Archiv der ‘Himmelreich’ Kategorie

…die Sonne tiefrot durch die Zweige der Affenbrotbäume…. Errr. Ok. Sachsen-Anhalt. Eichen. Im Himmelreich. War trotzdem schön. ;-)

Übrigens habe ich grad ein paar alte Artikel endlich eingestellt, und da ich sie ungefähr in den jahreszeitlichen Kontext rückdatiert habe, tauchen sie auf der Frontseite nicht auf. Und weil sie ganz doll hochwichtig sind und Euch nicht entgehen sollen, verlinke ich sie hier mal.

Immerhin ging es um Tiersex und die „Sichel des Todes“. Und um Lebensqualität und ein nettes Bild meines Luxuskörpers. ;-)

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  • 1 Kommentar
  • Rubrik(en): Himmelreich
  • Niedlicher Kurzbesuch

    Mir ist gerade ein wenig wehmütig ums Herz. Aber auch sehr lächelnd.

    Gestern hatten wir ausgeprägt niedlichen Besuch im Himmelreich: eine Miniatur-Katze, vermutlich irgendwo hier in der Nähe von einer der halbwild lebenden Landkatzen zur Welt gebracht.

    Sehr klein, sehr hasenähnlich und etwas verloren. Hockte erst auf dem Zufahrtsweg, dann zwischen den Holzvorräten, ließ sich fröhlich aufnehmen und kraulen und füttern. Die Nacht über hatte sie sich unterm Wohnwagen verkrochen. Irgendwann noch die Futterreste aus dem Napf gelutscht – und dann wohl weitergezogen…

    Auch kleine Katzviecher sind schon seeeehr eigensinnig ;-)

    Einen guten Weg, Winzkatz. Solltest Du es Dir überlegen – Du bist hier mehr als willkommen.

    (danke für die Bilder an Widarge Burt)

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    Der kleine Gingko-Baum

    Heute habe ich ihn ausgesetzt. Er ist einer von denen, die gekeimt haben. Zeit hat er sich damit gelassen, im Halbschatten hinterm Wohnwagen, wo die Erde in den Saatschalen nicht so verbrennt. Hatte gar nicht mehr gedacht, daß er noch austreibt – aber plötzlich war da dieser Mini-Baum in einem der Plastiktöpfe.

    Mini-Gingko-Baum

    Mini-Gingko-Baum

    Nun hat er seinen Platz im Himmelreich bekommen und darf wachsen, solange und so hoch er mag.

    Vielleicht wird er einmal so groß wie seine Ahnen, die alten Gingko-Bäume von Hiroshima, die den Massenmordtag 1945 aus der Nähe erleben durften – und überlebten. Zähe Burschen.

    Diesem hier werden ähnliche „Höhepunkte“ in seinem Leben hoffentlich erspart bleiben. Doch die Eichen, die Birken und der Gingko des Himmelreichs – ach, jede Fortsetzung dieses Satzes würde unziemliches Pathos beinhalten. Sie werden wachsen, jedenfalls. Noch lange.

    Möge er groß und fett werden... ;-)

    Möge er groß und fett werden... ;-)

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    Rehitus interruptus

    …guck ich heute morgen aus dem Fenster – ich war sehr früh wach und schaue aus dem aufgestellten Wohnwagenfenster direkt ins Grüne – , vögeln da zwei Rehe im Garten… Sitten sind das…;-)

    Mein lautes Gelächter führte zu einem Coitus Rehitus interruptus, die beiden guckten mit deutlichem „Na und?!?“-Gesichtsausdruck (Recht haben sie…) in meine Richtung, und fuhren dann stattdessen mit Futtern fort. Seelenruhig…

    Anschließend noch mit der Kamera rausgepirscht, da waren sie am Waldrand, ließen mich problemlos auf 6, 7 Meter rankommen, und hoppelten erst von dannen, als ich mir wegen ihres höchst niedlichen Verhaltens ein erneutes Gepruste nicht verkneifen konnte…

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    Lang her, daß ich mit Glatze und Designerbrillchen, mit Alfa-Spider und deutlich sechsstelligem Jahreseinkommen unterwegs war. Ich kann mich durchaus noch an den Reiz des Geldes erinnern, auch ein Abendesssen für ein paar Hundert Tacken ist nicht unbekannt, mitsamt Chateau Lafitzelhups und strohgelagertem Leckerkäse aus Fronkereisch zu die Nachtisch. Lecker, lecker.

    Aber irgendwie haben sich die Kriterien für Lebensqualität doch sehr verschoben in meinem Leben. Und das hat weniger mit der aktuellen Abwesenheit von relevanten Geldmengen zu tun, als mit Innerem.

    Fiel mir heute mal wieder so auf.

    Flauschgräser kraulen den Luxuskörper... ;-)

    Flauschgräser kraulen den Luxuskörper... ;-)

    Das zum Beispiel ist Lebensqualität: wenn einem morgens, während man nackich mit Blechkanne und Kaffeetasse, die Morgensonne im Rücken, den Kaffeegeruch mit sich schleppend, in Richtung Liegewiese schlappt, um gemächlich, von „seinen“ Pflanzen umgeben, in den Tag zu gleiten, – wenn einem auf diesem ohnehin schon sehr angenehmen Gang auf dem schmalen Pfad durch den wilden Teil des Grundstücks lange, flauschige Gräser den Bauch streicheln.

    Oder dieses: mein aktueller Lieblingsplatz ist – neben dem „Sofa“ aus Schweizer Armee-Krankentrage und zwei dicken Baumstamm-Stücken – eine britische Feldliege (zu meinem durchaus zweischneidigen Verhältnis zu gebrauchter Militär-Ausrüstung ein andermal).
    Diese bodennahe „Hängematte“ habe ich nach anfänglichem Fluchen und einigen Verbesserungen geradezu liebgewonnen. Saubequem, billig, robust, leicht. Kann man drauf schlafen, dösen, frühstücken… etc.

    Nur eines ging nicht: auf dem Bauch liegen. Ich hasse das. Platte Nase, oder wahlweise rechts oder links verknautschtes Genick. Oder wilde Kissenkonstruktionen, bei denen dann aber wieder der Nacken unangenehm überstreckt wird.

    Also flugs zu Nagelschere und Nähzeug gegriffen, *schnippsel*, zwei Schnitte in Form eines auf dem Kopf stehenden Kreuzes (ohne daß das irgendwas mit Christen und sonstigen Todeskulten zu schaffen hätte…) in den Stoff, da, wo sonst der Riechkolben erfolglos nach frischer Luft bohrt; dann die Ränder ordentlich vernäht, von Hand, mit stabilem Barbour-Zwirn, die einreißgefährdeten Ecken besonders akribisch.



    Und guggstu: Nase paßt. Endlich entspannt auf dem Bauch liegen. Göttlich. Und außerdem ist das Ding nun auch noch als Massageliege geeignet.

    Was mich auf weitere Kriterien von Lebensqualität bringt… aber lassen wir das gerade mal, genug Glück für einen Tag… ;-)

    P.S.: Um ideologische Fehlinterpretationen zu vermeiden – nein, man muß nicht arm sein, um glücklich zu sein. Sowas erzählt nur Rom – oder andere Wesen, die Sklaven brauchen. Man kann sich auch bei wohlgefülltem Geldstrumpf (Konten sind ja nicht mehr wirklich zu empfehlen…) von flauschigen Gräsern am Bauch kraulen lassen oder eine Feldliege anatomisch passend basteln. Das eine hat mit dem anderen wenig zu tun, allenfalls führt das oft mit Armut verbundene unhektische Leben dazu, daß man Dinge wieder wahrnimmt, für die man vorher einfach zu oft in „Meetings“ war…

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