Archiv der ‘Tiere’ Kategorie

War gerade mal wieder auf russiatoday, das ich als Gegenpropaganda-Gift zum hiesigen Mainstream regelmäßig lese (interessant z.B. die Aussagen zum Vietnam-Heldenepos des Mr. McCain…).

Dabei stolperte ich über etwas, was mir bislang dort entgangen war – Wölfe. ;-)
Niedliche Videos und nachdenkliche Texte (nee, kein Russisch, der Dienst ist englischsprachig).

„It’s a cute, caring, social animal that loves wild strawberries and is afraid of living in the woods.“

Tja – weder sind die Schafe immer so nett, wie man denkt, noch die Wölfe immer so „böse“. Auch bei uns sitzen die Schadbären ja eher in der Regierung als im Wald, nur die im Wald werden tragischerweise häufiger erschossen… Aber lassen wir heute die Politik.

Gehstu guggen Wölfchen. ;-)
Bald gibts sogar Live-Video-Feeds aus den Wäldern dort. Und schon jetzt eine Galerie mit netten Wolfsbildern für den Desktop-Hintergrund (bei Power-Usern auch gerne „Bildschirmschoner“ genannt… *duckundwechrenn*)

Und hier noch’n Wolfsbuch, wunderschön, wenn auch nicht ganz billig (schon mal für den „Weihnachts“-Unfug auf Lager legen… ;-) ): „Bruder Wolf“

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Auch wenn gerade mal wieder „unsere“ gekauften und/oder grenzdebilen „Volksvertreter“ von jedem Bürger (Baby bis Greis) knapp 6.000 Euro Herrn Ackermann und Co in den blutigen Hals werfen, so als erste Anzahlung und vertrauensbildende Maßnahme – kein Grund zur Hoffnungslosigkeit.

Das scheppert, das klappert, irgendwann wird auch noch mal eine größere Menge Blut fließen – aber die Dinge regeln sich schon im Laufe der Zeit. Wie, das wird sich noch zeigen.

Aber zum Mauerneinreißen: von unserer Münchner Korrespondentin erreichen uns aufmunternde Bilder. Tierische Hilfstruppen haben mit der De-Urbanisierung begonnen. Immer miep’m Kopp durche Wand. Buchstäblich.

Buntspecht baut Häuser ab

Buntspecht baut Häuser ab

Da is jetzt nen ordentliches Loch. ;-)

Da is jetzt nen ordentliches Loch. ;-)

Da sagen wir nur: weiter so!

(herzlichen Dank an Sib für die Bilder!)

P.S.: noch ein kleiner Nachtrag zur „Weltwirtschaftskrise“ und den nun durch fast alle Parlamente dieser Welt gepeitschten „Rettungs“-Paketen, die begrifflich viel eher zwischen Volksverpfändung, Falschgelddruckerei und Schuldenermächtigungsgesetz einzusortieren wären… In den USA, üblicherweise ja nicht gerade überrepräsentiert in meinem Vorbildkatalog, gibt es noch vereinzelte Abgeordnete mit Eiern. Besonders Frauen. Im Gegensatz zur deutschen Konsens-Opposition, die sich nie eine Gelegenheit entgehen läßt, in wirklich relevanten Fragen ihre totale Rückgratbefreiung zu demonstrieren, nennen dort wenigstens noch ein paar die Dinge beim Namen, wenn sie sie schon nicht ändern können. Schön auf den Punkt bringt die aktuelle Bürgergeld-Vernichtungs-Schmierenkomödie die Abgeordnete Marcy Kaptur aus Ohio, nicht gerade als verschwörungstheoretisierende Hippie-Braut anzusehen:

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Stichwort USA… gutes Buch, abgesehen von ein paar Fehlinterpretationen des Autors bzgl. 9/11: „Invisible Resistance to Tyranny“ von Jefferson Mack. Meine für den deutschen Sprach- und Kulturraum schamlos adaptierte Version wird noch etwas auf sich warten lassen – vielleicht zu lange, wenn die Ereignisse wie vermutet eskalieren – daher hier der dringende Lesetip:


Invisible Resistance to Tyranny: How to Lead a Secret Life of Insurgency in an Increasingly Unfree World

Ein weiteres, allerdings etwas militanteres Buch ist ebenfalls nützlich auf der Festplatte oder im Regal und verinnerlicht im Kopf: Major von Dach, „Der totale Widerstand“. Ein Schweizer Major & Guerilla-Kampf-Experte. Alt, aber immer noch gut. Das Buch ist in Deutschland selbstredend verboten, eine englische Version gibts allerdings noch bei Amazon, und auch das Original ist mit Hilfe einschlägiger Suchmaschinen schnell zu verorten.

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Rehitus interruptus

…guck ich heute morgen aus dem Fenster – ich war sehr früh wach und schaue aus dem aufgestellten Wohnwagenfenster direkt ins Grüne – , vögeln da zwei Rehe im Garten… Sitten sind das…;-)

Mein lautes Gelächter führte zu einem Coitus Rehitus interruptus, die beiden guckten mit deutlichem „Na und?!?“-Gesichtsausdruck (Recht haben sie…) in meine Richtung, und fuhren dann stattdessen mit Futtern fort. Seelenruhig…

Anschließend noch mit der Kamera rausgepirscht, da waren sie am Waldrand, ließen mich problemlos auf 6, 7 Meter rankommen, und hoppelten erst von dannen, als ich mir wegen ihres höchst niedlichen Verhaltens ein erneutes Gepruste nicht verkneifen konnte…

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… und ein neuer Mythos verbreitete sich unter den Schnecken des Landes.

Ein Tabu, ein mächtiges Tabu, umgibt die Sonnenblumen und Topinambur, die zarten Keimblättchen frisch ausgesäter Pflänzlein, alles, was neu ist im Himmelreich… wer in der Nähe erwischt wird, ist verloren.

Erbarmungslos saust die Sichel der Götter hernieder und zerteilt den Frevler. Am Morgen, am Abend, und auch am nächsten Tag. Manchmal ist es auch ein Bayonett, russisches Modell, AK74… ist aber der gleiche Gott, Kumpels. Mangels Blitzen nimmt man halt, was da ist und scharf. Nur um den Komposthaufen herum ist heiliger Boden, dort ist man sicher als Schnecklein…

Nee, nee… bin ja ein Freund (fast) aller Wesen, rede mit ihnen, versuche, sie zu verstehen, ihre Bedürfnisse und meine unter einen Hut zu kriegen. Mit manchen klappt das ganz gut. Aber manche sind nicht wirklich kooperativ, und verhalten sich zudem ziemlich menschlich arschlochmäßig. Nicht etwa hier ein Blatt anknabbern, und dort ein anderes, Pflanze stehen lassen, damit morgen auch noch was da und der Mensch, Biene und Hummel sich vielleicht noch an der Blüte freuen können und die Vögel im Herbst Körner kriegen.

Nö. Nix Nachhaltigkeit. Fuck da future.

Vier Mann ran an den Stiel der Sonnenblume, unten bibermäßig rundrum annagen, fällen, dann ein bißchen Blätter und Blüten abfressen. Und tschüß.

Schleimbeutel, elende.

Irgendwie sind es obendrein sehr viele in diesem Jahr. Liegt sicher auch mit daran, daß ich hier etliches verändere, das Gleichgewicht verschiebe, Rodungen anlege, Kulturpflanzen ins Wildgewächs mische. Aber egal – es SIND einfach sehr viele. Und ich lebe jetzt auch hier, und da ich der dickste und größte bin im westlichen Bundesstaat des Himmelreichs, gilt im Zweifelsfalle mein Gesetz. Punkt. ;-)

Und da weder Igel noch chinesische Laufenten in Sicht sind, um das Gleichgewicht auf „natürliche“ Art einzuregeln, mache halt ich den „Freßfeind“. Nur ohne Fressen. Dafür wären höchstens die Weinbergschnecks zu gebrauchen, aber ich bin da nicht nach meinen französischen Ahnen geraten… und außerdem habe ich die Handvoll Weinbergschnecken, die hier unterwegs sind, gerade erst von zwei Käffer weiter mit dem Rad herbefördert („Freiwillige für das Himmelreich? Ja??? Freiwillige????!!!“), damit sie sich über die Gelege der Nacktschnecken hermachen können…

Tja, bei allem Baumumarmertum und der hohen universellen Liebe – wer lebt, und nicht nur nicht-ist, greift ein, verändert. Und regelt dann nach, so gut er kann und es versteht. Wenn es wieder ein gesundes Maß von den Kriechern gibt, kann ich auch wieder liebevoll amüsiert ihre Stielaugen und ihre bauernschlaue Art beobachten und überlasse ihnen gerne ein paar Prozent von Salat und Radieschen.

Aber im Moment übertreiben sie – und ich trainiere Härte und töte sie. Nicht gern, aber mit Ingrimm.

P.S.: ein paar Boten der Liebe werden sich sicherlich schockiert abwenden oder mahnend den Karma-Finger heben. Ist ok. Das ist der Unterschied zwischen Selbermachen mit aller Konsequenz einerseits – und (schneckenfraßfreien) Bio-Salat im Laden kaufen und sich lieber keine Gedanken machen, warum der wohl frei ist von Schneckengeknabber, andererseits… Andere Methoden sind entweder weniger effizient (wie das fröhliche Schneckenbiertrinken auf dem Bild von Michel) oder alles andere als „netter“ (wie das beliebte „Schneckenkorn“). Ich bevorzuge da das archaische „Hack-druff“. Und freue mich auf nächstes Jahr, wo sich das Gleichgewicht hier wieder eingependelt haben dürfte, und mindestens ein schmatzender Igel sich der Schnecks annehmen wird… ;-)

P.P.S.: Mittlerweile ist es wieder halbwegs erträglich, der Artikel ist ein paar Wochen alt. Aber insgesamt haben die pööösen Purschen diesen Sommer 80-90% der Aussaat abgefressen, kaum daß sie draußen war…

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Mips, der Segler

P1000540

Früher schliefst Du im Fluge, hoch oben
wo ich nie sein werd aus eigener Kraft.

Nun liegst Du auf meiner Brust,
mit gebrochenem Flügel

Kraftlos.

Bot Dir an, zu helfen
beim Übergang.

Doch Du wolltest nicht –

Leben ist noch in Dir,
und der Wille zu SEIN.

Von dieser Szene gibt es kein Bild.

Es war frühmorgens. Vor ein paar Tagen.

Abends war er zu uns gekommen – die Freundin, bei der ich momentan wohne, hatte ihn gefunden – fast tot, zausig, Ameisen bereits bei der Arbeit. Ein Mauersegler . Im Straßenschmutz und Baustellenlärm mitten in München – wohl gegen eine Scheibe geprallt oder ein Auto. Schnabel verbogen, einer der wunderschönen sichelförmigen Flügel kraftlos und vermutlich gebrochen.

Ich kannte nur ihren Ruf, habe sie oft gesehen hoch oben bei ihren atemberaubenden Flugmanövern, wußte von ihrer legendären Kunst, fast ihr ganzes Leben in der Luft zu verbringen. Vieles weiß man noch nicht – aber während ihrer rund neunmonatigen Reise nach Südafrika und zurück (sie kommen nur zum Brüten her) berühren sie vermutlich so gut wie kein einziges Mal den Boden. Jedenfalls nicht freiwillig. Diese Extremflieger „schlafen“ sogar in der Luft – verdrücken sich in vergleichsweise warme Luftschichten, oft 3000 Meter hoch, schalten dort sozusagen auf Autopilot und dösen.

Nun flog er nicht mehr….

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Wie wenig Anhänger zu bedeuten haben, begreift man erst, wenn man aufgehört hat, der Anhänger seiner Anhänger zu sein.
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