Da schau her. Marc Pitzke, einer der fragbefreiten US-Claqueure des „Spiegel“ und tragendes Mitglied der Broder-Connection, kam nicht umhin, eine im Auftrag von „MSN-Money“ von den „Eagle Eye“-Consultern erstellte Liste der übelsten Profiteure des Irakkrieges an das Hamburger Mutterschiff zu schicken. Und das ehemalige Nachrichtenmagazin stellt sie online, inklusive einiger geradezu majestätsbeleidigend anmutender kritischer Anmerkungen zu Halliburton und dem sauberen Herrn Vicepredident Cheney.

Was ist los, Jungs? Allgemeines Rückrudern im Neocon-Kampfblatt? Können wir demnächst gar mit sinnvollen Reportagen über die wirklichen Urheber von „9/11“ rechnen? Oder klaren Worten dazu, daß die Rekordgewinne der Kriegsgewinnler direkt und proportional mit dem schönen Weiterschwelen von Bürgerkrieg und „Terrorismus“ zusammenhängen? Erinnern wir uns dann vielleicht auch in Hamburg der in arabischer Kleidung und mit terroristischem Equipment in Bagdad von irakischen Sicherheitskräften festgesetzten SAS-Soldaten, die dann von den Briten flugs mit militärischer Gewalt aus dem Gefängnis geholt wurden? Diese Jungs, die geholfen haben, erst mal den „Terror“, die „Anschläge“ ordentlich in Gang zu bringen, damit da ja nicht zu schnell Ruhe ist im Karton, denn dann gäbe es weniger zu verdienen?

Ach, schöne Träume. Nein, man wird in Hamburg pünktlich zum Jahrestag von „9/11“ wieder die ollen Kamellen von Osama und den 19 Teppichmessern aufkochen, die zu recht kein Mensch mehr glaubt. Und die dünne, fade Suppe mit ein bißchen Schminke aufpeppen, die man dem vermeintlichen Video-Osama aus dem moslemregelwidrig gefärbten und gestutzten Bart gewrungen hat…. und mit ein paar Litern 3%-igem Wasserstoffperoxyd, das nicht einmal zum Zähnebleichen geeignet ist.

Aber die Liste ist interessant. Herzlichen Dank dafür. Wir werden sie schwarz färben.

Share