Ist irgendjemandem das merkwürdige Zusammentreffen aufgefallen? Das Regenwolkenradar des deutschen Wetterdienstes meldet eine „Geisterwolke“ im Gebiet der nördlichen Elbe (siehe Spiegel-Meldung mit Kurzinterview hier), und kurz darauf scheppert es tornadotechnisch in Hamburg in einem Ausmaß, wie man es sonst nur aus den USA und anderen Bananenrepubliken hört…?! Ging da wohl mal wieder ein kleines Experiment daneben? Zumindest interessant.

Aber wenden wir uns angenehmeren Dingen zu: die Beweise für die Vogelgrippenpandemihihie bei Husum liegen jetzt vor… 


OK – vielleicht findet Ihr das nicht einmal witzisch, aber ich mußte heftig lachen…
Radelte von Husum zurück und sah am Rand des kleinen Deichweges ein totes Vöglein liegen.
Es war sehr offensichtlich mit einem Auto zusammengerasselt und daher aus dieser Welt geschieden. Obendrein hatte Fuchs / Katz / Waschbär sich den Kopf abmontiert und einverleibt.


Kopflos – Vogelsterben bei Husum!
Die Pandemihihie ist da!


Und vor meinem inneren Auge sah ich Wahnsinnige in Raumanzügen anrücken, die Fernsehkameras im Tross. Das Vöglein wird ausgiebig in die Linse gehalten und in einen vakuumierten Leichensack verstaut. Anschließend zerstückelt und ins H5N1-Creativlabor auf Riems und ins Europäische Referenz“labor“ nach England verschickt. Und dort finden brave Wissenschaftler mit Sicherheit, was sie finden sollen. Und Stunden später (oder auch früher – „Tomorrow’s News Today“ – wir erinnern uns) berichtet selbst der Nordfriesische Kreisbote, daß die „Seuche“ nun auch den Nationalpark Deutsches Wattenmeer erreicht hat und alle Katzen erschossen werden müssen, weil mutmaßlich eine von ihnen den verseuchten Vogelkopf gefressen hat. Und alle Jäger Eiderstedts ziehen, mit orangen Mützchens und Westchens gegen die betrunkenen Vizepräsidenten dieser Welt gesichert, durch die Salzwiesen und pumpen alles, was sich bewegt, mit Blei voll…

Aber nichts von dem wird geschehen, denn es gibt keine Seuche, und nur ich habe das Vögelchen kurz in die Linse meiner Kamera gehalten und anschließend behutsam wieder im Graben deponiert. Die Plastiktüte trage ich übrigens nicht wegen der Vögelgrippe, sondern weil Leichengift ziemlich pfuih ist.

Und neben dem Tod spielte das Leben, wie es sich gehört.

Mähhähäää – ein paar Bilderchen von meinen geliebten Deichschafen. Leider wars so windig, daß man selbst bei 1/250 noch verwackelte, deswegen sind die nettesten Aufnahmen etwas unscharf geworden.

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