18. Aug 2008
Heute habe ich ihn ausgesetzt. Er ist einer von denen, die gekeimt haben. Zeit hat er sich damit gelassen, im Halbschatten hinterm Wohnwagen, wo die Erde in den Saatschalen nicht so verbrennt. Hatte gar nicht mehr gedacht, daß er noch austreibt - aber plötzlich war da dieser Mini-Baum in einem der Plastiktöpfe.
Nun hat er seinen Platz im Himmelreich bekommen und darf wachsen, solange und so hoch er mag.
Vielleicht wird er einmal so groß wie seine Ahnen, die alten Gingko-Bäume von Hiroshima, die den Massenmordtag 1945 aus der Nähe erleben durften - und überlebten. Zähe Burschen.
Diesem hier werden ähnliche “Höhepunkte” in seinem Leben hoffentlich erspart bleiben. Doch die Eichen, die Birken und der Gingko des Himmelreichs - ach, jede Fortsetzung dieses Satzes würde unziemliches Pathos beinhalten. Sie werden wachsen, jedenfalls. Noch lange.
3 Kommentare zu "Der kleine Gingko-Baum"
was ? schon wieder kontaminierende gewächse ?
ginkos im himmelreich ?
und das muss ich via internet erfahren ?
omg.
;-)
bitte sach bescheid bevor du alligatoren anzüchtest !
…sobald die Frösche im Bottich groß genug sind, geht dat los mit den jungen Handtaschen ;-))
…und das kurze Gingko-Leben fand bereits durch Hand/Gebiß eines mißgünstigen (oder auf ausländische Spezialitäten versessenen…) Wesens ein Ende.
Vielleicht war ihm der Ort auch nicht genehm. Bäume können halt nicht einfach abhauen, wenn es ihnen irgendwo doch nicht gefällt, und müssen dann entweder eingehen, oder ein verfressenes Reh rufen… ;-)
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