Archiv der ‘Gute Ansätze’ Kategorie

Als ich im Treehugger-Blog über das Thema stolperte, dachte ich erst an einen Scherz.

Man wird ja langsam etwas gelangweilt, wenn mal wieder der Kumpel von nem Kumpel von nem Webseitenbetreiber einen kennt, der gaaaanz hoch in der Regierung sitzt und der dem Kumpel vom Kumpel unter strikter Verschwiegenheit ein paar „aus dem Verkehr gezogene“ Freie-Energie-Maschinen in einem Hangar auf einem Militärstützpunkt gezeigt hat. Hat der Webseitenbetreiber vom Kumpel erzählt. Oder so…

Nee, Orbo & Co haben bisher nichts geliefert. Das warten wir ab. Möglich wär’s. Aber anderes IST möglich UND bereits etwas nachvollziehbarer und nachprüfbarer im Einsatz, und daher erhöhter Aufmerksamkeit wert.

Strom aus Bäumen.

Na klar?! Was soll’n daran neu sein?!? Man nehme Dampfkessel und Generator, ’ne Säge, eine hübsche Gränsfors-Axt und ’nen Streichholz. Und schon verwandelt sich Baum in Strom… ;-)

Aber um diese archaische Methode geht es nicht.

Das Phänomen ist schon länger bekannt – bei einigermaßen großen/massereichen Pflanzen liegt ein bißchen Spannung an. Zwischen ihnen und dem Boden, bzw. auch innerhalb der Pflanze. So richtig ordentlich erklären konnte man das lange nicht – die Theorien gingen von Korrosionsvorgängen (ähnlich der vielleicht manchem aus dem Schulunterricht vertrauten „Kartoffel-Batterie“) bis zum immer mal wieder postulierten elektrischen Feld der Erde.

In den letzten Jahren haben sich ein paar der Wissenschaftler und Tüftler am MIT (Massachusetts Institute of Technology – eine legendäre Einrichtung mit einem ebenso wissenschaftlich-elitären wie chaotisch-kreativen Ruf) mit dem Thema befaßt. Und meinen, eine relativ simple Erklärung gefunden zu haben: pH-Unterschiede. Grob gesagt: Baum und Erde sind unterschiedlich „sauer“. Interessant war an den MIT-Untersuchungen, daß unabhängig von Baumart und Bodengegebenheiten der Wert des elektrischen Potentials immer in einem relativ klar umgrenzten Bereich lag und nie unter einen vorhersagbaren Wert fiel.

Da gleichzeitig elektronische Bauteile mit immer symbolischeren Strommengen auskommen, witterte man Anwendbarkeit. Und ein kleines Unternehmen namens „Voltree Power“ machte sich daran, die von den MITlern entwickelte Idee (die übrigens auch bereits in einem „peer-reviewed“ Wissenschaftsmagazin veröffentlich wurde) in Produkte umzusetzen.

Das Ganze ist noch experimentell und aufgrund der minimalen Strommenge, die man dem Baum-Metabolismus indirekt abzapfen kann, auf sogenannte „trickle-charge“-Anwendungen begrenzt.

Also Anwendungen, wo eine „Tröpfel-Ladung“ eine Batterie resp. einen Kondensator füllt, und dann in Intervallen kurzzeitig eine brauchbare Arbeitsspannung für das angeschlossene Gerät zur Verfügung stellt.

Ideal ist das z.B. für Sensoren, die alle paar Stunden kurz einen Meßwert nehmen und zur Auswertungsstation funken sollen. Und so liegt die erste Nutzanwendung dieser Technik in einer relativ kostengünstigen Lösung, um flächendeckende Frühwarnsysteme für Waldbrände zu installieren. Statt teuerer und störanfälliger Mini-Solarzellen oder Batterien, die ständig gewechselt werden müssen (vom Umwelt-Aspekt mal ganz abgesehen) liefern hier die Bäume selbst die Energie.

Das „Abzapf-Modul“ soll dabei sehr einfach, umweltfreundlich herstellbar und ausgesprochen langlebig sein – laut Hersteller ist die Lebensdauer eher durch die Lebensdauer des Wirtsbaumes begrenzt. Na, mal sehen, was ein paar Sequoias in den nächsten Jahrtausenden dazu meinen… ;-)

Klingt gut. Zunächst. Ärgerlich ist natürlich, daß im faschistoiden Paranoia-Land USA gleich wieder „Security“ und besonders „Homeland Security“-Projekte auf der Anwendungsliste stehen, – aber wenigstens pflanzen sie dann vielleicht Bäume an der Grenze zu Mexiko und rund um die Dissidenten-Lager, statt Betonmauern, Zäune und Wassergräben… mittelfristig ist also damit zu rechnen, daß aus jedem Astloch auch im deutschen Eichenwald ein kleiner Schäuble guckt…

Der zweite Punkt ist, daß zwar angenommen wird, das Gleichgewicht und der Stoffwechsel des Wirtsbaumes würden nicht beeinträchtigt – aber mangels längerfristiger, flächendeckender praktischer Anwendung sind solche Aussagen etwas gewagt. Ob die Bäume dieser Welt, die genug anderen Mist zu verdauen haben, es auch noch schaffen, zusätzlich Energie abzugeben, sollte man behutsam erkunden und beobachten.

Nun – bevor diese Technik mein „Approval“ bekommt, muß ich also noch mal mit „meiner“ Eiche reden. Ob sie davon schon gehört hat, und was sie davon hält, wenn man ihr mit Elektroden im Bauch rumstochert und sie anzapft… Ein bißchen klingt das wie die menschlichen „Batterien“ aus „Matrix“

Aber spannend. Vielleicht finden die Bäume das ja auch lustig – und es gibt irgendwann selbstleuchtende, autarke Baumstädte wie bei Galadriel in Lothlorien… ;-)

Weiterführende Infos (englisch):

Artikel im Boston Globe: „Scientists tap into Tree Power“

Offizielle Website von Voltree: Voltree.com

Zugrundeliegender wissenschaftlicher Artikel im PLoS ONE: „Source of Sustained Voltage Difference between the Xylem of a Potted Ficus benjamina Tree and Its Soil“ (diesem Artikel wurde auch obige Abbildung entnommen)

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Bank gründen. Jetzt.

Mal bitte alle rüber zu Duckhome, Bank gründen! ;-)

Fast hätte ich es zwischen der ganzen Islamwerbung übersehen, *lach*,  aber Jochen Hoff hat ein ausgesprochen ausbaufähiges und -würdiges Arbeitspapier eines Lesers veröffentlicht.

Der Ansatz ist nicht neu: die existierenden Banken sind ethisch mehr als fragwürdig, die wenigen Ex-Ökobanken etc. gehören größtenteils auch wieder „dazu“ – warum also nicht sich genossenschaftlich organisieren und eine eigene Bank aus dem Boden stampfen, die auf menschlich vertretbare Weise wirtschaftet und sich auf die eigentliche Aufgabe einer Bank konzentriert, statt Casino und Politik zu spielen: ein Tauschmittel komfortabel zu verwalten.

Man kann viel dagegen sagen. Die Chancen in einem Finanzmarkt, in dem alles, was dringend reguliert werden müßte, nicht reguliert ist, dagegen der Einstieg mit massiven Hürden schwer gemacht wird (es gab bereits mehrere Internet-Banken von Menschen für Menschen, die unter fadenscheinigen Gründen in den USA wieder dichtgemacht wurden) – diese Chancen sind etwas dünn, zumindest auf Dauer.

Spätestens, wenn man auch noch das Zinssystem in Frage stellt oder sich mit Ansätzen wie Joytopia oder anderen Alternativwährungen verbandelt, werden die Hüter des heiligen Geldgrals und der Derivate munter.

Und? Macht nix. Die Chancen in diesem Schweinetrogl „Europa“ sind generell nicht sehr rosig. Machen!

Der Zeitpunkt ist gut – selbst viele hauptberufliche Nichtdenker und Weggucker sind momentan zumindest halbwach und etwas sensibilisiert.

Für mich selbst ist das zwar eher ein Randthema – genug anderes um die Ohren und ohnehin in absehbarer Zeit in anderen Weltgegenden – aber ich halte es für wichtig. Wer noch innerhalb dieses Systems leben zu müssen glaubt und hier weiter wirtschaften möchte: seht Euch das  mal an. Und überlegt Euch, ob Ihr ein solches Projekt aktiv unterstützen oder als stille Genossen mittragen möchtet. Ich weiß, daß hier einige mitlesen, die die entsprechenden Qualifikationen hätten, eine bessere Bank mit aufzubauen (keine Banker also).

Hier gehts zum Strategiepapier Bankengründung.

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Ich habe die Meldung noch nicht intensiv hinterfragt oder nachrecherchiert. Kommt gerade rein. Sie fühlt sich richtig an. Es beginnt. Später mehr.

Media Release – For Immediate Publication
FRIDAY, APRIL 18, 2008

INDIGENOUS ELDERS CREATE HISTORY

Representatives of more than 300 indigenous tribes and nations openly declare sovereignty
Starting at sunrise this Saturday and continuing through late Monday, beautiful Lac Comatose in Ontario, Canada will bare witness to an event of truly enormous importance to every man, woman and child on the planet.

Its been centuries, if not millennia in the planning, but you’d hardly suspect it. By proxy, it involves billions of people around the world, but you’ve heard little if anything about it.

For the first time on the North American continent, an estimated three hundred local and international Indigenous Elders and Tribal representatives are expected to join in signing documents destined to go down in the annals of history as amongst the most powerful and globally significant since the Magna Charta and the now beleaguered, Constitution of the United States of America.

Described as ‘Declarations of Continuing Sovereignty’, the documents were created for use by individuals, tribes and whole nations to “peacefully proclaim and effectively live their full and unalienable rights as Original Sovereign People”, Jule du Varrens, an Australian-based project consultant for the group, said earlier today.

Inspired in part by the apparent lack of a ‘truly inclusive’ consultative process in the creation of the recently adopted UN’s Declaration on The Rights of Indigenous Peoples, these Gatherings and Declarations of indigenous communities around the world are, for many, considered to be the only sustainable and peaceful solution towards true self governance and determination.
The Elders, (Hereditary Chiefs, Clan Mothers, Faith Keepers and collaborators) who refer to their activities as “The Sovereignty Project”, conservatively(?) estimate upwards of a billion people worldwide are now represented within their alliance. And its growing – very fast!

“We try to meet weekly for planning purposes via a global conference call and in between times keep in touch over the internet and telephone. Our extended network includes participants from Canada, the US, South America, the Caribbean, Australia, New Zealand, Papua New Guinea, the Pacific Islands, Thailand, the Philippines, and East Africa”, said Anthony Pasquariello, Mohawk and Attorney, and The Sovereignty Projects’ US-based project chair.

Algonquin Elder, Jacob Wawatie, a co-author of the Declaration and host for this weekend’s ceremonies and celebrations, adds: “These are truly universal Declarations and represent a growing global happening as foretold in the ancient prophesies of many of the traditional custodians. This new confederacy is born from all things positive, not from anger for past oppression and atrocities undeniably committed. These things are forgiven.”

One has to agree, ‘”History is not ‘made’- it’s lived! Given the reach of our global media and instantaneous communications, that such immensely important and historic gatherings and document-signings as this have apparently slipped by undetected, only goes to show we do indeed ‘live in extraordinary times!”

Contact Information:
Jacob Wawatie, Canada: wigibiwajak@hotmail.com Tel: 1- 819-438-1866
Anthony J. Pasquariello,USA: tonyplaw@optonline.net Cell: 1-201- 410-8253
Jule du Varrens, Australia: jule@unwired.com.au Tel: 61-(0)432-489-939

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Noch nicht gar so lang ist es her, da wurde mit Gewalt und Viren, Alkohol und Religion, Lügen und gebrochenen Verträgen ein Kontinent untertan gemacht. Und eine uralte Kultur so gut wie ausgelöscht.

Die Nachkommen der Täter, der religiösen Irren, Schatzsucher, Sträflinge, Freiheitsträumer, Kolonisatoren und Wirtschaftsflüchtlinge von damals nehmen heute das Privileg in Anspruch, das „freieste Land der Welt“ zu sein und den Rest der Welt nach Belieben wahlweise zu „befreien“ oder zu zerbomben. Und ihr eigenes Land hat sich in den Fängen der PNAC/Halliburton-Camarilla längst in ein Zerrbild von „Freiheit“ verwandelt.

Und das, was von den „Indianern“ noch übrig ist? Meist ein trauriger Anblick. Was sich ändern könnte in Zukunft.

Eine der ältesten und stolzesten unter den Indianernationen hat sich kurz vor Weihnachten von den USA unabhängig erklärt und die „Republic of Lakotah“ ausgerufen.

Während die freie Presse über das Wettgrinsen bedeutungsloser Handpuppen von Obama bis Hillary und Jesus F. HuCkleberry berichtet und jede andere „Unabhängigkeitsbewegung“, sofern von den USA abgesegnet und zu Bürgerkriegs- und Machtgewinnzwecken nützlich (siehe die Farce um „Wag the Dog“-Kosovo), bejubelt und breittritt, wurde der (einstweilen nur symbolische) Akt der Lakotha von praktisch allen relevanten Massenmedien schlicht ignoriert.

Egal wie die Chancen stehen, daß ein potentiell wirklich freies Land auf dem Boden des nordamerikanischen Kontinents entsteht – die Lakotha verdienen jede Beachtung und Hilfe, jeden positiven Gedanken und jede noch so kleine Mitarbeit, die aufzutreiben ist. Ihrem Begehren stattzugeben, wäre ein seltener Anflug von Weisheit und Anstand seitens der US-Regierung. Und ein kleines Schäufelchen Karma-Reduktion…

Wer sich einbringen mag:
die offizielle WebSite findet sich unter www.republicoflakotah.com mitsamt einem zunehmend lebendigen Forum, ein recht tendenziöser Wikipedia-Artikel bietet einiges an Hintergrund und Querverweisen, und solange das Video bei YouTube bleibt, könnt Ihr gleich hier das Statement von Russell Means einer der prägenden Persönlichkeiten dieser Bewegung und ein „Ältester“ der Lakota, ansehen und hören:

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Update: gerade im Zusammenhang mit dem heuchlerischen „Gedenken“ an die false-flag-„Anschläge“ von 9/11 fand ich diese Boshaftigkeit sehr amüsant. Ja, „we were all wounded by Wounded Knee“….

Im Gegensatz zu den freiheitsraubenden Institutionen der Neuen Weltordnung kämpft diese "Homeland Security" tatsächlich um Freiheit und Überleben. Seit 1492.

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Kurzer Hinweis: seit ein paar Tagen ist eine neue Social-Networking-Plattform online. Eine, die im Gegensatz zum 746sten rein kommerziellen StudiVZ-Klon, einen Blick oder auch eine Anmeldung und aktives Mitmachen wert sein dürfte.

Utopia.de

Grundansatz der Macher, die professionelle Werbeleute und im Vergleich zu mir durchaus „normal“ sind: jeder Euro zählt. Wo wir ihn ausgeben, an wen, und wofür. Wir bestimmen, welche Unternehmen unser Geld bekommen – zumindest beim freien Konsum. Damit läßt sich steuern, damit lassen sich positive Ansätze fördern.

Entstanden ist über die letzten Monate eine gut gemachte Community-Plattform, die noch einiges der üblichen Social-Networking-Funktionen vermissen läßt und sicher ausbaufähig ist, aber mit Power, guten Leuten und tragfähiger Unterstützung auf einem guten Kurs ist!

Know-how, nützliche Tips, bald über 2000 User, darunter Namen, die man gerne neben dem seinen stehen hat (und auch einige, auf die man verzichten könnte, wie Herrn Ex-„Umwelt“-Minister Töpfer…), da bewegt sich was!

Das Ganze sehr glatt, professionell, z.T. mit sehr hinterfragenswerten Ansätzen (wie den CO2-Ablaßhändlern von Prima-Klima… aber was solls, wenn sie Bäume pflanzen, schadet das nicht…) verbandelt und mainstream-tauglich – aber dadurch vermutlich für viele, die mit Ansätzen wie den meinen gnadenlos überfordert sind, brauchbar und anregend.

Alles in allem gute Initiative, so weit ich das beurteilen kann. Unterstützen, indem Ihr Euch anmeldet (und ggf. sogar aktiv einbringt, aber nackte Mitgliederzahlen sind auch wichtig!).

Oh – und wenn Ihr Euch anmeldet: natürlich den Benutzer mit der ID „Elfenwald“ (wer das wohl ist…?) zu Euren „Freunden“ hinzufügen – auch ich nutze diese Plattform, werde gelegentlich dort schreiben, und dort ein wenig Networking und PR betreiben ;-)

P.S.: Nachtrag – nein, meinen Account findet man dort nicht mehr. Nicht, weil ich Utopia ablehne, sondern weil für mich mittlerweile andere Wege hier in Paraguay dran sind. Und weil ich zum Thema „Nachhaltigkeit“ eine sehr klare und beinharte Ansicht vertrete, für die auch Utopia.de zu mainstreamig und weicheierig ist: Nachhaltigkeit ist quatsch, solange nicht knochenhart an einer Verkleinerung der Menschheit gearbeitet wird. Mehr dazu im Artikel Nachhaltigkeit im Elfenwald-ABC.

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Lachen / Denken

Den Weisen wird man nicht an dem erkennen, was er auf dem Marktplatz redet, denn dort spricht er nicht mit seiner Stimme. Daher zieht der Kluge sich zurück in das Heiligtum seines Schweigens; läßt er sich bisweilen aus, so geschieht es im engen Kreise weniger und Verständiger.
- Schopenhauer

Das hier ist…

"Elvish Rantings"
Das private Blog des Menschen hinter Elfenwald.
Martin Hoffmann
Mehr oder minder Liebevolles, Böses und Geistreiches zum Zeitgeschehen, gemischt mit reichlich Nabelschau.
Wünsche viel Vergnügen und vielleicht den einen oder anderen Gedanken... ;-)
Martin Hoffmann

Panorama-WebCam:
Ausblick nach Paraguay. Alle 240 Sekunden.

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