24. Dez 2008
Jetzt ist wieder diese Zeit. Jahresendzeit. Redenzeit.
Da würgen sie wieder lächelnd und bedeutsam aus, was Herden von Neusprech-Redenschreibern ihnen vorgekaut haben. Ein garstiges Gemisch aus Zuckerwasser, Füllmaterialien (damit das schön brockig wird), Schlafmitteln, NLP-Triggern, lautem Pfeifen im dunklen Keller, Kitsch und reichlich Gift…
Übergehen wir es mit einem grimmigen Grinsen.
Und hören wir lieber dem ollen Mey zu. Das Liedchen vom Füchschen ist ein paar Jahre alt, aber auch heute lassen sich problemlos ein paar der Namen zuordnen… Frau Gieremund? Der Bullenbeißer Rüsteviel? Die Schwarzkittel? Kennen wir. Hoffen wir, daß nicht nur alte Säcke wie wir es hören, sondern auch ein paar der “Füchschen”. Und das Gesindel dann in den Hintern beißen, Tollwut haben die eh schon.
26. Sep 2008
Die putzige “Spiegel online”-Formulierung, die fette Sparkasse namens “Washington Mutual” sei “nun auch der Finanzkrise zum Opfer gefallen” (*schnüff* – die aaaarmen Banken, buhhuhuuuu), hat mich heute nicht einmal mehr zum Reihern gebracht.
Ebenso wenig alles andere, was gerade wieder an Absurditäten durch die Medien schwappt, bis hin zur dekorativen Festnahme zweier unglaublich-angeblich Terrorverdächtiger im Flugzeug (klar, man kann die nicht dezent am Gate wegschaffen, da ist der mediale Humbug ja nicht so groß…) – ach, alles nur lustig. Zumindest heute.
Und deswegen singen wir nun ein lustiges Liedchen mit Altmeister Reinhard Mey:
Das Narrenschiff.
“Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken… “ Jenau. Prost. Und immer feste druff uffs Riff. Wir treten beiseite.
Link: www.youtube.com
Und weils so schön war, gleich noch die Studio-Version, wo die Tinwhistles nicht spitzlippig ersatzgepfiffen werden ;-)
Link: www.youtube.com
Stammt übrigens von der uralten CD “Flaschenpost”, immer wieder nett.
