Heute habe ich ihn ausgesetzt. Er ist einer von denen, die gekeimt haben. Zeit hat er sich damit gelassen, im Halbschatten hinterm Wohnwagen, wo die Erde in den Saatschalen nicht so verbrennt. Hatte gar nicht mehr gedacht, daß er noch austreibt – aber plötzlich war da dieser Mini-Baum in einem der Plastiktöpfe.

Mini-Gingko-Baum

Mini-Gingko-Baum

Nun hat er seinen Platz im Himmelreich bekommen und darf wachsen, solange und so hoch er mag.

Vielleicht wird er einmal so groß wie seine Ahnen, die alten Gingko-Bäume von Hiroshima, die den Massenmordtag 1945 aus der Nähe erleben durften – und überlebten. Zähe Burschen.

Diesem hier werden ähnliche „Höhepunkte“ in seinem Leben hoffentlich erspart bleiben. Doch die Eichen, die Birken und der Gingko des Himmelreichs – ach, jede Fortsetzung dieses Satzes würde unziemliches Pathos beinhalten. Sie werden wachsen, jedenfalls. Noch lange.

Möge er groß und fett werden... ;-)

Möge er groß und fett werden... ;-)

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