25. Aug 2008
Schon mal bewußt gehört, wenn eine Ente so richtig angenervt ist und das laut kundtut? “Waaaaaknagknaagwaagwaagnaknaknak….” - so ungefähr. Köstlich.
Ich weiß nicht, ob das neben den “Enten” des “profijournalistischen” Bordellbetriebs mit zur Namensgebung von “Duckhome” geführt hat - aber ich muß immer mal dran denken, und es verursacht mir - zusätzlich zu den Inhalten - immer wieder ein sympathiegeladenes Schmunzeln, wenn ich mich im Feedreader durch den beachtlichen Textausstoß von Jochen Hoff kämpfe ;-)
Der Mann ist gut, der Mann ist _richtig_ böse, und er schreibt sehr deutlich und mit kaum begreiflicher Energie und Daueraktivität für eine bessere Welt und gegen die irren Drohnen von Mohn/Bertelsmann & Co.
Schreibt über all die Dinge, über die ich zur Zeit nicht schreiben mag, über die aber irgendeiner schreiben muß… er ist nicht der Einzige (zum Glück - mehr in seiner Blogroll), er liegt auch sicher nicht mit allen Analysen “richtig” - aber was soll’s.
Wer also meine Bosheiten zum Zeitgeschehen vermißt: packt Duckhome in den Feedreader. Lohnt sich. Und in 85% der Fälle könnt Ihr Euch ein kräftiges, oft grimmiges, und manchmal gerührtes Kopfnicken von mir dazudenken. ;-)
9. Nov 2007
Hans Leyendecker, seines Zeichens ein nicht ganz unbekannter Journalist (früher Spiegel, aktuell SZ), hatte sich neulich in einem Interview höchst entlarvend über sein Verhältnis zur Politik und politischen Bloggern ausgelassen. Ein hübsches Exemplar seiner Kaste und wahrlich beispielhaft.
U.a. verlautete aus seinem berufenen und sich bei diesem neuzeitlichen Thema mehrfach verheddernden Munde über die bösen Blogger:
“Nur ich find, in Deutschland (das was ich jedenfalls sehen kann) ist eine unglaubliche antidemokratische, antiparlamentarische Form, die eigentlich von der Vorverachtung lebt.”
Oder auch:
“Leute, die in Blogs schreiben, sind zum Teil antidemokratisch. Es gibt eine Vorverachtung für jedermann. Ein Großteil der Blogs, die ich lese, ist zynisch, ist verachtend, ist böse, ist gegen jedermann.”
Irrtum, Herr Leyendecker. Oder besser gesagt - was hat Er denn gedacht?
Gut, Leyendecker selbst gehört sicher noch zu den Profilierteren, hat durchaus ein paar Leuten auf die Zehen getreten, und hat, von seinem undurchsichtigen Rückzieher in Sachen Grams/Bad Kleinen abgesehen, vergleichsweise viel Rückgrat gezeigt.
Doch hätten er und seine Kollegen sich nicht jahrzehntelang an die diskreten Spielregeln des gepflegten “gesellschaftlichen Diskurses”, den Leyendecker so vehement einfordert, gehalten, hätten sie sich getraut, gelegentlich die wirklich zentralen Fragen zu stellen, Rückgrat zu zeigen, die Wurzeln beim Namen zu nennen, statt ein paar dekorative “Skandale” hochinvestigativ und auflagenträchtig “aufzudecken”, klar Stellung zu beziehen, was den Weg dieses Landes angeht - dann wäre die Situation heute vielleicht eine andere, und ein paar Blogger schrieben weniger “verachtend”.
So aber? Es ist keine Vorverachtung. Es ist eine recht späte Nachverurteilung… Die Mainstream-Medien haben das Kasperltheater von der “freien Presse” gegeben, wenig Applaus, aber langwierige Vorstellung - sie haben Pseudo-Kritik geübt und ein paar Bauernopfer geschlachtet. Doch die Grundfesten der FDGO (Zinswirtschaft, Börse, “indirekte Demokratie”, vermurkster Parlamentarismus, innige Verflechtung von Staat und Wirtschaft, etc.pp.) - die hat man ausgeklammert. Nie wirkliche, grundlegende (System-)Kritik geübt, nie ernsthaft weitergedacht.
So auch im sog. “Krieg gegen den Terror”, wo die meisten toitschen Blätter immer noch in Treue fest an der Seite der Kriegstreiber und Volksentrechter stehen.
Heute hat der antidemokratische und seine Bürger vorverachtende Deutsche Bundestag das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung durchgewunken.
524 abgegebene Stimmen, 366 JA-Stimmen, 156 Nein-Stimmen, 2 Enthaltungen.
Was dieses Gesetz (und die Agenda, zu der es gehört) bedeutet, ist jedem halbwegs informierten Menschen bekannt. Daß man sich in Sachen “Parlamentarismus” ein paar grundlegende Gedanken machen sollte, ebenfalls. Doch nur ein (vergleichsweises) Käsblatt wie der Donaukurier brachte es fertig, entsprechend deutlich Position zu beziehen - die letzte Wochenendausgabe erschien aus Protest gegen den Überwachungswahn mit vollständig geschwärzter, freiwillig selbstzensierter Titelseite. Eine rühmliche Ausnahme.
Nein - in diesem Land, mit diesen Medien, mit dieser völlig abgehobenen Politkaste gibt es keinen Diskurs mehr. Schon gar nicht den gepflegten Wohlfühl-Diskurs mit der verdauungsfördernden kleinen Prise Skandal und Kritik, den “professionelle” Journalisten und die in Narrenfreiheit operierenden “Volksvertreter” bevorzugen…
Für mich hat sich die BRD heute erledigt. “Stasi 2.0″ ist kein Aufkleber mehr, ist auch nicht die Wirklichkeit - wir sind längst weiter.
Oder, um den augenscheinlich zu Altersweisheit gelangten Ex-Minister Burkhard Hirsch zu zitieren, aus einem Artikel, den er schon im April in der SZ veröffentlichte: “Die Zeit freundlicher Kritik und ständiger Mahnung, bei der Terrorismusbekämpfung Augenmaß zu wahren, geht zu Ende. Nun ist Widerstand geboten.”
Selbstredend stellt Hirsch nicht die angebliche Bedrohung durch den sog. Terrorismus in Frage, oder benennt 9/11 als den Reichstagsbrand der Neuen Weltordnung, aber immerhin. Deutliche Töne für einen Ex-Politiker…
Genutzt hat es nichts.
Deshalb verändert sich auch künftig der Schwerpunkt meines Blogs:
Ich werde mich kaum noch mit den täglichen Abartigkeiten der Politik in der BRD und ihrer gefilterten Wiederkäuung in den staatstragenden Medien befassen. Jedes Fitzelchen Energie ist da verschwendet - jedenfalls aus meiner Sicht.
Andere, wie das Politblog oder Netzpolitik.org, kämpfen und zetern wacker weiter - ich wünsche ihnen, daß sie viele Köpfe erreichen und wachrütteln.
Ich dagegen bereite die nächste Stufe vor - hier wird man künftig mehr “Konstruktives” lesen, wenn auch nicht im Sinne von Leyendecker & Co.
Von Persönlichkeitsentwicklung über Survival und (praktischen) passiven wie aktiven Widerstand, alternative Lebensformen und fröhliche Schattenwirtschaft, spirituelle Themen, Hochtechnologie jenseits des Mainstreams, bewahrenswertes Schönes, und auch sonst so allerlei, was parallel, außerhalb und vor allem NACH diesem fehlgeschlagenen Versuch des Parlamentarismus nützlich und gut sein wird.
Auch wenn es an einem solchen Tag fast schon wieder “zynisch” klingen mag: ich freue mich auf die Zukunft!
27. Okt 2007
Nein, kein Fußball. Highlander auch nicht. Neue Weltordnung. EndGame.
Alex Jones ist nicht unumstritten, schießt manchmal geringfügig übers Ziel hinaus, ist in seiner Präsentation (z.B. auf prisonplanet.com) durchaus sehr “amerikanisch”, und manchmal kommen einem sogar Gedanken, er sei hier und da oder generell als Doppelagent tätig, der gerne mal mit “Roten Heringen” um sich wirft, und bei wirklichen Hämmern nicht ganz so motiviert dabei ist - vielleicht um sein Lebenswerk nicht vorzeitig zu vollenden.
Wie auch immer und wie auch beim Klima-Thema und Al Gore: mag der Mann auch in einzelnen Punkten durchaus zu hinterfragen sein - er ist nützlich. Und er haut mainstreamtauglich den Menschen Einsichten und Einblicke um die Ohren und in die Augen, denen die meisten sonst lieber ausweichen, oder deren Zusammenhänge ihnen im allgemeinen zu komplex sind. So auch mit seinem neuesten Film “EndGame - Blueprint For Global Enslavement”. Ansehen. Trifft den Zustand unserer Welt und die Träume der Strippenzieher recht gut.
Die etwas reduzierte Version könnt Ihr Euch hier via Google-Video (die sollen ruhig mal Bandbreite für was Sinnvolles spenden…) antun:
Link: video.google.com
Wer die hochauflösende Version zum Runterladen bevorzugt: die Verteilung über Bittorrent und andere P2P-Netze ist von Alex ausdrücklich erlaubt worden, damit möglichst viele Menschen den Film sehen können (was die, die es sich leisten können, nicht davon abhalten sollte, auf seinen Seiten zu spenden, das Abo für seine Dokumentationen zu erwerben oder eine DVD zu bestellen).
Eine gut gerippte Version (Englisch) ist z.B. im üblichen “Piratennest” zu finden: http://thepiratebay.org/tor/3858797/ (WMV-Format), wer einen Demonoid-Account hat, kann dort den Film auch im Quicktime-Format (.mov) runterladen und eine für iPod optimierte mp4-Version. (Link aktualisiert, die erste iPod-Version hatte schlecht synchronisierten Ton)
(wer immer noch kein Torrent-Programm auf seinem Rechner hat: Azureus (alle Plattformen) oder utorrent (nur Windoofs). Braucht man.)
Jede Menge Seeder, sauschneller Download, hohe Qualität. Runterladen und bitte weiterseeden, das Ding gehört auf jeden Rechner, und je mehr Leute beim Verteilen helfen, desto besser! Volle DVD-Version dürfte bald kommen…
P.S.: kein Interesse an Debatten bzgl. “Womit man sich beschäftigt, das bestärkt man” - wer sich mit den schmerzhaften Fakten und Aussichten befassen will, tut es und steuert dann, jeder mit seinen Mitteln, woanders hin. Wer lieber wegsieht und Positives ohne Kenntnis des Ärgerlichen stärkt, kann das ruhig ebenfalls tun. Übrigens hat Jones wie immer ein paar grobe Fehlinterpretationen drin (UNO, Nachwuchsthematik, etc.) - ums Selberdenken und Mosaik-Spielen kommt man in diesen Zeiten leider bei niemandem herum.
P.P.S.: nochmal für die Ängstlichen, die Schnüffler und die ScHandlanger der Filmindustrie - JA, das Verteilen und Herunterladen dieses Films ist vom Autor genehmigt und legal, und damit auch meine Links zu pöööösen “Piraten”-Seiten. Auch der Besitz von Filesharing-Programmen und deren Benutzung ist NOCH legal (nur das Herunterladen illegaler Kopien nicht), auch wenn Angstmacher und Lobbyisten immer gerne etwas anderes verzapfen. Also Abmarsch, runterladen, ansehen, weiterverteilen!
26. Okt 2007
Mal wieder ein pro-amerikanischer Link ;-) - denn schließlich gibt es “da drüben” immer noch eine große Zahl guter Menschen mit Rückgrat. Und die stehen zunehmend auf.
In einer spektakulären Aktion, die in den Mainstream-Medien nur gebührend abgespeckt und abgewertet vermeldet wurde, haben die Frauen von CodePink Madame “Supertanker” Rice mit ihrer wahren Identität konfrontiert…

Ausführlicher Bericht mit Bildern und Videos, auch von der üblichen “robusten” Festnahme der Aktivistinnen, die teils schon für ein Peace-Zeichen abgeführt wurden, im PolitBlog. Danke, Pony. ;-)
21. Okt 2007
Erinnert sich noch jemand an diesen Ex-Grünen Vorglüh-Schäuble? Otto Schily? Anwalt?
War schon immer für recht eigenwillige Sichtweisen und Doppelagententum bekannt. Gerade hat er mal wieder verlauten lassen, was er (und viele andere) davon halten, Abgeordnete des Deutschen Bundestages zu sein. Ist er nämlich immer noch.
Das sei ja eigentlich “kein” Beruf”, so Schily wohl dem “Spiegel” gegenüber. Dazu noch ein paar krause Anwaltsschwurbeleien, die (nicht sehr schlüssig) nahelegen sollen, das sei keine Nebentätigkeit, was er da so immer noch als Anwalt treibt. Auch wenn er für ein paar Monate 140.000 Euro weggesteckt hat, und den Bundestagspräsidenten von diesem kleinen Zubrot zu unterrichten vergaß.
“Angaben über Einzelheiten meiner Anwaltstätigkeit sind mir auf Grund meiner anwaltlichen Verschwiegenheitsverpflichtung auch gegenüber dem Bundestagspräsidenten nicht möglich.”
Und wobei hat Schily Siemens da monatelang geholfen? Wollen wir gar nicht so genau wissen. Anwaltliche Verschwiegenheit, und so. Er war ja auch schon für Biometrie-Unternehmen tätig, darüber redet man auch lieber nicht…
Die Vermutung liegt nahe, es würde sich um die Entwicklung irgendwelchen Überwachungs-Schweinkrams handeln. Aber es kommt noch besser:
Es ging zumindest offiziell um Korruptionsbekämpfung.
Sage noch einer, der politisch-wirtschaftliche Komplex der BRD und seine nebenberuflichen Volksvertreter hätten keinen Humor…