Manchmal werfen Leute einem die schönsten Vorurteile über den Haufen. Hätte mir neulich jemand gesagt, ich würde mit schenkelklopfender Heiterkeit den „Abschiedsbrief“ eines der erfolgreichsten Hedgefond-Zockers der letzten Jahre lesen, höchst amüsiert und zustimmend vor mich hin nicken und den Brief im Volltext in mein Blog packen, hätte ich sehr die Stirn gerunzelt.

Heute ist es soweit.

Andrew Lahde ist einer von denen, die den Crash haben kommen sehen, hat konsequent dagegen gezockt und in letzter Zeit ein heftiges Vermögen gemacht. Nun steigt er aus. Und liefert einen ausgesprochen lautstarken und coolen Abgang – mit einem ziemlich virtuosen Rundumschlag von Hanf bis Korruption.

Mehr Info zu dem Typen gibts bei Wikipedia, auch die SZ hatte vor einiger Zeit von seinen „1000% Rendite“ zu berichten gewußt. Das englische Original seiner Ausstiegsnotiz ist nachzulesen bei der Financial Times.

Hier die deutsche Übersetzung (Quelle: ftd.de):

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  • 3 Kommentare
  • Rubrik(en): Nettes, Politik
  • Juhui! Nachdem die Milliarden der „Rettungspakete“ an den Börsen oder in den Chefetagen der Banken „verpufften“ (in welchem Puff resp. auf welches Konto verpuffen die eigentlich immer…???) wurde nun im Himmelreich von einem internationalen Expertenteam unter strengster Geheimhaltung die finale Lösung zum Überstehen der Weltwirtschaftskrise entwickelt.

    Dazu brauchen wir:

    Gurken für die Wirtschaftskrise

    Gurken für die Wirtschaftskrise

    Ein großes Glas Mamminger Gurken. Billich, auch noch in Krisenzeiten finanzierbar. Die Gurken sind übrigens wurscht, wir wollen nur das Glas, gehen also auch andere. Gibts auch günstig in Bank oder Parlament des geringsten Vertrauens, die sind mindestens so labbrig wie die Mamminger.

    Einen alten Kerzenständer aus Ton, innen hohl. Vom Flohmarkt. Wo manche Votivkerzchen draufstellen, damits wieder besser wird. Was Ähnliches tuts auch. Sollte feuerfest sein.

    Ein etwas dickeres Rohr, das in das eine Ende des Kerzenständers paßt. Gut geeignet ein abgesägtes Stück Alurohr von einer alten Krücke (hehe, wie symbolisch in diesen Zeiten).

    Ein Stück Schlauch, möglichst lebensmittelecht. Sagen wir jetzt nicht, wo man den auch abschneiden könnte. Wäre aber eh zu kurz.

    Ein Stück etwas dünneres Rohr, auf das sich der Schlauch gut & dicht schieben läßt (auf was anderes schieben is in diesen Zeiten auch immer wichtig).

    Ein Abflußsieb (das wo normalerweise für den Abschaum da is…) o.ä. aus Metall, das sich in das andere, breitere Ende des Kerzenständers legen läßt.

    Heißkleber. Einfaches Werkzeug. Evt. noch ein Mundstück, z.B. von einer alten Tabakspfeife.

    Zwei Löcher, passend für die Rohre, in den Gurkenglasdeckel machen. Nich zu nah am Rand, sonst Problem beim Zuschrauben. Rohre durch, mit reichlich Heißkleber fixieren. Das dicke muß recht weit hinunterreichen, das dünne nur ein wenig. Soll ja nachher oberhalb des Wasserspiegels sein.

    Windschutz kann man in diverser Form improvisieren.

    Windschutz kann man in diverser Form improvisieren.

    Den Kerzenständer (richtigrum!) mit ebenfalls reichlich Heißkleber auf dem dickeren Rohr fixieren. Wer vorher ausgemessen hat, wie weit das Rohr durchgesteckt werden muß, muß nachher nicht noch’n Stück absägen… ;-)

    Schlauch auf dem dünneren Rohr aufstecken, Mundstück in Schlauch.

    Fertig ist die Weltwirtschaftskrisenwasserpfeife (WWKWP).

    So – jetzt gehen wir noch in den Garten und zupfen ein wenig Tabak, Kalifornischen Goldmohn, Baldrian, Rosmarin etc, verarbeiten das mit etwas Melasse und Wasser zu einer shisha-tauglichen Rauchmasse. Wer will, kann natürlich auch was anderes nehmen ;-).

    Na, auch'n Zug Krisenmanagement?

    Na, auch'n Zug Krisenmanagement?

    Druff aufs Metallsieb (obenrum kann man übrigens noch allerlei basteln, Windschutz, etc.), ein Stück glühende Holzkohle aus dem Ofen fischen (wer keinen Ofen hat, kann auch Räucherkohle oder Wasserpfeifenkohle nehmen…), Kohle auf die Rauchmasse legen – und gemächlich ziehen.

    Und eh man’s sich versieht, ist die Weltwirtschaftskrise sehr gelöst. Und die Wellness-Krise auch.

    Ach ja – die Pfeifen in der Politik machen das auch nicht anders.

    Nur reicht bei denen die „Diät“ einstweilen noch für Koks.

    Verpufft aber auch.

    P.S.: Wer zu faul zum Basteln ist, kann auch kaufen:

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  • 1 Kommentar
  • Rubrik(en): Zukunft
  • „Wir haben keine Krise, oder nur ne klitzekleiheine… und die Rettung is nah, nah, nahhhhh“

    EI-gent-lich wollt ich zu diesem Unfug ja nix schreiben. Sondern nur mit zugegebenermaßen leicht hämischem Gegacker zuschauen und heimlich spekulieren, mit welchem leicht ausgeweiteten Welt-Krieg oder welcher anderweitigen Volks-Enteignung der Arsch der Plutokraten, Oligarchen und ihrer Politlustknaben auch bei diesem größeren Bauchplatscher faltenfrei gehalten wird.

    Aber jetzt hat einer von denen, die etwas tiefer im Enddarm dieser sog. „Börsen“ stecken, mal für seine Zunft überraschend viel Klartext geredet.

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    Besten Dank, herzlich gelacht. „…mit 70%iger Wahrscheinlichkeit sehen wir und erleben wir nun mit den Zusammenbruch unseres Wirtschafts- und Finanzsystems…“ Was für ein Optimist ;-)

    Der Mann mit der lustigen Frisur hat übrigens sehr recht: es ergibt keinen Sinn, die Börsen jetzt für ein paar Tage zu schließen.

    Nein, es ergäbe Sinn, sie komplett zu schließen, die FOREX, wo momentan keiner hinguckt und noch mehr Volkswirtschaften als sonst hin- und hergezockt werden, komplett hoppszunehmen, einige Weltpolitik machende Hedgefonds und vielleicht die Arbeitskraft von Soros & Co (beim Bäumepflanzen) dem Allgemeinwohl zugute kommen zu lassen (ohne Entschädigung aus Steuergeldern, versteht sich), das Zinssystem einzustampfen, Unternehmen nicht mehr dazu zu drängen, nur noch auf Pump zu existieren, und sich für den Anfang vielleicht etwas Nachhilfe bei Hugo Chavez (unter den Blinden ist der Einäugige König…) zu holen…

    Wird aber nicht geschehen.

    Die Religion der wertlosen bedruckten Papierchen wird einstweilen weiterexistieren, und ihre Hohepriester werden allenfalls das eine oder andere Bauernbrandopfer bringen.

    Und die Politik „rettet“ nun die Finanzbranche. Indem nicht vorhandenes Geld in beachtlicher Menge in nicht vorhandene schwarze Löcher transferiert wird, wobei ein paar real nutzbare Millionen für die Rentenversorgung der „Leistungsträger“ mit Sicherheit ihren Weg auf besonders sichere Konten finden werden.

    Aber wie schrieb neulich so schön jemand im Utopia-Forum: „es gibt keine Alternativen, es gibt allenfalls Verbesserungen“ (gemeint waren indirekte „Demokratie“ und „Marktwirtschaft“).
    Jo, das singen wir nun jeden Morgen 108 Mal auf mittlerer Ommmm-Frequenz.
    Dann glauben wir es vielleicht weiterhin.


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  • Rubrik(en): Politik
  • Oh my GOD! was soll ich bloß anziehen???? Am 14. Oktober kommen die Aliens. Die Galactic Federation of Light.

    Wirklich. Diesmal ganz bestimmt. „First Contact“. Ganz bald. Wie schon in den letzten rund 40 Jahren, in denen „5 Millionen Mutterschiffe“ im Sonnensystem herumlungern und auf den göttlichen Eingreifbefehl warten…

    Erinnern wir uns an Candace Friece, Michael Kapp und seine „Rundbriefe“, „Dove“, das Anlagebetrüger-Pärchen von den Philippinen, die „Kristallflotte“, das Fake-„Nesara“, St. Germain, „Commander Hatonn“ AKA „Christ Michael“ und die Übernahme des Weißen Hauses in 2003? Wir erinnern uns.

    Die „Lichtarbeiter“ leider nicht. Sie glauben, mal wieder.

    Kapiert irgendwann mal jemand, von wo dieser Mist kommt – und daß dieser Erlösungs-Wohlfühl-Blafasel nebst „2012“-Geschwurbel nur einen Zweck erfüllt? Nämlich auch die vom Handeln abzuhalten, die man über Fox News und n-tv, Tagesschau und BLÖD nicht mehr ruhigstellen kann, die also Unruhe- und Veränderungspotential darstellen, wenn man sie nicht mit anderem Opium füttert?

    Mannnn, diese Welt wird schon seit Jahrhunderten von Aliens beherrscht… ;-) Der Kollaps der Finanzmärkte (der gerade mal wieder in ein schwarzes Loch umgewandelt wird, ganz ohne CERN, das auf magische Weise fiktive Steuerzahler-Milliarden auf die Konten einiger Gestalten umleitet…) böte momentan Anlaß und Angriffsfläche genug, um das mal ein wenig zu korrigieren.

    Aber statt Revolution oder sonstigem eigenen Handeln hofft man mal wieder auf das Licht von außen und widmet sich der Ersatzreligion. Wohl bekomm’s.

    Nu, am 14. Oktober stellt Apple neue MacBooks vor. Das ist einigermaßen sicher. Teil der Alien-Verschwöööhhöhörung? Wird ein gigantisches Alu-MacBook über Alabama schweben? Bestimmt.

    Duckhome / Jochen Hoff hatte in einem der letzten Artikel einen schönen und charakteristischen Absatz:

    „Deshalb wird die Politik bis zum absoluten Untergang versuchen die Verbrecher zu schützen. Man hat sich zu tief eingelassen. Wer übrigens hofft, dass der Einsatz der Bundeswehr im Inneren an der FDP in Bayern scheitern könnte, liegt falsch. Die FDP war schon bei der ersten großen Bestechungsaffäre dabei. Die wird auch bei der letzten dabei gewesen sein. Sie hat genau wie all die anderen, einen guten Grund, sich mit der Bunderwehr gegen die Bürger zu schützen.

    Zum Lachen wäre allerdings wenn ein junger und ehrlicher Offizier und seine Truppen die Waffen umdrehen und die Herrschaften festnehmen.“

    In der Tat. Man ist mittlerweile an dem Punkt, einen Militärputsch in der BananenRepublikD angesichts der Merkel/Steinmeier-„Alternative“ und der kompletten Durchseuchung des wirtschaftlich-politischen Komplexes für das kleinere Übel zu halten, ähnlich wie in den USA, wo nicht ein grinsender eingefärbter Mini-Kennedy, sondern Ron Paul notfalls inkl. seiner etwas grenzwertigen Unterstützer einen relevanten „change“ hätten bringen können. Vielleicht.

    Aber lasset uns lieber den südlichen Himmel in unserer Hemisphäre beobachten. Vielleicht kommt doch ein Schiff. Dann sehen wir auch nicht, wie derweil der Dollar mysteriöserweise steigt, die Staaten verbanklicht werden, und auch sonst die „Aliens“ weiter ihr Spiel treiben…

    Namaste.

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    Die putzige „Spiegel online“-Formulierung, die fette Sparkasse namens „Washington Mutual“ sei „nun auch der Finanzkrise zum Opfer gefallen“ (*schnüff* – die aaaarmen Banken, buhhuhuuuu), hat mich heute nicht einmal mehr zum Reihern gebracht.

    Ebenso wenig alles andere, was gerade wieder an Absurditäten durch die Medien schwappt, bis hin zur dekorativen Festnahme zweier unglaublich-angeblich Terrorverdächtiger im Flugzeug (klar, man kann die nicht dezent am Gate wegschaffen, da ist der mediale Humbug ja nicht so groß…) – ach, alles nur lustig. Zumindest heute.

    Und deswegen singen wir nun ein lustiges Liedchen mit Altmeister Reinhard Mey:
    Das Narrenschiff.
    „Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken… „ Jenau. Prost. Und immer feste druff uffs Riff. Wir treten beiseite.

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    Und weils so schön war, gleich noch die Studio-Version, wo die Tinwhistles nicht spitzlippig ersatzgepfiffen werden ;-)

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    Stammt übrigens von der uralten CD „Flaschenpost“, immer wieder nett.

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