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Es wird wärmer auf diesem Planeten. Sagen Klimaforscher. Und nur sehr kurzsichtige Menschen zweifeln angesichts der Augusttemperaturen noch daran… ;-)

Wesentlich mehr Menschen zweifeln an den klapprigen Simulationen, auf denen die CO2-Prognosen beruhen, und brechen in Kopfschütteln aus, wenn das Schmelzen der Gletscher ausschließlich auf menschlichen Einfluß und nicht (auch) auf zyklisch völlig normale Vorgänge in der Erdlebensgeschichte zurückgeführt wird. Die reine Fokussierung auf „Treibhausgase“ ist sicher Unfug.

Aber auch wenn man an den Details zweifeln mag: die „Global Warming“-Hysterie hat ihr Gutes. Familie Bush, bislang eher im Blut&Öl-Geschäft tätig, kauft sich in großem Stil ins Ethanol-„Bio“-Versteppungsgeschäft in Südamerika ein (die halbe PNAC-Camarilla übrigens gleich mit im Schlepptau), und die Wirtschaft wird kräftig angekurbelt, weil jeder, dessen Wagen mehr als X Gramm CO2 rauspustet, nun dringend ein neues Auto kaufen soll – und keiner mehr über komplizierte Dinge wie Energiebilanz und Herstellungs-/Entsorgungsfaktoren redet.

Selbstverständlich ist das meiste dabei Quatsch und die hohe Kunst, aus allem ein Geschäft zu machen, Steuern zu schinden oder sonstwie Schindluder zu treiben.

Aber es gibt auch wirklich positive Seiteneffekte: nachdem alles „Grüne“ über viele Jahre hinweg wieder ins „Spinner„-Ghetto geblökt wurde, zeigen die Massenmedien mit der Erwärmungspanikmache, was sie bewirken könnten, wenn sie endlich mal ihr Rückgrat entdecken und sinnvolle Dinge in die von ihnen vorgewaschenen Hirne der Masse prügeln würden.

144-gratistours_241x150.gifDenn allenthalben sprießen Klima-Initiativen aus dem Boden. Oft nur dümmliche PR-Gags, oft blinder Aktionismus, oft aber auch ernstgemeinte Aktionen von Menschen und Unternehmen, die anfangen, aufzuwachen – und sich Gedanken machen, was man Positives dazu beisteuern könnte, damit die Menschheit sich nicht unnötig früh den Planeten unterm Hintern wegsprengt.

Sanftes, ökologisches Reisen ist dabei schon lange ein Thema – für eine kleine, denkende Minderheit. Jetzt steigen aber auch Mainstream-Anbieter auf das Thema ein – wie das Last-Minute-Portal Gratistours.com mit seiner „Klasse Klima“ Initiative.

„Klasse Klima Initiative“ – Jesus, das klingt nach Anlaß für eine Satire, allein schon von der alliterierenden Wortwahl her, und ob ein Last Minute Anbieter klasse Klima schaffen kann… hmmmm…. Die Tourismusbranche ist nicht fürs kritische Denken bekannt, wohl aber dafür, jährliche Lemmingsbewegungen in Gang zu setzen, die Millionen Tonnen Schadstoffe in die Luft und auf die Strände befördern… Als ich die Rezensionsanfrage in meinem Postfach sah, rieb sich jedenfalls der Bösewicht in mir die Händchen und witterte eine Gelegenheit zum Bosheitenschreiben. ;-)

Aber ich habe es mir anders überlegt.

Warum?

Ich finde die Initiative nett. Und gut. Und nötig.

Natürlich – alte Baumumarmer und Öko-Profis wie unsereins werden nicht viel neues finden in den Klimatips, die Gratistours auf seiner Website seinen Kunden und Besuchern zur Verfügung stellt (gut und richtig sind die meisten davon trotzdem).

gold_standart_logo.gifUnd der Handel mit CO2- und sonstigen Emissionszertifikaten, wie ihn (ein wenig positiver benamst natürlich) der Kooperationspartner von Gratistours bei dieser Aktion, die schweizerische Gold Standard Foundation, betreibt (nein, sie selbst handeln nicht, ist eine Non-Profit Foundation – sie vermitteln nur) ist eine höchst strittige Angelegenheit. Fast so wie der Ablaßhandel in der guten alten Christenzeit, die unsere Unionsparteien gerade wieder einführen wollen…

Aber was solls!

Es geht darum, daß Otto Spaßgesellschafter und Anastasia Klingelton, die sich NIE auf Seiten wie die meiner Elfenwald Foundation verirren würden und Greenpeace für beknackt halten (na gut, das tue ich auch, jedenfalls teilweise…), beim Buchen ihres nächsten Malle-Aufenthaltes über solche Themen stolpern. Ob es dann anschlägt und etwas in Bewegung setzt – weiß man nicht. Zweifel durchaus erlaubt. Aber unterschwellig wird ins medientranceverdumpfte Gehirn etwas eingepflanzt: „Ey Aldä, unser Reisebüro schreibt jetz auch schon sowatt mit Energiesparen und Klimaschutz und so. Ob da woll doch wat dran is???“.

Vielleicht arbeitet es dann. Manche Hirne brauchen länger. Aber irgendwann werden vielleicht ein paar der Klimatips umgesetzt. Besonders die, die helfen, nebenbei auch noch ein paar Kröten zu sparen, die man dann wieder in den (naja, nicht ganz so klimaneutralen) nächsten Pauschal-Last-Minute-All-Inclusive-Urlaub investieren kann….

Mir ist jede propagandistische Flankenunterstützung recht, wenn es darum geht, Menschen zu erreichen, die Vernunftsargumenten oder mühsamer Informationsaufnahme eher abgeneigt sind. Deshalb: auch wenn vieles an dieser Initiative sicher PR-Charakter hat und an der Oberfläche bleibt – egal. Hilft alles.

Und die Energiespartipps für Hotels, die Gratistours ebenfalls auf ihrer Website anbieten, sind auch nützlich. Jede Kilowattstunde hilft.

Auch wenn es fragwürdiges Reparaturdenken ist, mit Klimaschutzspenden die Energieverschwendung eines Charterfliegers ausgleichen zu wollen – auch hier gilt: lieber nach einer Spende fliegen als ohne diese.

Sympathischer Zug dabei : Gratistours verdoppelt jede Spende, die ihre Kunden rausrücken – zumindest bis Ende September. Falls also jemand gerade noch höchst „klimaneutral“ zum kurzentschlossenen Herbsturlaub irgendwo hinjetten möchte – nur zu, und ordentlich gespendet! (ähm, das dürft Ihr natürlich auch oder zusätzlich bei mir tun, Elfenwald ist Klimaschutz pur, und etwas tiefergreifend, wenn ich das so anmerken darf…)

Langer Rede kurzer Sinn: mich freut es, wenn zunehmend – wie ja auch in der Lohas-Bewegung und anderen Trends – Mainstream-Anbieter anfangen, Lifestyle und normales Konsum- und Anspruchsdenken mit Umweltaspekten und mehr Bewußtheit zu verknüpfen!

Puristen mag das zunächst mal anrüchig sein, und im Einzelfall wird man durchaus auch ein wachsames Auge auf abwegigen „Klimaschutz“ (wie den kurz angerissenen Ethanol-Monokulturen-Wahnsinn…) werfen. Aber im großen Bild und für die langfristige Entwicklung ist es gut, Bewußtseinssamenkörner möglichst breit zu streuen. Dafür sind Hardcore-Ökos wie unsereins ungeeignet – wir provozieren viel zu viel Widerspruch.

Ein Last-Minute-Portal nicht. Besten Dank daher an Gratistours.com für diese Initiative! Möge sie mit der Zeit noch mehr Substanz ansetzen und durch mehr Angebote im Bereich „sanfter Tourismus“ und sonstige Aktionen ergänzt werden.

Nachtrag: die Rolle von The Gold Standard habe ich in der relativ kurzen Zeit, die für diese Rezension zur Verfügung stand, nicht sauber nachrecherchieren können. Mein Bauch sagt mir, daß ich da noch mal genauer nachsehen sollte. Ich werfe in den nächsten Tagen noch mal die Suchmaschinen an, rühre in der Gerüchteküche und werde dann hier noch mal einen Nachtrag plazieren, wie weit diese Schweizer Foundation „clean“ ist – oder nicht.

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