Wat kümmert mich ming Jeschwätz von jestern?“ – eines der wenigen ehrlichen Zitate, die von Adenauer, dem ersten Kanzlerdarsteller der BRD, überliefert sind.

Bei mir verhält es sich nicht ganz so, aber das, was ich vor 1 1/2 Jahren über das Ende von „Elvish Rantings“ schrieb, hat sich zumindest teilweise ebenfalls erledigt.

Nicht von der Grundtendenz her. Aber wie alles, was man wirklich verinnerlicht hat und „beherrscht“, darf ich nun auch dieses etwas flexibler handhaben und Ausnahmen machen.

Dazu kommt, daß die Welt es in den letzten Monaten einfach übertrieben hat.

Osama starb vor langem an einer Überdosis Alkohol und Sex auf einer Ranch des Bush-Clans...

Selbst die nicht unbedingt politische Gamer-Szene lacht nur noch über die Propaganda

Vom japanischen Tschernobyl bis zu dieser zwielichtigen Wikileaks-Inszenierung. Vom afghanischen Stalingrad bis zur irrealen Propaganda-Show der angeblichen Osama Bin Laden-Ermordung. Vom mißglückten Weltuntergang am 21. Mai über den Plagiats-Baron Gel zu Guttenberg bis zur neuen „Wir kämpfen jetzt auch ganz offiziell weltweit für die Interessen der Konzerne“Verteidigungsdoktrin der Bundeswehr. Von sauren „EHEC“-Gurken bis zur Zerschlagung, ähhhh, „Privatisierung“ der letzten halbwegs autonomen Staaten in Europa. Und vieles mehr.

Das hält man alles einfach in Kopp und Herz nicht aus, wenn man sich nicht entweder permanent die Kante gibt, oder wenigstens gelegentlich mal verbal Überdruck abbaut.

Insofern: wenn’s mal wieder gar zu übel ist und ich selbst hier im vergleichsweise friedlichen und freundlichen paraguayischen Exil nicht an mich halten kann, werde ich gelegentlich ein paar Bosheiten absondern.

Muß einfach sein. „Alternativlos“, sozusagen.

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