Archiv vom November 2007

Schönheit der Erde.

Während ich dabei bin, meine Entwicklungen der letzten Zeit, die sich höchst positiv anfühlen, aber sich noch ausklamüsern und entfalten, in Worte zu fassen für ein längeres Update hier – sollt Ihr nicht darben… ;-)

Eine neue Rubrik, die mit einer heute „zufällig“ entdeckten Seite und den wunderbaren Photographien von Nick Brandt eröffnet wird.

Schönheit der Erde. Damit wir nicht ganz vergessen, wo wir sind, und warum wir uns eigentlich manchmal so aufregen über das Treiben gewisser skrupelloser Schweinebacken. Und warum wir neue Wege finden und gehen.

Mich haben diese Bilder sehr berührt, besonders die „Elephant Ghostworld“. Genießt sie. Ein Klick auf den Eli unten bringt Euch hin.

01_Elephant-Drinking.jpg
Photo: Nick Brandt
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Kurzer Hinweis: seit ein paar Tagen ist eine neue Social-Networking-Plattform online. Eine, die im Gegensatz zum 746sten rein kommerziellen StudiVZ-Klon, einen Blick oder auch eine Anmeldung und aktives Mitmachen wert sein dürfte.

Utopia.de

Grundansatz der Macher, die professionelle Werbeleute und im Vergleich zu mir durchaus „normal“ sind: jeder Euro zählt. Wo wir ihn ausgeben, an wen, und wofür. Wir bestimmen, welche Unternehmen unser Geld bekommen – zumindest beim freien Konsum. Damit läßt sich steuern, damit lassen sich positive Ansätze fördern.

Entstanden ist über die letzten Monate eine gut gemachte Community-Plattform, die noch einiges der üblichen Social-Networking-Funktionen vermissen läßt und sicher ausbaufähig ist, aber mit Power, guten Leuten und tragfähiger Unterstützung auf einem guten Kurs ist!

Know-how, nützliche Tips, bald über 2000 User, darunter Namen, die man gerne neben dem seinen stehen hat (und auch einige, auf die man verzichten könnte, wie Herrn Ex-„Umwelt“-Minister Töpfer…), da bewegt sich was!

Das Ganze sehr glatt, professionell, z.T. mit sehr hinterfragenswerten Ansätzen (wie den CO2-Ablaßhändlern von Prima-Klima… aber was solls, wenn sie Bäume pflanzen, schadet das nicht…) verbandelt und mainstream-tauglich – aber dadurch vermutlich für viele, die mit Ansätzen wie den meinen gnadenlos überfordert sind, brauchbar und anregend.

Alles in allem gute Initiative, so weit ich das beurteilen kann. Unterstützen, indem Ihr Euch anmeldet (und ggf. sogar aktiv einbringt, aber nackte Mitgliederzahlen sind auch wichtig!).

Oh – und wenn Ihr Euch anmeldet: natürlich den Benutzer mit der ID „Elfenwald“ (wer das wohl ist…?) zu Euren „Freunden“ hinzufügen – auch ich nutze diese Plattform, werde gelegentlich dort schreiben, und dort ein wenig Networking und PR betreiben ;-)

P.S.: Nachtrag – nein, meinen Account findet man dort nicht mehr. Nicht, weil ich Utopia ablehne, sondern weil für mich mittlerweile andere Wege hier in Paraguay dran sind. Und weil ich zum Thema „Nachhaltigkeit“ eine sehr klare und beinharte Ansicht vertrete, für die auch Utopia.de zu mainstreamig und weicheierig ist: Nachhaltigkeit ist quatsch, solange nicht knochenhart an einer Verkleinerung der Menschheit gearbeitet wird. Mehr dazu im Artikel Nachhaltigkeit im Elfenwald-ABC.

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Hans Leyendecker, seines Zeichens ein nicht ganz unbekannter Journalist (früher Spiegel, aktuell SZ), hatte sich neulich in einem Interview höchst entlarvend über sein Verhältnis zur Politik und politischen Bloggern ausgelassen. Ein hübsches Exemplar seiner Kaste und wahrlich beispielhaft.

U.a. verlautete aus seinem berufenen und sich bei diesem neuzeitlichen Thema mehrfach verheddernden Munde über die bösen Blogger:

„Nur ich find, in Deutschland (das was ich jedenfalls sehen kann) ist eine unglaubliche antidemokratische, antiparlamentarische Form, die eigentlich von der Vorverachtung lebt.“

Oder auch:

„Leute, die in Blogs schreiben, sind zum Teil antidemokratisch. Es gibt eine Vorverachtung für jedermann. Ein Großteil der Blogs, die ich lese, ist zynisch, ist verachtend, ist böse, ist gegen jedermann.“

Irrtum, Herr Leyendecker. Oder besser gesagt – was hat Er denn gedacht?

Gut, Leyendecker selbst gehört sicher noch zu den Profilierteren, hat durchaus ein paar Leuten auf die Zehen getreten, und hat, von seinem undurchsichtigen Rückzieher in Sachen Grams/Bad Kleinen abgesehen, vergleichsweise viel Rückgrat gezeigt.

Doch hätten er und seine Kollegen sich nicht jahrzehntelang an die diskreten Spielregeln des gepflegten „gesellschaftlichen Diskurses“, den Leyendecker so vehement einfordert, gehalten, hätten sie sich getraut, gelegentlich die wirklich zentralen Fragen zu stellen, Rückgrat zu zeigen, die Wurzeln beim Namen zu nennen, statt ein paar dekorative „Skandale“ hochinvestigativ und auflagenträchtig „aufzudecken“, klar Stellung zu beziehen, was den Weg dieses Landes angeht – dann wäre die Situation heute vielleicht eine andere, und ein paar Blogger schrieben weniger „verachtend“.

So aber? Es ist keine Vorverachtung. Es ist eine recht späte Nachverurteilung… Die Mainstream-Medien haben das Kasperltheater von der „freien Presse“ gegeben, wenig Applaus, aber langwierige Vorstellung – sie haben Pseudo-Kritik geübt und ein paar Bauernopfer geschlachtet. Doch die Grundfesten der FDGO (Zinswirtschaft, Börse, „indirekte Demokratie“, vermurkster Parlamentarismus, innige Verflechtung von Staat und Wirtschaft, etc.pp.) – die hat man ausgeklammert. Nie wirkliche, grundlegende (System-)Kritik geübt, nie ernsthaft weitergedacht.

So auch im sog. „Krieg gegen den Terror“, wo die meisten toitschen Blätter immer noch in Treue fest an der Seite der Kriegstreiber und Volksentrechter stehen.

Heute hat der antidemokratische und seine Bürger vorverachtende Deutsche Bundestag das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung durchgewunken.

524 abgegebene Stimmen, 366 JA-Stimmen, 156 Nein-Stimmen, 2 Enthaltungen.

Was dieses Gesetz (und die Agenda, zu der es gehört) bedeutet, ist jedem halbwegs informierten Menschen bekannt. Daß man sich in Sachen „Parlamentarismus“ ein paar grundlegende Gedanken machen sollte, ebenfalls. Doch nur ein (vergleichsweises) Käsblatt wie der Donaukurier brachte es fertig, entsprechend deutlich Position zu beziehen – die letzte Wochenendausgabe erschien aus Protest gegen den Überwachungswahn mit vollständig geschwärzter, freiwillig selbstzensierter Titelseite. Eine rühmliche Ausnahme.

Nein – in diesem Land, mit diesen Medien, mit dieser völlig abgehobenen Politkaste gibt es keinen Diskurs mehr. Schon gar nicht den gepflegten Wohlfühl-Diskurs mit der verdauungsfördernden kleinen Prise Skandal und Kritik, den „professionelle“ Journalisten und die in Narrenfreiheit operierenden „Volksvertreter“ bevorzugen…

Für mich hat sich die BRD heute erledigt. „Stasi 2.0“ ist kein Aufkleber mehr, ist auch nicht die Wirklichkeit – wir sind längst weiter.

Oder, um den augenscheinlich zu Altersweisheit gelangten Ex-Minister Burkhard Hirsch zu zitieren, aus einem Artikel, den er schon im April in der SZ veröffentlichte: „Die Zeit freundlicher Kritik und ständiger Mahnung, bei der Terrorismusbekämpfung Augenmaß zu wahren, geht zu Ende. Nun ist Widerstand geboten.“

Selbstredend stellt Hirsch nicht die angebliche Bedrohung durch den sog. Terrorismus in Frage, oder benennt 9/11 als den Reichstagsbrand der Neuen Weltordnung, aber immerhin. Deutliche Töne für einen Ex-Politiker…

Genutzt hat es nichts.

Deshalb verändert sich auch künftig der Schwerpunkt meines Blogs:

Ich werde mich kaum noch mit den täglichen Abartigkeiten der Politik in der BRD und ihrer gefilterten Wiederkäuung in den staatstragenden Medien befassen. Jedes Fitzelchen Energie ist da verschwendet – jedenfalls aus meiner Sicht.

Andere, wie das Politblog oder Netzpolitik.org, kämpfen und zetern wacker weiter – ich wünsche ihnen, daß sie viele Köpfe erreichen und wachrütteln.

Ich dagegen bereite die nächste Stufe vor – hier wird man künftig mehr „Konstruktives“ lesen, wenn auch nicht im Sinne von Leyendecker & Co.

Von Persönlichkeitsentwicklung über Survival und (praktischen) passiven wie aktiven Widerstand, alternative Lebensformen und fröhliche Schattenwirtschaft, spirituelle Themen, Hochtechnologie jenseits des Mainstreams, bewahrenswertes Schönes, und auch sonst so allerlei, was parallel, außerhalb und vor allem NACH diesem fehlgeschlagenen Versuch des Parlamentarismus nützlich und gut sein wird.

Auch wenn es an einem solchen Tag fast schon wieder „zynisch“ klingen mag: ich freue mich auf die Zukunft!

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Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

Bei allem Zynismus und aller Schärfe – ich bin ein kleiner Romantiker. Und ein Pyromane – Flammen sind einfach gut ;-). Ob richtiges Feuer oder wenigstens Teelicht. Oder irgendwas dazwischen.

Wortlicht - flammende BotschaftenDeshalb freute es mich, als bei Trigami ein Rezensionsangebot auftauchte für die „sprechende“ Kerze „Wortlicht“. Nanu? „Wort“?? Etwa so eine nervige „Kerze“ mit Knopfzelle im Fuß, die beim Anzünden anfängt, mit Mickey-Mouse-Stimme irgendwelchen Unfug zu trällern? *grusel*

Aber das war es nicht – zum Glück. Die Kerze ist still. Sie vermittelt das „Wort“ auf andere Weise. Also eine bedruckte Kerze? Ja – aber nicht wie die meisten, die man so kennt:

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  • Rubrik(en): Nettes
  • Katzen. Comic. Video.

    Unter sog. „A-Bloggern“ wird gern über die „Katzenbilder“ in proletarischen Hobby-Blogs gespottet… nun, ich bin kein Mitglied dieses erlauchten Kreises, auch nicht des anderen, und wenn ich Katzen poste, so liegt das nicht daran, daß mir nichts „Besseres“ einfiele, sondern entweder daran, daß die gefundene Katze einfach so SAUniedlich ist – oder daß ich grad zu viel um mich rum und in mir drin habe und Euch in der Zwischenzeit wenigstens ein wenig Schmunzeln schenken möchte… ;-)

    Dieses Katzenvideo lief mir neulich über den Weg – und ist von einem genialen Animationszeichner, der/die garantiert Katzen hat und kennt… *schnurrr*

    …und noch das passende Buch für alle „Icanhascheezburger“-Fans… ;-)

    You clickz da picshure.

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  • Rubrik(en): Nettes, Videos
  • Lachen / Denken

    Die gefährlichsten Unwahrheiten sind Wahrheiten, mäßig entstellt.
    - Georg Christoph Lichtenberg

    Das hier ist…

    "Elvish Rantings"
    Das private Blog des Menschen hinter Elfenwald.
    Martin Hoffmann
    Mehr oder minder Liebevolles, Böses und Geistreiches zum Zeitgeschehen, gemischt mit reichlich Nabelschau.
    Wünsche viel Vergnügen und vielleicht den einen oder anderen Gedanken... ;-)
    Martin Hoffmann

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