Das ist natürlich ein Eklat. Die Grünen haben sich „endgültig aus der Realpolitik verabschiedet“. Sagt zumindest eine Birgit Homburger von der immer standfesten und prinzipienstarken FDP. Wer auch immer das ist.

Und der unvermeidliche Claus Christian Malzahn darf natürlich im Spiegel ganz meinungsfreiheitlich und demokratisch gegen die „linken Stammtische“ hetzen. Und vom Grünen-GAU wird gefaselt.

Jawoll!!!

Wenn es darum geht „deutsche“ und US-Interessen im Drogengärtlein am Hindukusch zu sichern, hört der Spaß mit der Demokratie aber auf, Recht so. Eine abweichende Meinung, die sich gegen die deutsche Angriffs-Kriegsführung im Ausland stellt? Unverzeihlich! Nestbeschmutzer! Dolchstoßer! Verräterpack!

Und noch schlimmer: Parteivolk, das gegen den erklärten Willen seiner weisen Oberen entscheidet.

Das ist zugegebenermaßen fatal. In einer Demokratie. Geradezu unvorstellbar.

Vielleicht kann man nach dieser Basisentscheidung in der Lichtstadt Göttingen irgendwann wieder anfangen, die Grünen ernstzunehmen.

Sie werden allerdings noch eine Weile brauchen, um das abzustreifen, was die Fischer-Gang, die seinerzeit die einzige ernstzunehmende Partei der Republik kaperte, angerichtet hat. Von dem, was die in Joschkas Windschatten nachfolgende Welle der Kashmir-Karrieristen ruiniert hat, mal ganz abgesehen.

P.S.: ich befasse mich mit Partei-Interna der Grünen schon lange nicht mehr, bin auch vor fast 20 Jahren aus dem Verein ausgetreten. Insofern weiß ich nicht, ob man die Gegenströmung ernstnehmen muß, oder ob es einfach nur eine andere Generation von außengesteuerten Provokateuren ist. Auch der Name „Zion“ sagt mir nichts – und ein Schelm, der dabei an Matrix oder an noch ganz anderes denkt…

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