Ein kurzer Lebenslauf soll einstweilen genügen und illustriert meinen Weg zum Elfenwald-Projekt und meinen recht vielfältigen Hintergrund.
Weitere selbstdarstellerische Eitelkeiten folgen später… ;-)
Geboren: 1968 in Wuppertal
(für die Hobby-Astrologen ;-) : 30.1., Zeit weiß man nicht mehr so genau, vermutlich so zwischen 18 u. 19 Uhr).
Auf diversen Schulen recht beiläufig und nie wirklich gefordert den Lehrplan verkonsumiert, zuletzt an der Internatsschule Birklehof in Hinterzarten, wo ich wegen der dortigen Musikförderung und meines damals sehr intensiven und recht passablen Cello-Spiels ein Stipendium hatte.
1987 Abitur, dank eines bürokratischen Zweitkorrektors, der meinen polemischen Deutschaufsatz verriß, leider nur mit 1,3er Schnitt… *grins* Neben der Musik war ich auch politisch recht aktiv, Mitglied der Grünen (von denen ich mich längst mit Grausen abgewandt habe…), fleißig in der Friedensbewegung während der “Nach”rüstungsdebatte und Aktivist gegen die damalige Volkszählung.
1987-89 Zivildienst in der Individuellen Schwerbehindertenbetreuung (ISB) in Heidelberg. Erste zaghafte Publikationen - Lyrik in einer Anthologie…brrr…
Studium der Physik, Philosophie und Allgemeinen Rhetorik in Tübingen. Erstere zwei, weil ich zu viel Stephen Hawking gelesen hatte und ihm nacheifern wollte - was weder bei der philosophischen Fakultät noch bei den Physikern auf besonderes Interesse stieß und nur mit Sondergenehmigung überhaupt zu kombinieren war, Interdisziplinäre Studien waren damals den meisten Universitätsverwaltungen noch ein Graus. Letzteres belegte ich wegen Walter Jens - doch der war quasi unsichtbar am Lehrstuhl, und mit seinen Statthaltern konnte ich nicht viel anfangen. Ansonsten sei, was Tübingen und seine Uni angeht, auf einen Roman einer alten Freundin verwiesen: Britta Stengl, “Stiftlingen” - dort ist alles gesagt, was zu sagen ist. Das Beste dort war das Universitätsorchester, das unter Alexander Sumski beachtliche Höhen erreichte, und wo ich noch einmal sehr intensiv musizierte.
Vermehrte Reisetätigkeit, Tramptouren durch Frankreich und Spanien, Wanderungen in den Pyrenäen, in Island und zunehmend dann Skandinavien - ein Artikel über eine Solo-Wanderung durch den Sarek-Nationalpark brachte mir den Einstieg beim Rotpunkt-Verlag, ein Praktikum bei der Zeitschrift “Outdoor” - und den Studienabbruch, da mir das Scheine-Abhaken zu öd war und ich lieber seither permanent und in Eigenregie meine Studien verschiedenster Gebiete fortgesetzt habe - ergänzt durch ein paar Seminare hier und da an der LMU München und der von Jesuiten geführten Hochschule für Philosophie ebendort.
Bis 1994 arbeitete ich für Outdoor, hatte ein eigenes kleines Redaktionsbüro in München, Schwerpunkte waren Ausrüstungstests (Leitung von Testteams, Koordination und Überwachung von Labortests)/ Kontakte zu Handel und Herstellern.
Maßgeblich an Konzeption und Markteinführung zweier neuer Produkte beteiligt (”Outdoor Professional News” - Fachhandelszeitung, “Outdoor Special” - Ausrüstungs”bibel”, Marktübersicht). Nebenbei Betreuung/Ausbau der verlagsinternen EDV.
Dann kam der erste Crash, ausgelöst durch das Scheitern meiner “großen Liebe” - ich erspare mir und Euch die Details. Längeres Vegetieren, Überschuldung, Wohnungsverlust, unterbrochen von hyperaktiven (nicht allzu erfolgreichen) Höhenflügen - dann setzte recht schnell bürgerlicher Selbsterhaltungstrieb ein und ich fing auf neuem Gebiet neu an.
Hard- und Software-Vertrieb bei Schadt Computertechnik, stellvertretender Filialleiter, Schwerpunkt Firmenkundengeschäft. 1996 bekam ich ein Angebot, als Projektleiter bei der Mindware GmbH, einer indisch-deutschen Softwarefirma, einzusteigen. Was ich tat, bis 1998, wo sich unsere Mutterfirma langsam aber sicher aus dieser Welt verabschiedete.
Es folgte ein kurzes Intermezzo als Chefberater im technischen Marketing bei der Integrata Unternehmensberatung in Tübingen. Ich sollte das Dienstleistungsportfolio im Internet- und Multimediabereich gestalten, was auch geschah - allerdings wurde die Integrata von der französischen Unilog übernommen, und die Franzosen stampften den Bereich erst einmal mitsamt meinen Konzepten ein. Ich quittierte und freiberuflerte eine Zeitlang als Trainer und Berater.
Der Abschluß meines angestellten Berufslebens waren ein paar Jahre als deutscher Produktmanager (mit teilweise europäischen Kompetenzen) für Primus Telecommunications, einen internationalen Internet-Provider und Backbone-Reseller.

Auch ich war einmal eine Visitenkarte… ;-)
Dann setzten massive Veränderungen und innere Prozesse ein. Ich hatte zu tiefe Einblicke in die Praktiken im Inneren des wirtschaftlich-politischen Komplexes gehabt, um NICHT depressiv zu werden… dazu die False-Flag “Anschläge” von 9/11, die daraus resultierenden Angriffskriege und der internationale Abbau von Demokratie und Bürgerrechten… lange Recherchen im Umfeld von “Verschwörungstheorien” (die allzu oft keine Theorien sind), den Verflechtungen zwischen Religion/Okkultismus, Wirtschaft und Politik… und noch so allerlei.
Ich glaubte nicht mehr daran, innerhalb “unseres” “Systems” sinnvoll arbeiten zu können, psychisch wirkten der Tod meiner Eltern und diverse innere Umwälzungsprozesse nach - und so war auch der Versuch einer Unternehmensgründung nur halbherzig und nicht sehr erfolgreich und hatte hauptsächlich zur Folge, daß ich meine letzten ohnehin eigentlich nicht vorhandenen Reserven verbriet.
Mitte 2003 war ich einerseits “am Ende”, andererseits bereit für einen fröhlich-radikalen Neubeginn, und so verabschiedete ich mich aus dem bürgerlichen Leben und begann mein Halbnomadendasein.
Ich zog mit halb-seßhaften Unterbrechungen mehrere Jahre durch Deutschland, Frankreich und die Schweiz, mit Fahrrad und Anhänger, altem Laptop und Solaranlage - ein High-Tech-Landstreicher sozusagen. Ohne Geld, mit ungültigen Papieren - und auch sonst recht frei. Teils eine sehr harte Zeit - aber lehrreich und zwischendurch deutlich glücklicher als zu hochbezahlten “Manager”-Zeiten.
Anfang 2004 wurde während dieser Reise die Idee zu Elfenwald geboren.
Den “Rest” kann man nun “life” miterleben…
Vor kurzem habe ich entschieden, daß mein Fell wieder dick genug ist, um mich mit unserem “System” wieder etwas näher einzulassen - ich bin also gerade dabei, meine Existenz wieder etwas regelkonformer und bürgerlicher zu gestalten. Ausschlaggebend dafür war einerseits die Erkenntnis, daß man wirtschaftlich so nicht durchkommt, zumindest nicht, wenn man nicht nur überleben, sondern etwas bewegen will, zum anderen haben sich Anfang 2008 Perspektiven ergeben, das Elfenwald-Projekt bzw. ein Vor-Projekt doch in Deutschland zu realisieren. Und das geht nur, wenn ich hier offiziell handlungsfähig bin.
P.S.: gelegentlich bekomme ich aufgrund meiner Erfahrungen Job-Angebote bzw. Headhunter-Anfragen. Deshalb kurze Klarstellung: für “normale” Jobs bin ich nicht mehr geeignet. Wer dagegen im persönlichen Bereich (”Aussteiger-Coaching”, Selbstentwickung, Brainwave-Entrainment, etc.) oder als Unternehmen (z.B. in Richtung nachhaltigere Produktpolitik, unabhängiger externer Co-Productmanager, der mal ohne betriebsblinden Tunnelblick über die aktuelle Produktpalette drüberbürstet, alternative Formen des Wirtschaftens, etc.) an Beratung/Consulting interessiert ist: ruhig mal anfragen!
P.P.S.: für die Social-Networking-Junkies - im Netz bin ich gewöhnlich unterwegs als “Elfenwald”, “BrainWaver” oder “MooDaKoo”. Früher auch als “TheMonk” oder “Eremit”. (Was natürlich nicht heißt, daß jedes Cyberwesen unter diesen Aliasnamen tatsächlich mit mir identisch ist.)