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…WENN dieses Land die skurrile Größe zeigen würde, Peter Sodann, den Fernsehkommissar und „Verlegenheits“-Präsidentschaftskandidaten der „Linken“ nicht nur zum Bundespräsidenten zu wählen, sondern ihn für 10 Jahre mit diktatorischen Vollmachten auszustatten. Ähm, das meine ich zwar nicht hundertprozentig ernst, aber doch fast.

Was der Mensch in einem Interview der Sächsischen Zeitung zum besten gab, zeigt Ehrlichkeit, Mensch-Sein, Witz, und den Wunsch nach Besserem (für das Land und die Menschen). Das ist mehr, als man dem geschliffenen Geschwurbel sämtlicher Bundespräsidenten, denen ich in meinem Leben bislang lauschen durfte, entnehmen konnte.

Ackermann würde er als oberster Kommissar des Landes gerne einknasten. „Dann würde man mich zwar rausschmeißen, aber ich hätte es wenigstens mal gemacht.“ Löblich. SEHR löblich. Den Rest dieser Gestalten gleich mit, bitte. Ein paar Millionen dank restriktiver Waffengesetze nur notdürftig mit Meinungsverstärkern und Scheren gerüstete Deutsche würden dann wohl auch verhindern, daß man Dich rausschmeißt… sie trauen sich nur (noch) nicht, den Ackermann und die anderen Diebe selbst festzunehmen.

„Ich halte das, was wir haben, ja nicht für eine Demokratie. Es ist auch das Schwierigste, was den Menschen einfallen kann.“ Korrekt, beide Aussagen.

„Der Bundespräsident Sodann würde auch sagen: Ich möchte mich mit Herrn Bush nicht unterhalten“ – also Peter, das geht aber nun nicht. Rückgrat in der Außenpolitik? Und das in einem Repräsentationsamt? Tststs. Laß Dir mal von Fischer verklickern, wie man das „richtig“ macht. Oder von Steinmeier, dessen Schleimspur ist noch breiter.

Dazu noch ein paar Sticheleien Richtung Rom, Brecht-Nationalhymne, und die Anmerkung,  etwas mehr Heiterkeit müsse ins Amt des Bundespräsidenten Einzug halten. Nix Überwältigendes. Aber insgesamt in einem kurzen Interview mehr Sinn und Verstand als in der Bundespolitik der vergangenen 20 Jahre.

Vielleicht sind Schauspieler doch die besseren Politiker. Zumindest in einem Land, in dem bezeichnenderweise Juristen einen Großteil der Ämter und Sitze belegen, und die Politik längst außerhalb der Parlamente im Hinterzimmer oder bei öffentlich dreisten Bilderberger-Treffen verkungelt wird.

Sodann for Prez. Me sayz.

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  • Rubrik(en): Nettes, Politik
  • Auch wenn gerade mal wieder „unsere“ gekauften und/oder grenzdebilen „Volksvertreter“ von jedem Bürger (Baby bis Greis) knapp 6.000 Euro Herrn Ackermann und Co in den blutigen Hals werfen, so als erste Anzahlung und vertrauensbildende Maßnahme – kein Grund zur Hoffnungslosigkeit.

    Das scheppert, das klappert, irgendwann wird auch noch mal eine größere Menge Blut fließen – aber die Dinge regeln sich schon im Laufe der Zeit. Wie, das wird sich noch zeigen.

    Aber zum Mauerneinreißen: von unserer Münchner Korrespondentin erreichen uns aufmunternde Bilder. Tierische Hilfstruppen haben mit der De-Urbanisierung begonnen. Immer miep’m Kopp durche Wand. Buchstäblich.

    Buntspecht baut Häuser ab

    Buntspecht baut Häuser ab

    Da is jetzt nen ordentliches Loch. ;-)

    Da is jetzt nen ordentliches Loch. ;-)

    Da sagen wir nur: weiter so!

    (herzlichen Dank an Sib für die Bilder!)

    P.S.: noch ein kleiner Nachtrag zur „Weltwirtschaftskrise“ und den nun durch fast alle Parlamente dieser Welt gepeitschten „Rettungs“-Paketen, die begrifflich viel eher zwischen Volksverpfändung, Falschgelddruckerei und Schuldenermächtigungsgesetz einzusortieren wären… In den USA, üblicherweise ja nicht gerade überrepräsentiert in meinem Vorbildkatalog, gibt es noch vereinzelte Abgeordnete mit Eiern. Besonders Frauen. Im Gegensatz zur deutschen Konsens-Opposition, die sich nie eine Gelegenheit entgehen läßt, in wirklich relevanten Fragen ihre totale Rückgratbefreiung zu demonstrieren, nennen dort wenigstens noch ein paar die Dinge beim Namen, wenn sie sie schon nicht ändern können. Schön auf den Punkt bringt die aktuelle Bürgergeld-Vernichtungs-Schmierenkomödie die Abgeordnete Marcy Kaptur aus Ohio, nicht gerade als verschwörungstheoretisierende Hippie-Braut anzusehen:

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    Stichwort USA… gutes Buch, abgesehen von ein paar Fehlinterpretationen des Autors bzgl. 9/11: „Invisible Resistance to Tyranny“ von Jefferson Mack. Meine für den deutschen Sprach- und Kulturraum schamlos adaptierte Version wird noch etwas auf sich warten lassen – vielleicht zu lange, wenn die Ereignisse wie vermutet eskalieren – daher hier der dringende Lesetip:


    Invisible Resistance to Tyranny: How to Lead a Secret Life of Insurgency in an Increasingly Unfree World

    Ein weiteres, allerdings etwas militanteres Buch ist ebenfalls nützlich auf der Festplatte oder im Regal und verinnerlicht im Kopf: Major von Dach, „Der totale Widerstand“. Ein Schweizer Major & Guerilla-Kampf-Experte. Alt, aber immer noch gut. Das Buch ist in Deutschland selbstredend verboten, eine englische Version gibts allerdings noch bei Amazon, und auch das Original ist mit Hilfe einschlägiger Suchmaschinen schnell zu verorten.

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    „Wir haben keine Krise, oder nur ne klitzekleiheine… und die Rettung is nah, nah, nahhhhh“

    EI-gent-lich wollt ich zu diesem Unfug ja nix schreiben. Sondern nur mit zugegebenermaßen leicht hämischem Gegacker zuschauen und heimlich spekulieren, mit welchem leicht ausgeweiteten Welt-Krieg oder welcher anderweitigen Volks-Enteignung der Arsch der Plutokraten, Oligarchen und ihrer Politlustknaben auch bei diesem größeren Bauchplatscher faltenfrei gehalten wird.

    Aber jetzt hat einer von denen, die etwas tiefer im Enddarm dieser sog. „Börsen“ stecken, mal für seine Zunft überraschend viel Klartext geredet.

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    Besten Dank, herzlich gelacht. „…mit 70%iger Wahrscheinlichkeit sehen wir und erleben wir nun mit den Zusammenbruch unseres Wirtschafts- und Finanzsystems…“ Was für ein Optimist ;-)

    Der Mann mit der lustigen Frisur hat übrigens sehr recht: es ergibt keinen Sinn, die Börsen jetzt für ein paar Tage zu schließen.

    Nein, es ergäbe Sinn, sie komplett zu schließen, die FOREX, wo momentan keiner hinguckt und noch mehr Volkswirtschaften als sonst hin- und hergezockt werden, komplett hoppszunehmen, einige Weltpolitik machende Hedgefonds und vielleicht die Arbeitskraft von Soros & Co (beim Bäumepflanzen) dem Allgemeinwohl zugute kommen zu lassen (ohne Entschädigung aus Steuergeldern, versteht sich), das Zinssystem einzustampfen, Unternehmen nicht mehr dazu zu drängen, nur noch auf Pump zu existieren, und sich für den Anfang vielleicht etwas Nachhilfe bei Hugo Chavez (unter den Blinden ist der Einäugige König…) zu holen…

    Wird aber nicht geschehen.

    Die Religion der wertlosen bedruckten Papierchen wird einstweilen weiterexistieren, und ihre Hohepriester werden allenfalls das eine oder andere Bauernbrandopfer bringen.

    Und die Politik „rettet“ nun die Finanzbranche. Indem nicht vorhandenes Geld in beachtlicher Menge in nicht vorhandene schwarze Löcher transferiert wird, wobei ein paar real nutzbare Millionen für die Rentenversorgung der „Leistungsträger“ mit Sicherheit ihren Weg auf besonders sichere Konten finden werden.

    Aber wie schrieb neulich so schön jemand im Utopia-Forum: „es gibt keine Alternativen, es gibt allenfalls Verbesserungen“ (gemeint waren indirekte „Demokratie“ und „Marktwirtschaft“).
    Jo, das singen wir nun jeden Morgen 108 Mal auf mittlerer Ommmm-Frequenz.
    Dann glauben wir es vielleicht weiterhin.


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  • Rubrik(en): Politik
  • Die putzige „Spiegel online“-Formulierung, die fette Sparkasse namens „Washington Mutual“ sei „nun auch der Finanzkrise zum Opfer gefallen“ (*schnüff* – die aaaarmen Banken, buhhuhuuuu), hat mich heute nicht einmal mehr zum Reihern gebracht.

    Ebenso wenig alles andere, was gerade wieder an Absurditäten durch die Medien schwappt, bis hin zur dekorativen Festnahme zweier unglaublich-angeblich Terrorverdächtiger im Flugzeug (klar, man kann die nicht dezent am Gate wegschaffen, da ist der mediale Humbug ja nicht so groß…) – ach, alles nur lustig. Zumindest heute.

    Und deswegen singen wir nun ein lustiges Liedchen mit Altmeister Reinhard Mey:
    Das Narrenschiff.
    „Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken… „ Jenau. Prost. Und immer feste druff uffs Riff. Wir treten beiseite.

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    Und weils so schön war, gleich noch die Studio-Version, wo die Tinwhistles nicht spitzlippig ersatzgepfiffen werden ;-)

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    Stammt übrigens von der uralten CD „Flaschenpost“, immer wieder nett.

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    Gerade sehr gelacht beim Blick in den Feedreader. Zugegeben – das Buchstabenspiel war nicht übermäßig originell, also war anzunehmen, daß noch andere drauf kommen. Daß das aber tatsächlich bereits geschehen war, und zwar recht bald, nachdem ich das Thema aufgegriffen und in der Elfenwald-„Ideologie“ verwendet hatte, war mir entgangen.

    Das/die PNAC dürfte den meisten Lesern hier bekannt sein. „Project for a New American Century“ – jener US-ThinkTank, dem u.a. die ideologische Basis und auch einiges an Personal für die US-„Politik“ von 9/11 bis Iraq entkrochen sind, ebenso die Grundlagen und „Verkaufsrichtlinien“ für die Entdemokratisierung der westlichen Scheindemokratien („Sicherheit“). Ihr Hauptmanifest (einer der öffentlichen Texte – die PNAC arbeitet zwar heftig hinter den Kulissen, gehört zu den miesesten Fädenziehern der NWO, gebärdet sich aber gleichzeitig öffentlich-dreist und hochintellektuell als „Denkfabrik“) liest sich streckenweise sehr wie „Mein Kampf“, besonders in den Passagen über Präventivkriege.

    Dieses Gesindel, hervorzuheben v.a. Bill Kristol, Robert Kagan und mein spezieller „Freund“ Paul Wolfowitz, schrie nach einem Gegengewicht, zumindest auf energetischer Ebene (auf physischer Ebene könnten allenfalls noch China und Rußland dem Einhalt gebieten – ob wir das allerdings wirklich wollen, ist ein anderes Thema… fördern wir lieber den Selbst-Zerfall).

    Und so war schon 2003/2004 klar, daß einer der Slogans des Elfenwald-Projektes in früöhlich-selbstironisches PNEC – Project for a New Elvish Century“ sein würde. Paßte auch nett, da ich Elfenwald u.a. als „alternativen Thinktank“ begreife.

    Ich habe den entsprechenden Banner (PNAC-Logo & Schriftzug, mit durchgestrichenem „a“ und „American“, ersetzt durch „e“ und „Elvish“) vor rund gut einem Jahr wieder von meinen Seiten entfernt – hatte mit meiner persönlichen Weiterentwicklung vom „konfrontierenden Widerstand“, der dem „Bekämpften“ oft nur mehr Energie zuführt, wenn man ihn nicht wirklich zerschlagen kann, hin zum sich abwendenden, dem „Gegner“ Energie entziehenden Widerstand zu tun.

    Jetzt stolpere ich darüber, daß es wohl schon eine Weile Bestrebungen von europäischen Mini-Wolfowitzen gibt, der „PNAC“ die „PNEC“ zur Seite zu stellen?? – ein „Project for a New European Century“??? What the fuck?!

    Der erste Impuls trog in dem Fall. Die Zielsetzungen und die Weltsicht, wie sie u.a. im Strategiepapier von Ex-Luftwaffen- und NA(h)TO(d) Kamerad Jochen Scholz (der Link führt zu einem älteren, sehenswerten Interview mit ihm) zum Ausdruck kommen, sind durchaus bedenkenswert und nicht ganz das, was ich zunächst erwartet hatte.

    Wo sie (sowie Jochen Scholz – mittlerweile bei der „Linken“ aktiv – und das Institut für Medienanalyse und Friedensforschung) letztlich einzuordnen sind – ob sie einen kontrolliert-kritischen Außenposten der Spin-Doktoren-Kultur darstellen oder tatsächlich eine denkfähige Zyste innerhalb des Systems, überlasse ich Euch. Zumindest erscheinen sie mir als nützlich.

    Auch wenn meine Vorstellung von „PNEC“ immer noch eine andere ist… ;-)

    P.S.: das Netz vergißt nicht. ;-) gerade in irgendeinem Blog-Exchange mein altes Banner wiedergefunden:

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    Lachen / Denken

    Tradition ist Bewahrung des Feuers und nicht Anbetung der Asche.
    - Gustav Mahler

    Das hier ist…

    "Elvish Rantings"
    Das private Blog des Menschen hinter Elfenwald.
    Martin Hoffmann
    Mehr oder minder Liebevolles, Böses und Geistreiches zum Zeitgeschehen, gemischt mit reichlich Nabelschau.
    Wünsche viel Vergnügen und vielleicht den einen oder anderen Gedanken... ;-)
    Martin Hoffmann

    Panorama-WebCam:
    Ausblick nach Paraguay. Alle 240 Sekunden.

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