Nur eine Kurzmeldung – der “Spiegel”, der sich schon lange zu einem nur noch scheinkritisch agierenden Sprachrohr einschlägig bekannter Zirkel gemacht hat, greift hier das Thema Euro / Petrodollar / Iran (siehe der Link im letzten Posting)  auf. Und macht, was seine Aufgabe ist: abwiegeln. Aber er macht es so schlecht, daß es schon wieder amüsant ist. Flugs wird das Thema zur “Verschwörungstheorie” gestempelt, ein “Volkswirtschaftler” (was deren Theorien wert sind, sieht man am Zustand unseres Landes…) wird zitiert, ein paar intellektuell nicht gerade zwingende Gedankenstränge werden wild verzwirbelt, und schon ist die Beruhigungspille fertig. *schieflach* Interessant ist, daß überhaupt in dieser Heftigkeit reagiert wird, wo es doch sonst zum Kodex der gleichgeschalteten Medienwelt gehört, solche Dinge lieber GAR nicht zu melden. Ist da jemand nervös?!

Volkswirtschaft der anderen Art: seit gestern ist der Elfenwald-“Fanshoponline. Motive & Artikel vermehren sich täglich, wer Ideen und Wünsche hat, lasse es mich wissen!!

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Im deutschen Fernsehen wird weiter eifrig Kriegswilligkeitsvorbereitung betrieben – heute auf der Speisekarte: “Panzerschlacht für Anfänger” (ARD), “Doku: Der Hightech-Krieg” (n24) und mal wieder eine Geschichtsklitterung über “Little Boy”, den die armen Amerikaner auf die bösen Japaner werfen “mußten”, um den Krieg zu beenden…
Und selbst halbwegs ernstzunehmende Sender wie arte sind voll von tendenziösen Stories über den Iran, das nächste auserkorene Ziel der “Befreier”.
Aber auf der Seite der Besänftiger sieht es kaum besser aus. Vor allem aber klammert das Geschwätz das zentrale Thema wie immer geflissentlich aus. Und deshalb muß ich jetzt laut und deutlich etwas sagen, was vielleicht erstmal etwas verwunderlich klingen mag. Denn ein Wort kann ich in einem bestimmten Zusammenhang nicht mehr leiden: “Toleranz“. Schluß damit. Warum?

P.S.: 22:00 / noch ein Update zu Opus Dei / Dan Brown und den Feigheiten des “Spiegel” ergänzt. Ganzen Artikel lesen »

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Vorgestern schrieb ich über ein paar unschöne Dinge, die ich für die nächste Zeit (und damit meine ich nicht in 20 Jahren) erwarte. Heute erhalte ich von einem lieben Freund und Mitparanoiker einen sehr “schönen” Link zu einem Artikel, der aktuelle Studien des höchst ernsthaften Laboratoire européen d’Anticipation Politique Europe 2020 (LEAP/E2020) zusammenfaßt. Zusammenfassung der Zusammenfassung: in der letzten Märzwoche fängt es an, RICHTIG heiß zu werden. Zitat: …der Anfang der schwerwiegendsten politischen Krise sein wird, die die Welt seit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 gesehen hat, mitsamt einer Wirtschafts- und Finanzkrise eines Ausmaßes, das mit dem von 1929 vergleichbar ist.”
Hussa, die Scheiße kocht und brodelt. Wir sind gespannt.

Hier der Link: http://www.choices.li/item.php?id=277

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Karrikaturen

Ich wollte mich ja noch einmal länger auslassen über diese Seuche der Religiösität, die die Welt wieder befallen hat und u.a. in diesem abstrusen Karrikaturenstreit ihre finsteren Blüten treibt. Aber im Moment kann ich vor Lachen nicht tippen.

Jede Menge herrlichster Mohammed/Muhammad/Muzzie-Karikaturen: HIER

Und hier der offizielle Jüdische Wettbewerb für antisemitische Karrikaturen: boomka.org
(heeeh,hee, nein, kein Verfahren wegen Holzverletzung, äh Volksverhetzung, das sind Israelis und andere Juden, die sich selbst übelst auf die Schippe nehmen! Stürmer is nix dagegen…)
Ein Hoch auf alle, die noch lachen können, auch und gerade über sich selbst.

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Es wird heller

Die letzten Tage kumulierte noch einmal vieles, was schon seit Wochen schwelt. Oh, verzeiht – ich meine in mir, nicht in der durchgeknallten Welt da draußen.
Alte Themen und Leiden, meine Fundamentalopposition gegen das, was sich die Menschen als “Wirklichkeit” zurechtgemacht haben.
Das Kassandra-Syndrom: teils zu fühlen, teils zu wissen, was die Zukunft bringt. Aber zugleich mehr oder minder hilflos zuzusehen, wie vom Mainstream bis zu den vermeintlichen “Lichtarbeitern” alles in Richtungen wuselt, die letztlich auf den gleichen Punkt zulaufen.
Immer mal wieder komme ich in einen Zustand, wo ich mir denke: “Leckt mich doch ALLE”. Aber…


…es bleibt nicht dabei.

Die Versuchung ist groß – ich sehe, selbst in helleren Momenten, keine Chance mehr, diese Welt im Rahmen der existierenden Systeme zu reformieren und überlebensfähig und menschlich zu gestalten. Es wird scheppern, und zwar gewaltig.

Die Erde wird, ohne böse Absicht oder Zorn, einfach nur aus Notwendigkeit und Ursache-Wirkungs-Konsequenz, vermehrt Quittungen ausstellen für die unsägliche Art, wie wir mit ihr umgegangen sind über die Jahrtausende. Das wird heftig.

Unsere korrupten politischen Systeme werden, ebenso wie der heute bekannte “Kapitalismus”, kollabieren. Wir werden durch ein Zeitalter neuer religiös motivierter Kriege gehen, die Verteilungskämpfe auf einer ausgebeuteten überfüllten Welt werden immer brutaler werden, und auch unser beschaulich vor sich hinfaulendes Europa wird Bürgerkrieg und Chaos der gröberen Art sehen. Das wird ebenfalls heftig.

Der Bewußtseinsstand der Menschheit ist im Großen und Ganzen katastrophal – ob man nun unsere bigotte “Moral” ansieht oder das Wiederhochkochen hirnrissigster und aggressivster Religiösität (das betrifft praktisch alle Religionen, nicht nur den Islam). Unser asoziales Sozialverhalten oder die kranke, teils durch veraltete Steinzeitprogramme und  banale Biochemie, teils durch die Jahrhunderte christlich-jüdischer “Familien”- und “Ehe-”Indoktrination  bestimmte Mixtur, die die meisten von uns “Liebe” nennen. Das birgt noch Bewußtseinsarbeit für Jahrhunderte, bevor wir uns wirklich ernstnehmen können.

Das subtile System der “freiwilligen Unterdrückung”, wo nur noch in extremen Fällen die Keule gezückt wird, funktioniert hervorragend – selbst die wenigen vielversprechenderen Ansätze, die im Umlauf sind, werden gekapert oder versacken freiwillig in den Lügen und Halbwahrheiten der Spin Doctors, den Verheißungen der Erlösungsphantasten oder den simplen Antworten der sogenannten “Radikalen”, die doch selbst nur willigste Handlanger und unverzichtbare Bestandteile des Systems sind.

Nein, Freunde, ich sehe da keinen Weg. Und immer wieder gelüstet es mich, mein Fahrrad zu beladen oder meinen Rucksack zu packen, durch die Welt zu ziehen, zu genießen, was von ihrer Schönheit noch übrig ist, mich an und mit den lichteren Exemplaren der Menschen zu freuen, mich irgendwie durchzuschlagen und dann irgendwann gelassen am Wegesrand zu sterben oder freiwillig meinen Abschied zu nehmen, wenn es genug ist.

Ähm… laute die Überschrift nicht “Es wird heller“? Lautete sie. ;-)

Ich habe mich in früheren Jahren gerne als Existenzialisten betrachtet – und ein wenig dieser Grundhaltung ist geblieben. Gerade WEIL es so absurd und aussichtslos ist, leben wir und tun es obendrein mit einer melancholischen Fröhlichkeit, die der Welt spottet.  Und dazu kommt eine liebevolle Härte, die auf ältere Quellen zurückgeht und im Kern unangreifbar ist.

Nicht sich die Realität zurechtträumen, nicht durch die violette Transformationsbrille die Dinge verzerren. Hinsehen. Weinen. Auch die Fäuste ballen und nach dem Scharfschützengewehr im Eck schielen oder nach dem Schwert. Und dann ruhig werden und weitergehen.

Ich denke nicht, daß wir die Entwicklungen der nächsten Zeit noch aufhalten oder umlenken können. Ich würde manchmal gerne etwas vom Opium der “2012 gehen wir ins Goldene Zeitalter“-Träumer rauchen, aber dieser Fluchtweg ist mir versperrt, dafür sehe ich zu scharf und klar.
Doch jeder Untergang birgt eine Chance. Nach der Sintflut war die Erde leer und rein. Nach den Prozessen, die uns bevorstehen, wird sie zwar nicht rein sein und nur ein Drittel leerer, aber die repressiven Systeme werden auf dem Umweg über Diktaturen, einer – zunächst negativen – Anarchie weichen. Das wird die Chance erhöhen, Inseln zu schaffen.

DAS ist der Kern des Elfenwald-Projektes, nebenbei bemerkt. Es geht nicht nur darum, ein paar Bäume wieder in Frieden wachsen zu lassen, Naturwesen ein Refugium zu geben und selbst halbwegs komfortabel “auszusteigen”. Es geht darum, einen Keim zu bewahren. Ein Stück Menschheit, ein Stück Menschlichkeit. Ein paar Seelen, die zu “meinem” Rudel gehören und noch Aufgaben zu erfüllen haben in diesen wirren Jahren und dem, was danach kommt.

Dieses Gefühl ist nach den Klärungsprozessen und Leidensprozessen der letzten Zeit wieder erstarkt und deutlich geworden. Ein kleiner Flashback traf mich neulich.

Kennt Ihr Felix Dahn, “Ein Kampf um Rom“? Nein, ich denke nicht, daß ich das war, die “Auch ich war einst Cleopatra“-Selbstbeweihräucherungen überlasse ich anderen. Aber die Figur des Teja war mir schon zu Kinderzeiten seltsam nah, und vor ein paar Tagen stand er wieder vor meinem Auge. Etwas an meiner Rolle  steht damit im Zusammenhang.  Der  melancholische, dunkle Träumer  und Harfner und Meister der Streitaxt, der Grimme.
Sein Job war es, die Reste der Ostgoten zu sammeln. Dafür zu sorgen, daß sie noch fortkamen – stolz und ungebrochen in den Vesuv, oder lebendig fort in die Freiheit. Er kämpfte einen guten letzten Kampf am Mons Lactarius, und so ging es zu Ende.
Er starb, aber er versagte nicht. Die Schiffe kamen, und der Rest seines Volkes durfte abziehen, überdauerte.

Heute wieder. Müde sind wir geworden, und wenige.

Und ich bin nicht der grimme Held, der ich einst war.
Nur noch grimmig, aber nicht so sehr Held.
Und doch: tun werde ich es.
Werde wieder den Rückzug decken, werde die Reste sammeln und führen und diesmal werde ich dabei sein und lebendig, wenn wir fortgehen an einen anderen Ort, den Wahnsinn hinter uns lassend.

Das Schwert ist noch nicht beiseitegelegt. Auch die Harfe nicht.
Die Hoffnung nicht aufgegeben.

Das Spiel ist noch nicht aus.


Nein, Freunde, macht Euch keinen Kopf – ich bin nicht final übergeschnappt. Es sind Metaphern, die vielleicht einen kleinen Kern von realer Erinnerung beinhalten.

Es ist viel Unklarheit und Suche in mir, auch was ganz pragmatische Dinge für die nächste Zeit angeht.
Aber das Ziel und meine Aufgabe werden immer klarer.

Und ich habe noch einmal laut und deutlich “ja” gesagt.

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Lachen / Denken

"Dicht neben dem Wehe der Welt, und oft auf seinem vulkanischen Boden, hat der Mensch seine kleinen Gärten des Glücks angelegt."
- Nietzsche

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