Ein Großteil der Schnittlauchbündel trägt allerdings schwarze Schutzwesten, also ist das Gesamtbild eher schwarzgrün.

“Sicherheitskonferenz”, früher etwas ehrlicher als “Wehrkundetagung” benamst, auch bekannt als “NATO-Kriegskonferenz”.

Jedenfalls ist die Stadt überschwemmt mit Polizei, Bundespolizei, Feldjägern, Zivilschnüfflern, Provokateuren und allem, was der Rechtsstaat sonst noch so aufzubieten hat… Man fühlt sich richtig sicher…Bereits im Vorfeld waren von der Staatsschutzabteilung (kürzt man das jetzt SS ab oder SA oder darf man das gar nicht abkürzen?) der Münchner Polizei etliche umstrittene Durchsuchungs- und Beschlagnahmeaktionen durchgeführt worden, die sich u.a. gegen Indymedia und verschiedene Organisationen richteten, die zu Protesten anläßlich dieses Treffens des Internationalen Organisierten Verbrechens aufgerufen hatten.

Ich finde es immer wieder “amüsant”, welchen Aufwand dieser heruntergekommene Staat, der nicht einmal mehr Mülltonnen auf Rastplätzen leeren lassen kann, in dessen Hauptstadt Tausende Kinder nur noch in den Suppenküchen von Hilfsorganisationen eine warme Mahlzeit pro Tag zu sehen bekommen, dessen Polizei in selbiger Hauptstadt ganze Stadtviertel quasi aufgegeben hat, geschweige denn, daß sie Leute (oder die Erlaubnis) hätte, um gegen die blühende Korruption im Land vorzugehen - welchen Aufwand DIESER Staat treibt, um ein paar Repräsentanten der Wohlfühldiktaturen des Geldes zu “schützen” und das dreiste Volk von vorneherein so zu beeindrucken mit seiner Macht, daß es nicht protestieren mag… Dabei ist das Volk vergleichsweise satt und träge in München, und nur wenig Protest regt sich. Die paar Demonstranten kann man jedenfalls kaum sehen in der Masse der Staatsdiener…

Nun ja, auch wenn das meiste der Konferenz ganz demokratisch unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfindet - man kann sich ungefähr denken, was in diesen drei Tagen in München ausgebrütet wird.

Ob es ein Zufall ist, daß  eine Rede der israelischen Außenministerin am Beginn der Tagung stand?

Bestimmt.