Merkwürdiges Gefühl heute morgen. Leere. Müdigkeit. Und gar kein gutes Gefühl.
Dabei sind meine Befindlichkeiten in solch historischer Stunde doch sowas von irrelevant.
Dabei haben die USA doch nun „Geschichte geschrieben“, haben den ersten halb-weißen Präsidenten auf den Schild gehoben, und die ganze Welt steht bis zum Halskragen unter Hoffnungs-, Glücks- und sonstigen Hormonen, so wie das tittenhüpfende Obama Girl“ (mäh, zu der Tusse verlink ich nich, selber auf YouTube suchen…)

Meistens führt ein solcher Hormon-Level zu ungewollten Schwangerschaften, Oral Office, gebrochenen Herzen, zu neuen Religionen, Denkverlust, Führer-Kulten und anderem Schwachsinn. Und zu Leid und Leichen.

Ich hatte mir gestern abend vorgenommen, den Mund zu halten, mir die Kassandra-Nummer zu verkneifen, einfach „mal das Beste zu hoffen“. Schlimmer kanns ja auch kaum noch kommen (doch, kann es natürlich, aber mag man ja auch nicht immer drüber nachdenken…), und so hoffen wir wenigstens auf ein wenig Linderung des Irrsinns.

Aber mal ganz abgesehen von dem intellekt-geborenen (Halb-)Wissen, wer diesen Newcomer hochgeschossen hat, und daß sich diese durchseuchte Welt selbst von einem tatsächlich sauberen Strahlemann an der Spitze der USA nicht so ohne weiteres umkrempeln ließe – ich kriege emotional / eso-spiri-antennenmäßig und auch sonst kein klares Signal rein, was diesen Menschen angeht. Eigentlich überhaupt kein Signal. Und das stört mich.

Das erinnert mich an eine Spezies Mensch, die man besonders im Geschäftsalltag öfter mal trifft: die Neutralriecher. Olfaktorische Nichtexistenzen. Riechen nicht nach Mensch, riechen nicht nach Parfum.
Sauber polierte Masken, Projektionsflächen. Vermutlich nichtirdischen Ursprungs. BORG, oder so… ;-)

„Wer ist Barack Obama?“ – das fragte McCain mal während des Wahlkampfs. Er meinte es natürlich abwertend. Ich meine es ernst. Wir werden diese Frage noch öfter stellen. „Wer – bist – Du??“ Wir werden es herausfinden, so oder so. Draußen ist Nebel.

Und die Karrikaturisten tragen Trauer.

Share