…oder auch nicht.

Hatte ja neulich gedacht, ich würde wieder anfangen, mich hier zu politischen, wirtschaftlichen und sonstigen abstoßenden Themen zu äußern. Hatte obendrein laut gedacht. ;-)

Daher jetzt ein ebenso öffentlicher Widerruf: nein, ich schreibe dazu nichts mehr. Hier und da ärgere ich mich noch, dann entsteht ein gewisser Überdruck, der nach Äußerung verlangt, aber das läßt sich sinnvoller kanalisieren. Diesem absurden Unfug und den Schmutzfinken dahinter auch nur noch verbale Energie zuzuwenden, ist schon zu viel.

Es blüht in Südamerika, in mehr als einer Hinsicht... ;-)

Meine Energie, die ohnehin begrenzt ist, werde ich lieber in den Aufbau von etwas Schönem und Sinnvollem stecken.

Jeder Mensch wählt seinen Weg, das gleiche gilt für freiwillige und halb-freiwillige Kollektive beliebiger Größe, von Dorf bis Global Village. Wenn die Mehrheit der Menschen das treiben will, was sie momentan treibt, dann möge sie das tun. Teil des großen Erfahrungsspiels. Meinen Protest dagegen habe ich zu Protokoll gegeben (nur daß das ganze ohne „Richter“ und „Schriftführer“ abläuft…).

Das wichtigste für die Menschheit wäre, ihre Zahl (möglichst freiwillig) zu begrenzen bzw. massiv zu reduzieren – und an ihrer Bewußtseinsentwicklung und ihrer Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber zu arbeiten. Ohne innere Entwicklung ist alles äußere Gefrickel, von Recycling bis Revolution, von Schwundgeld bis Flashmob, nur Belustigung und ohne wirkliche Veränderungskraft.

Daher: Selbstentwicklung statt Weltverbesserer-Missionarsunwesen. Den anderen Pfeifen wenden wir ganz unaggressiv und ohne Energieverlust den Hintern zu.

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  • Rubrik(en): Zukunft
  • Juhui! Nachdem die Milliarden der „Rettungspakete“ an den Börsen oder in den Chefetagen der Banken „verpufften“ (in welchem Puff resp. auf welches Konto verpuffen die eigentlich immer…???) wurde nun im Himmelreich von einem internationalen Expertenteam unter strengster Geheimhaltung die finale Lösung zum Überstehen der Weltwirtschaftskrise entwickelt.

    Dazu brauchen wir:

    Gurken für die Wirtschaftskrise

    Gurken für die Wirtschaftskrise

    Ein großes Glas Mamminger Gurken. Billich, auch noch in Krisenzeiten finanzierbar. Die Gurken sind übrigens wurscht, wir wollen nur das Glas, gehen also auch andere. Gibts auch günstig in Bank oder Parlament des geringsten Vertrauens, die sind mindestens so labbrig wie die Mamminger.

    Einen alten Kerzenständer aus Ton, innen hohl. Vom Flohmarkt. Wo manche Votivkerzchen draufstellen, damits wieder besser wird. Was Ähnliches tuts auch. Sollte feuerfest sein.

    Ein etwas dickeres Rohr, das in das eine Ende des Kerzenständers paßt. Gut geeignet ein abgesägtes Stück Alurohr von einer alten Krücke (hehe, wie symbolisch in diesen Zeiten).

    Ein Stück Schlauch, möglichst lebensmittelecht. Sagen wir jetzt nicht, wo man den auch abschneiden könnte. Wäre aber eh zu kurz.

    Ein Stück etwas dünneres Rohr, auf das sich der Schlauch gut & dicht schieben läßt (auf was anderes schieben is in diesen Zeiten auch immer wichtig).

    Ein Abflußsieb (das wo normalerweise für den Abschaum da is…) o.ä. aus Metall, das sich in das andere, breitere Ende des Kerzenständers legen läßt.

    Heißkleber. Einfaches Werkzeug. Evt. noch ein Mundstück, z.B. von einer alten Tabakspfeife.

    Zwei Löcher, passend für die Rohre, in den Gurkenglasdeckel machen. Nich zu nah am Rand, sonst Problem beim Zuschrauben. Rohre durch, mit reichlich Heißkleber fixieren. Das dicke muß recht weit hinunterreichen, das dünne nur ein wenig. Soll ja nachher oberhalb des Wasserspiegels sein.

    Windschutz kann man in diverser Form improvisieren.

    Windschutz kann man in diverser Form improvisieren.

    Den Kerzenständer (richtigrum!) mit ebenfalls reichlich Heißkleber auf dem dickeren Rohr fixieren. Wer vorher ausgemessen hat, wie weit das Rohr durchgesteckt werden muß, muß nachher nicht noch’n Stück absägen… ;-)

    Schlauch auf dem dünneren Rohr aufstecken, Mundstück in Schlauch.

    Fertig ist die Weltwirtschaftskrisenwasserpfeife (WWKWP).

    So – jetzt gehen wir noch in den Garten und zupfen ein wenig Tabak, Kalifornischen Goldmohn, Baldrian, Rosmarin etc, verarbeiten das mit etwas Melasse und Wasser zu einer shisha-tauglichen Rauchmasse. Wer will, kann natürlich auch was anderes nehmen ;-).

    Na, auch'n Zug Krisenmanagement?

    Na, auch'n Zug Krisenmanagement?

    Druff aufs Metallsieb (obenrum kann man übrigens noch allerlei basteln, Windschutz, etc.), ein Stück glühende Holzkohle aus dem Ofen fischen (wer keinen Ofen hat, kann auch Räucherkohle oder Wasserpfeifenkohle nehmen…), Kohle auf die Rauchmasse legen – und gemächlich ziehen.

    Und eh man’s sich versieht, ist die Weltwirtschaftskrise sehr gelöst. Und die Wellness-Krise auch.

    Ach ja – die Pfeifen in der Politik machen das auch nicht anders.

    Nur reicht bei denen die „Diät“ einstweilen noch für Koks.

    Verpufft aber auch.

    P.S.: Wer zu faul zum Basteln ist, kann auch kaufen:

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  • Rubrik(en): Zukunft
  • Wochenkotz, der erste.

    So ganz kann ich es mir ja doch nicht verkneifen – und warum sollte ich auch… der Schwerpunkt dieses Blogs wird im Jahre des Pfaffenkalenders 2008 zwar auf „Selbstentwicklung“, Brainwave-Technologie und anderen „positiven“ Dingen liegen, ich pflege auch seit ein paar Wochen eine zunächst totale, jetzt partielle Nachrichtenabstinenz (SEHR entspannend und zu empfehlen…), aber gelegentlich muß und werde ich doch Überdruck abbauen, der durch den Schwachsinn entsteht, dem weite Teile der Welt weiter anhaften (und meiner Reaktion auf selbigen).

    Daher gibt’s im Blog eine neue Rubrik: den „Wochenkotz“. Und das ist genau das, was man dahinter vermuten würde. ;-)
    Ob ich mich strikt an den wöchentlichen Erscheinungsrhythmus halten werde, darf bezweifelt werden, aber so UNgefähr wöchentlich gibt es künftig einen kurzen Rückblick auf ein paar Anstößigkeiten aus Politik und sonstigen menschlichen Verirrungen.

    Ach ja – weil einst ein Bappst (der Gregor, einer der vielen) vor ein paar Jahrhunderten eine Kalenderneuordnung befahl, und weil vor noch ein paar weiteren Hundert Jahren willkürlich und mutmaßlich falsch der „Geburtstag“ des Nazareners vom ?? Konzil festgeschrieben wurde, schreibt die immer noch unter der Pfaffenfuchtel stehende „westliche Welt“ nun das Jahr 2008. Ich bequemlichkeitshalber auch, wenn auch unter Protest. Leider sind die alternativen Kalendermodelle auch nicht recht attraktiver, und Neuvorschläge wie die von den Raelianern präferierte Zählung ab Hiroshima sind mir auch nicht wirklich sympathisch. Nun, in ein paar Jahren rechnen wir einfach ab dem Jahr der ersten Elfenwald-Gründung. Das ist menschheitlich relevanter und netter und außerdem werden die Jahreszahlen dann wieder kürzer, im Interesse von Tonerverbrauch und Klimaschutz, *rofl*

    Tja, da sehen die Schweizer gleich mal, was sie durch die Unterwerfung unter die Brüsselfuchtel erwartet: zum Beispiel keene Südamerikanischen Rinderdärme mehr, weil die EU es so befahl, und folglich ist nun die Cervela in Gefahr. Wer diese göttliche Platz-Grillwurst nicht kennt oder gar Pflanzennager ist, wird den daraus resultierenden Kulturschock kaum nachvollziehen können. Jeder andere schon. Entsetzlich. Und das, wo ich doch immer mal Freßpakete mit Cervela vom Migros bekommen habe… *schnüff*. Ich sach doch: EU is nix.

    Doch auch die Nationalen haben so ihre Verirrungen: im Freistaate Bayern, der so frei auch wieder nicht ist, bezog der ewige Stoiber jetzt sein „Altenteil“. Ein kleines Büro mit einem Dutzend Zimmern, mehreren Beamten, Sicherheit und den Erlenwurzelholzmöbeln von Gottvater Strauß… Kosten für den Steuerzahler: rund eine halbe Million Euro – pro Jahr. Neben den sonstigen Bezügen. Mindestens vier Jahre lang. Gab es da kürzlich eine Debatte um Managergehälter?

    Und die toitschen Truppen in Vietnam am Hindukusch sollen nun auch richtig kämpfen dürfen… na supper. „Internationale Verantwortung übernehmen“, heißt das im Politlügenjargon, andere nennen das völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. Der jetzt dann nicht mehr nur unterstützt und leicht inoffiziell
    über die „Aktivitäten“ der Schädelficker vom Afrikakorps von der KSK geführt wird, sondern ganz offiziell und aktiv. Aber deutsche Medien halten sich lieber bei technischen Details auf, statt das Kind beim Namen zu nennen: die BRD ist im Krieg. Für Gott und Vaterland, Demokratie und Freiheit, Drogen und Öl.

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    Hans Leyendecker, seines Zeichens ein nicht ganz unbekannter Journalist (früher Spiegel, aktuell SZ), hatte sich neulich in einem Interview höchst entlarvend über sein Verhältnis zur Politik und politischen Bloggern ausgelassen. Ein hübsches Exemplar seiner Kaste und wahrlich beispielhaft.

    U.a. verlautete aus seinem berufenen und sich bei diesem neuzeitlichen Thema mehrfach verheddernden Munde über die bösen Blogger:

    „Nur ich find, in Deutschland (das was ich jedenfalls sehen kann) ist eine unglaubliche antidemokratische, antiparlamentarische Form, die eigentlich von der Vorverachtung lebt.“

    Oder auch:

    „Leute, die in Blogs schreiben, sind zum Teil antidemokratisch. Es gibt eine Vorverachtung für jedermann. Ein Großteil der Blogs, die ich lese, ist zynisch, ist verachtend, ist böse, ist gegen jedermann.“

    Irrtum, Herr Leyendecker. Oder besser gesagt – was hat Er denn gedacht?

    Gut, Leyendecker selbst gehört sicher noch zu den Profilierteren, hat durchaus ein paar Leuten auf die Zehen getreten, und hat, von seinem undurchsichtigen Rückzieher in Sachen Grams/Bad Kleinen abgesehen, vergleichsweise viel Rückgrat gezeigt.

    Doch hätten er und seine Kollegen sich nicht jahrzehntelang an die diskreten Spielregeln des gepflegten „gesellschaftlichen Diskurses“, den Leyendecker so vehement einfordert, gehalten, hätten sie sich getraut, gelegentlich die wirklich zentralen Fragen zu stellen, Rückgrat zu zeigen, die Wurzeln beim Namen zu nennen, statt ein paar dekorative „Skandale“ hochinvestigativ und auflagenträchtig „aufzudecken“, klar Stellung zu beziehen, was den Weg dieses Landes angeht – dann wäre die Situation heute vielleicht eine andere, und ein paar Blogger schrieben weniger „verachtend“.

    So aber? Es ist keine Vorverachtung. Es ist eine recht späte Nachverurteilung… Die Mainstream-Medien haben das Kasperltheater von der „freien Presse“ gegeben, wenig Applaus, aber langwierige Vorstellung – sie haben Pseudo-Kritik geübt und ein paar Bauernopfer geschlachtet. Doch die Grundfesten der FDGO (Zinswirtschaft, Börse, „indirekte Demokratie“, vermurkster Parlamentarismus, innige Verflechtung von Staat und Wirtschaft, etc.pp.) – die hat man ausgeklammert. Nie wirkliche, grundlegende (System-)Kritik geübt, nie ernsthaft weitergedacht.

    So auch im sog. „Krieg gegen den Terror“, wo die meisten toitschen Blätter immer noch in Treue fest an der Seite der Kriegstreiber und Volksentrechter stehen.

    Heute hat der antidemokratische und seine Bürger vorverachtende Deutsche Bundestag das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung durchgewunken.

    524 abgegebene Stimmen, 366 JA-Stimmen, 156 Nein-Stimmen, 2 Enthaltungen.

    Was dieses Gesetz (und die Agenda, zu der es gehört) bedeutet, ist jedem halbwegs informierten Menschen bekannt. Daß man sich in Sachen „Parlamentarismus“ ein paar grundlegende Gedanken machen sollte, ebenfalls. Doch nur ein (vergleichsweises) Käsblatt wie der Donaukurier brachte es fertig, entsprechend deutlich Position zu beziehen – die letzte Wochenendausgabe erschien aus Protest gegen den Überwachungswahn mit vollständig geschwärzter, freiwillig selbstzensierter Titelseite. Eine rühmliche Ausnahme.

    Nein – in diesem Land, mit diesen Medien, mit dieser völlig abgehobenen Politkaste gibt es keinen Diskurs mehr. Schon gar nicht den gepflegten Wohlfühl-Diskurs mit der verdauungsfördernden kleinen Prise Skandal und Kritik, den „professionelle“ Journalisten und die in Narrenfreiheit operierenden „Volksvertreter“ bevorzugen…

    Für mich hat sich die BRD heute erledigt. „Stasi 2.0“ ist kein Aufkleber mehr, ist auch nicht die Wirklichkeit – wir sind längst weiter.

    Oder, um den augenscheinlich zu Altersweisheit gelangten Ex-Minister Burkhard Hirsch zu zitieren, aus einem Artikel, den er schon im April in der SZ veröffentlichte: „Die Zeit freundlicher Kritik und ständiger Mahnung, bei der Terrorismusbekämpfung Augenmaß zu wahren, geht zu Ende. Nun ist Widerstand geboten.“

    Selbstredend stellt Hirsch nicht die angebliche Bedrohung durch den sog. Terrorismus in Frage, oder benennt 9/11 als den Reichstagsbrand der Neuen Weltordnung, aber immerhin. Deutliche Töne für einen Ex-Politiker…

    Genutzt hat es nichts.

    Deshalb verändert sich auch künftig der Schwerpunkt meines Blogs:

    Ich werde mich kaum noch mit den täglichen Abartigkeiten der Politik in der BRD und ihrer gefilterten Wiederkäuung in den staatstragenden Medien befassen. Jedes Fitzelchen Energie ist da verschwendet – jedenfalls aus meiner Sicht.

    Andere, wie das Politblog oder Netzpolitik.org, kämpfen und zetern wacker weiter – ich wünsche ihnen, daß sie viele Köpfe erreichen und wachrütteln.

    Ich dagegen bereite die nächste Stufe vor – hier wird man künftig mehr „Konstruktives“ lesen, wenn auch nicht im Sinne von Leyendecker & Co.

    Von Persönlichkeitsentwicklung über Survival und (praktischen) passiven wie aktiven Widerstand, alternative Lebensformen und fröhliche Schattenwirtschaft, spirituelle Themen, Hochtechnologie jenseits des Mainstreams, bewahrenswertes Schönes, und auch sonst so allerlei, was parallel, außerhalb und vor allem NACH diesem fehlgeschlagenen Versuch des Parlamentarismus nützlich und gut sein wird.

    Auch wenn es an einem solchen Tag fast schon wieder „zynisch“ klingen mag: ich freue mich auf die Zukunft!

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