17. Feb 2008
Noch nicht gar so lang ist es her, da wurde mit Gewalt und Viren, Alkohol und Religion, Lügen und gebrochenen Verträgen ein Kontinent untertan gemacht. Und eine uralte Kultur so gut wie ausgelöscht.
Die Nachkommen der Täter, der religiösen Irren, Schatzsucher, Sträflinge, Freiheitsträumer, Kolonisatoren und Wirtschaftsflüchtlinge von damals nehmen heute das Privileg in Anspruch, das “freieste Land der Welt” zu sein und den Rest der Welt nach Belieben wahlweise zu “befreien” oder zu zerbomben. Und ihr eigenes Land hat sich in den Fängen der PNAC/Halliburton-Camarilla längst in ein Zerrbild von “Freiheit” verwandelt.
Und das, was von den “Indianern” noch übrig ist? Meist ein trauriger Anblick. Was sich ändern könnte in Zukunft.
Eine der ältesten und stolzesten unter den Indianernationen hat sich kurz vor Weihnachten von den USA unabhängig erklärt und die “Republic of Lakotah” ausgerufen.
Während die freie Presse über das Wettgrinsen bedeutungsloser Handpuppen von Obama bis Hillary und Jesus F. HuCkleberry berichtet und jede andere “Unabhängigkeitsbewegung”, sofern von den USA abgesegnet und zu Bürgerkriegs- und Machtgewinnzwecken nützlich (siehe die Farce um “Wag the Dog”-Kosovo), bejubelt und breittritt, wurde der (einstweilen nur symbolische) Akt der Lakotha von praktisch allen relevanten Massenmedien schlicht ignoriert.
Egal wie die Chancen stehen, daß ein potentiell wirklich freies Land auf dem Boden des nordamerikanischen Kontinents entsteht - die Lakotha verdienen jede Beachtung und Hilfe, jeden positiven Gedanken und jede noch so kleine Mitarbeit, die aufzutreiben ist. Ihrem Begehren stattzugeben, wäre ein seltener Anflug von Weisheit und Anstand seitens der US-Regierung. Und ein kleines Schäufelchen Karma-Reduktion…
Wer sich einbringen mag:
die offizielle WebSite findet sich unter www.republicoflakotah.com mitsamt einem zunehmend lebendigen Forum, ein recht tendenziöser Wikipedia-Artikel bietet einiges an Hintergrund und Querverweisen, und solange das Video bei YouTube bleibt, könnt Ihr gleich hier das Statement von Russell Means einer der prägenden Persönlichkeiten dieser Bewegung und ein “Ältester” der Lakota, ansehen und hören:
Link: www.youtube.com
2 Kommentare zu "Indianerträume - Republic of Lakotah"
danke martin - hier ein update
Petition zur "Anerkennung der Republik von Lakotah"
Russel Means, Hauptvermittler für die wiedergeborene Republik Lakotah (früher bekannt als die Sioux Nation der Indianer) ist diese Woche (ab 18.2) in Washington DC um sich mit Diplomaten von mehr als einem Dutzend Länder zu treffen.
Means wird den Nationen der Welt die Petition zur "Anerkennung der Republik von Lakotah" präsentieren.
Die Petition wird gestützt von rechtswirksamen Dokumenten die sowohl internationales als auch geltendes Recht der Vereinigten Staaten zitieren und einen in hohem Grade überzeugenden Grund für die Unterstützung der Unabhängigkeit der Republik von Lakotah liefern.
Eine Kopie der Petition ist hier zu finden:
http://www.republicoflakotah.com/docs/Petition.pdf
Means sagte "Man benötigt keinen Anwalt des internationalen Rechts, um zu sehen, dass unsere Unabhängigkeit nicht in Frage zu stellen ist; es ist offensichtlich für jeden der Geschichte lesen kann."
Die Washington Post hat einen Reporter und einen Fotografen für die ganze Woche gebucht, um Means und den vorläufigen Generalstaatsanwalt der Republik von Lakotah, Gerald (Jerry) Collette, bei ihren Botschaftsbesuchen zu begleiten.
Andere Mitglieder der Presse sind ebenso willkommen die Botschaftstour zu begleiten, oder sich mit Russel Means für ein Interview zu treffen, während er sich in Washington DC aufhält.
Means war Teil der Delegation "Lakotah Freiheit", welche vor zwei Monaten in Washington DC mitteilten, dass die Lakotah alle Verträge mit den Vereinigten Staaten kündigen.
Dem US State Department und verschiedenen Botschaften wurde ein Portfolio übergeben. Seit diesem Tag hat sich die Wirkungskraft der Lakotah Unabhängigkeit wie in einem Scheeballsystem vergrössert.
Means sagte, "Freiheit ist ein natürlicher Zustand des Menschen. Sie kann nicht aufgehalten werden"
Ergänzend hier ein Interview, das ich mit Russell Means führte und ein weiterer Artikel:
http://www.cainkuelbel.de/html/republic_of_lakotah.html
Anmerkung MH: Schön zu sehen, daß sich noch andere des Themas annehmen! Danke für den Link! (Jürgens Seite scheint übrigens auch sonst ganz lesenswert zu sein… und bezeichnend, daß kritische Schreiber mittlerweile für syrische Zeitungen arbeiten, *lach*)
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