besser gesagt – was hat Er denn gedacht?

Gut, Leyendecker selbst gehört sicher noch zu den Profilierteren, hat durchaus ein paar Leuten auf die Zehen getreten, und hat, von seinem undurchsichtigen Rückzieher in Sachen Grams/Bad Kleinen abgesehen, vergleichsweise viel Rückgrat gezeigt.

Doch hätten er und seine Kollegen sich nicht jahrzehntelang an die diskreten Spielregeln des gepflegten „gesellschaftlichen Diskurses“, den Leyendecker so vehement einfordert, gehalten, hätten sie sich getraut, gelegentlich die wirklich zentralen Fragen zu stellen, Rückgrat zu zeigen, die Wurzeln beim Namen zu nennen, statt ein paar dekorative „Skandale“ hochinvestigativ und auflagenträchtig „aufzudecken“, klar Stellung zu beziehen, was den Weg dieses Landes angeht – dann wäre die Situation heute vielleicht eine andere, und ein paar Blogger schrieben weniger „verachtend“.

So aber? Es ist keine Vorverachtung. Es ist eine recht späte Nachverurteilung… Die Mainstream-Medien haben das Kasperltheater von der „freien Presse“ gegeben, wenig Applaus, aber langwierige Vorstellung – sie haben Pseudo-Kritik geübt und ein paar Bauernopfer geschlachtet. Doch die Grundfesten der FDGO (Zinswirtschaft, Börse, „indirekte Demokratie“, vermurkster Parlamentarismus, innige Verflechtung von Staat und Wirtschaft, etc.pp.) – die hat man ausgeklammert. Nie wirkliche, grundlegende (System-)Kritik geübt, nie ernsthaft weitergedacht.

So auch im sog. „Krieg gegen den Terror“, wo die meisten toitschen Blätter immer noch in Treue fest an der Seite der Kriegstreiber und Volksentrechter stehen.

Heute hat der antidemokratische und seine Bürger vorverachtende Deutsche Bundestag das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung durchgewunken.

524 abgegebene Stimmen, 366 JA-Stimmen, 156 Nein-Stimmen, 2 Enthaltungen.

Was dieses Gesetz (und die Agenda, zu der es gehört) bedeutet, ist jedem halbwegs informierten Menschen bekannt. Daß man sich in Sachen „Parlamentarismus“ ein paar grundlegende Gedanken machen sollte, ebenfalls. Doch nur ein (vergleichsweises) Käsblatt wie der Donaukurier brachte es fertig, entsprechend deutlich Position zu beziehen – die letzte Wochenendausgabe erschien aus Protest gegen den Überwachungswahn mit vollständig geschwärzter, freiwillig selbstzensierter Titelseite. Eine rühmliche Ausnahme.

Nein – in diesem Land, mit diesen Medien, mit dieser völlig abgehobenen Politkaste gibt es keinen Diskurs mehr. Schon gar nicht den gepflegten Wohlfühl-Diskurs mit der verdauungsfördernden kleinen Prise Skandal und Kritik, den „professionelle“ Journalisten und die in Narrenfreiheit operierenden „Volksvertreter“ bevorzugen…

Für mich hat sich die BRD heute erledigt. „Stasi 2.0“ ist kein Aufkleber mehr, ist auch nicht die Wirklichkeit – wir sind längst weiter.

Oder, um den augenscheinlich zu Altersweisheit gelangten Ex-Minister Burkhard Hirsch zu zitieren, aus einem Artikel, den er schon im April in der SZ veröffentlichte: „Die Zeit freundlicher Kritik und ständiger Mahnung, bei der Terrorismusbekämpfung Augenmaß zu wahren, geht zu Ende. Nun ist Widerstand geboten.“

Selbstredend stellt Hirsch nicht die angebliche Bedrohung durch den sog. Terrorismus in Frage, oder benennt 9/11 als den Reichstagsbrand der Neuen Weltordnung, aber immerhin. Deutliche Töne für einen Ex-Politiker…

Genutzt hat es nichts.

Deshalb verändert sich auch künftig der Schwerpunkt meines Blogs:

Ich werde mich kaum noch mit den täglichen Abartigkeiten der Politik in der BRD und ihrer gefilterten Wiederkäuung in den staatstragenden Medien befassen. Jedes Fitzelchen Energie ist da verschwendet – jedenfalls aus meiner Sicht.

Andere, wie das Politblog oder Netzpolitik.org, kämpfen und zetern wacker weiter – ich wünsche ihnen, daß sie viele Köpfe erreichen und wachrütteln.

Ich dagegen bereite die nächste Stufe vor – hier wird man künftig mehr „Konstruktives“ lesen, wenn auch nicht im Sinne von Leyendecker & Co.

Von Persönlichkeitsentwicklung über Survival und (praktischen) passiven wie aktiven Widerstand, alternative Lebensformen und fröhliche Schattenwirtschaft, spirituelle Themen, Hochtechnologie jenseits des Mainstreams, bewahrenswertes Schönes, und auch sonst so allerlei, was parallel, außerhalb und vor allem NACH diesem fehlgeschlagenen Versuch des Parlamentarismus nützlich und gut sein wird.

Auch wenn es an einem solchen Tag fast schon wieder „zynisch“ klingen mag: ich freue mich auf die Zukunft!

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Blut für Rice

Mal wieder ein pro-amerikanischer Link ;-) – denn schließlich gibt es „da drüben“ immer noch eine große Zahl guter Menschen mit Rückgrat. Und die stehen zunehmend auf.

In einer spektakulären Aktion, die in den Mainstream-Medien nur gebührend abgespeckt und abgewertet vermeldet wurde, haben die Frauen von CodePink Madame „Supertanker“ Rice mit ihrer wahren Identität konfrontiert…

rice_kriegsverbrecherin.jpg

Ausführlicher Bericht mit Bildern und Videos, auch von der üblichen „robusten“ Festnahme der Aktivistinnen, die teils schon für ein Peace-Zeichen abgeführt wurden, im PolitBlog. Danke, Pony. ;-)

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Man kennt sowas von merkwürdigen fernöstlichen Königreichen: da tritt man als Tourist geistesgegenwärtig auf einen vom Winde verwehten Geldschein, dappt dabei dummerweise auf das Antlitz seiner Majestät, und wandert wegen Beleidigung derselben erst einmal auf unbestimmte Zeit in den Knast…

Ganz soweit sind „wir“ noch nicht. Aber auf dem besten Weg dahin. Zumindest in Bayern.

Ein Münchner Informatikstudent wurde von der Polizei, die selten in Schwarzgeldaffairen ermittelt, aber gerne statt Ministerkarossen Bürgerautos filzt, angehalten. Der Grund: nicht etwa studienübliche Trunkenheit. Oder Trogenvertacht. Nein: eine „Schäublone“, ausgedruckt und im Autofenster angebracht.

Verdacht auf Beleidigung. Bild konfisziert, Student auf Revier, stundenlang festgehalten. Nun liegt der Fall bei der Staatsanwaltschaft (obwohl m.W. „Beleidigung“ nur auf Anzeige des vermeintlich Beleidigten hin verfolgbar ist) und harrt der Anklageerhebung. Oder auch nicht.

Haben die Freunde und Helfer (DAS war jetzt eine Beleidigung, glaube ich…) echt nichts anderes zu tun?

Auf der Straße meucheln sich die Mafiosi, im Einkaufszentrum schießen Chinesen mit automatischen Waffen aufeinander, korrupte Politiker demontieren die Reste der Scheindemokratie, in jeder dritten Nobelkarosse finden sich Koksspuren – und die Polizei ist mit abgelaufenen ASU-Plaketten befaßt und verfolgt harmlose und vollkommen berechtigte Meinungsäußerungen. Ihr solltet Euch lieber um Euren obersten Dienstherrn kümmern.

Der Herr IM Schäuble gehört selbst schnellstens weggesperrt, wegen permanenten versuchten Verfassungsbruchs, davon teilweise mit erklärter Tötungsabsicht.

Und der Schriftzug „Stasi 2.0“ in Verbindung mit Schäubles Konterfei (übrigens einem sehr schmeichelhaften) ist doch nun allenfalls eine Tatsachenbehauptung, eher noch eine Verharmlosung. Was die Ex-FDJ-Propaganda-Maus Merkel und der Schwarzgeldaffairenminister Schäuble mit Luftunterstützung durch den Bundesinnenwehrminister Jung bereits umgesetzt haben und noch umsetzen wollen, ist mit „Stasi 2.0“ sehr euphemistisch umschrieben.

Nicht allzuweit vom Verhaftungsort in Schwabing liegt übrigens der Geschwister-Scholl-Platz

stasi20.jpg

Das ist doch keine Beleidigung, oder??

 

Dazu sagen wir gar nichts. Aber:

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