5. Mrz 2007
Die BRD-Massenmedien und ihre Redakteure leben in einer schönen Welt. Da hat alles seine Richtigkeit, die Ehrenworte von Politikern gelten noch was, die Münchner “Sicherheitskonferenz” dreht sich um Sicherheit, von Bilderberger-Treffen wird nicht berichtet, wenn Bush einen “Krieg gegen den Terror” führt, dann geht es ihm logischerweise auch nur um “Terror” - und wenn der News-Chef von BBC World, Richard Porter, sagt, daß die Prophezeihungen seines Hauses, die am 11.9.2001, besser bekannt als “9/11″, den Einsturz von WTC 7 rund eine halbe Stunde vorwegnahmen, nur ein “Fehler” waren - na, dann WAR das ein Fehler, und nicht mehr, klar?!
Alles andere sind - wir haben es schon befürchtet - “Verschwörungstheorien”. Oder auch “krude Theorien”. Sie sind halt einfach niedlich, diese “Profi”-Journalisten, besonders, wenn die Fakten anfangen, unübersehbar zu werden und man jahrelang unkritisch Unfug verzapft hat.
…nur daß von “Profi” nicht viel zu merken ist bei den Artikeln, die bislang zu diesem Thema veröffentlicht wurden - wenn überhaupt berichtet wurde. Professionell höchstens im Sinne maximaler, faktenfreier Polemik. Ein paar Beispiele.
“FAZ” galt lange als Synonym für ideologisch fragwürdige, aber kompetente und sachlich fundierte Berichterstattung. Spätestens seit dem 4.3.2007 kann man das zu den Akten legen und die FAZ künftig noch unterhalb von Focus einsortieren… die Schmiere (sorry, anders kann man das wirklich nicht nennen), die eine Londoner Korrespondentin der Frankfurter, Gina Thomas, da abgelassen hat, ist das bisher “beste”, was der Mainstream sich zu diesem Thema geleistet hat. Dafür haben sie es auch als letzte der hier aufgeführten gemeldet - eigentlich also genug Zeit, um die Videos anzusehen, sich Gedanken zu machen, zu verstehen, worum es geht, ein paar Hintergründe zu recherchieren, ein paar Kommentare anderer zu lesen, die internen Archivierungsbestimmungen der BBC zu lesen, etc. - aber all das hat Frau Thomas lieber nicht gemacht. Vom aktuellen Forschungsstand zu 9/11 hat sie sich augenscheinlich auch lieber ferngehalten. Dafür erfüllt sie ihren mutmaßlichen Auftrag aber sehr artig: Agitprop & Diffamierung. Und besinnungsloses Festhalten an dem, was man schließlich unhinterfragt und gehorsam seit nunmehr über 5 Jahren meldet… das alte, gleich im Dutzend widerlegte, Osama-Märlein.
Da erscheint es dann auch nur logisch, daß es auf FAZ.net auch keine freie Diskussion gibt. Der direkte Link zum Kommentieren des Artikels verschwand nach wenigen Stunden. Ruft man den Artikel über eine andere URL auf, ist der Link vorhanden - häh? Nicht mal die Zensur im Griff? ;-) Drei Kommentare, die durchkamen, wurden von weiterführenden Links “befreit” (einer davon war meiner, daher weiß ich es) - wäre ja auch schlimm, wenn die Leute sich informieren würden. Weitere Kommentare wurden nicht akzeptiert (ein sehr guter davon wurde mittlerweile bei der SZ gepostet - Link s.u.), nach meinen Informationen wurden auch User gesperrt. Es scheint, man könne über diesen Link noch Kommentare zum Artikel schreiben - bitte zahlreich wahrnehmen, man soll dort wenigstens merken, daß dieser Zensurversuch nicht unbemerkt bleibt. Ein Nachhaker von mir zur Zensurproblematik wurde nicht durchgelassen, dagegen wurde ein unkritisches Placebo-Posting natürlich freigeschaltet.
Auch der Focus-Online-Artikel, der einer der ersten war, folgt dem üblichen Schema: Ärgerlichkeiten schafft man aus der Welt, indem man auf Nebenthemen ablenkt und alles wirklich Störende auf simpelste Art und Weise verlächerlicht. Dazu gehört auch der übermäßige Gebrauch von Konjunktiv, Potentialis und sonstigen Relativierungsmethoden: “soll der britische TV-Sender bereits vermeldet haben”? Nein, lieber Fabian Löhe, die prophetische BBC HAT vermeldet. Das ist erwiesen und war es auch bereits zum Zeitpunkt des Focus-Artikels. Die Masche wird nicht besser, wenn man sie in jedem dritten Satz anwendet. Die üblichen dümmlichen Killerphrasen wie “Verschwörungstheorien“, “Verschwörungsgerücht“, “seltsame Blüten” werden natürlich auch reichlich dosiert. Weniger Zeit hat Herr Löhe in die Recherche gesteckt - so redet auch er in mehrfacher Beziehung Unfug, z.B. wenn er die erwiesenen und mehrfach sogar durch Googles eigene Stellungnahmen belegten Zensurmaßnahmen gegen das Video verniedlicht und als Phantasien abtut.
Die Diskussion zum Artikel verlief einigermaßen unbehindert, einige sehr deutliche Stellungnahmen, die sachliche Fehler im Artikel geißelten, wurden allerdings zensiert, Links zu externen Quellen, egal ob privater Natur oder direkt zum Blog der BBC, wo man die Phrasensammlung von Herrn Porter selbst hätte lesen können, wurden ebenfalls nicht veröffentlicht.
Auch bei der SZ kam ein Herr Donner nicht über Boulevard-Level hinaus, als er den üblichen “Verschwörungstheoretiker”-Verriß fabrizierte. Aber immerhin, die Überschrift trifft die Situation schon mal besser - ein paar Fehler im Artikel wurden korrigiert - der Link zum Video, der lustigerweise bald darauf nicht mehr erreichbar war (obwohl auch Herr Donner eine “unbestätigte” Zensur des Videos im Netz verulkt), wurde repariert, etc. Man merkt, daß die SZ, ähnlich wie normalerweise die BBC auch, wenigstens noch zu den “Edelhuren” im Pre$$titutes-Bordell-Betrieb gehört, wie sich Mathias Bröckers mal ausdrückte.
Vor allem aber verlief die Diskussion zum Artikel frei und ungehindert und unzensiert. Beifall und Danke dafür an die Moderatoren der SZ! Auch wenn das eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein müßte - im deutschen Pressebetrieb, der von Scheuklappen, Liebedienerei, Sensationshascherei abseits der wirklichen Sensationen und jeder Menge “freiwilliger Selbstkontrolle” bestimmt wird, ist es tatsächlich bemerkenswert, wenn im Forum einer großen Tageszeitung offen und mit Quellen, Links, harrscher Kritik und deutlichen Worten über eine Meldung und ihre Hintergründe diskutiert werden kann. Übrigens enthält die über 16 Seiten umfassende Debatte einige wirklich gute Kommentare, nützliche Informationen, und gute Links - ruhig mal durchwühlen. Auch erfreulich: die Zahl der Forentrolle, Neocon-Provokateure, Centcom-Blogger-Sondereinheiten und sonstiger US-Claqueure ist dort vergleichsweise gering.
Und sonst?
Noch ein paar andere wie rp-online , die das Thema auch in irgendwelchen möglichst unauffälligen Ecken vermeldeten, und mit der üblichen unverschämten und faktenfreien Häme. Aber meist Schweigen im Walde.
Meine speziellen Freunde von Spiegel online? Entweder ganz gut versteckt oder lieber noch gar nicht berichtet. Vermutlich letzteres. Heeeenryk, wo biiiiest Du?! Aber anderes ist ja auch zugegebenermaßen wichtiger: z.B. kiffende Kinder in den USA…
Und die Tagesschau? Die singt. Aber auch immer noch das falsche Lied.
P.S.: wer Links zu weiteren Artikeln in halbwegs relevanten Mainstream-Medien hat, bitte als Kommentar posten, vielleicht auch gleich mit entsprechenden Anmerkungen! Danke!
4 Kommentare zu "Bis zur letzten Verbalpatrone - deutsche Medien und das BBC-Leck der 9/11-Drahtzieher"
Dumm ist, dass die FAZ nicht einmal die richtigen Begründungen für den (verschwörungstheoretischen) Verdacht um Silverstein liefert und stattdessen das billige Argument der Versicherungsbetrügerei verbreitet. - Und das glaubt sowieso keiner!
Denn vielmehr ist auffällig, dass Silverstein all die Gebäude, die vom Terror zerstört wurden, sowieso hätte abreißen müssen (wg. Asbestverseuchung). Welch Zufall also, dass man ihm diese Arbeit und diese Ausgaben abgenommen hatte und er sogar noch Geld für seine abgerissenen WTC-Buden erhielt. - Und dass die Medien diesem Argument (oder auch nur Unterstellung) nicht ernsthaft nachgehen, ist schon ein eigenartiges (vor allem artiges) Wegsehen.
Aber haben wir ernste Beweise für diese Unterstellung, Silverstein hätte die Gebäude abreißen müssen und dass die selbe Abrissfirma, mit der er zusammen habe arbeiten wollen, den Schutt der WTC-Buden wegbrachte? Was ist wirklich dran an diesen Thesen, wie sie auch Moore vertritt?
Anmerkungen MH: ganz so absurd ist die Idee mit dem Versicherungsbetrug nicht, schließlich waren die Gebäude auch “pro Anschlag” versichert, und da ja zwei Flugzeuge…wollte der gute Mann auch die doppelte Kohle… Es gibt noch viele Fährten und falsche Fährten und Spuren und falsche Spuren - eine Lebensaufgabe, die sich glücklicherweise manche ans Bein binden. Die Asbest-Story ist m.W. auch bestätigt. Aber a) bin selbst ich kein Fulltime-911-Researcher und b) halte ich Mr. Silverstein nur für einen schmutzigen “kleinen” Nutznießer und Halb-Mitwisser, dem diese Sauerei und dieser Massenmord die eine oder andere Milliarde beschert haben. Sozusagen Nebenkriegsschauplatz, der auch gerne als Ablenkungsmanöver verwendet wird. Silverstein war nach meiner Einschätzung keiner der Kern-Verschwörer. Der Hauptgrund für 9/11 läßt sich nicht in der Buchhaltung finden, sondern in den offiziellen Papieren der PNAC. Sie wollten ein neues “Pearl Harbor” als allseits akzeptierten Grund für ihre Kriegs- und Entrechtungspolitik. Und sie haben dafür gesorgt. Von diesem Gesindel sollte man sich auch durch WTC7 und den versilberten Larry nicht ablenken lassen.
zum o.g. FAZ-Artikel kann zumindest ich keinen Kommentar abgeben, nach dem einloggen werde ich auf die Hauptseite und nicht auf die Kommentarverfassensseite geleitet.
Aber ich musste echt lachen, als ich das mit der “Wölbung” im Gebäude las, welches den Einsturz ankündigte. DAS klingt nach Absurdistans Verschwörung purester Art.
Aber ich denke, man hat vergessen, dass all die vielen Maulwürfe, Mäuse und Ratten, die auf der Flucht waren, die Erde unter WTC7 weggegraben und möglicherweise auch zuviel vom Fundament angeknabbert haben könnten, wodurch sich das Gebäude instabilisierte. Hinzu kommt ja auch noch der tonnenschwere Schutt, der durch die Twin-Einstürze auf das WTC7 fiel. Nun ja, so ein Pappbüdchen wie das WTC7 kann sich da nur nach außen wölben und stöhnen und - schwupp di wuppi in sich zusammenkrachen und in das von Mäusen und Ratten und Maulwürfen gegrabenes Loch versinken ..
Es ist schlimm, dass man nun auch noch Witze machen kann über ein unbegreifliches Drama durch solche dappigen Verschwörungstheorien der Mainstreamer à la Thomas. Es schaudert einen!
Die Österreicher sind auch nicht besser. Dieses Machwerk ist größtenteils bei der FAZ abgeschrieben:
DiePresse.com
Die Diskussion dort ist etwas fad und könnte ein paar qualifizierte Beiträge und Links gebrauchen…. ;-)
Youtube/Google verhindert aktiv einen Topplatz des Videos:
http://www.moreweb.de/911-cd//youtube_censor.htm
Video ist activly erased !!!! in the most viewed the week and other Top-Ratings
BBC Reported Building 7 Collapse 20 Minutes Before It Fell
Die Screenshots wurden am 7.3.2007 um 16.20 gemacht.
Obwohl das Video 252.000 views, 5335 Comments, 909 Favs bekommen hat ( Die tatsächliche Zahl liegt wahrscheinlich wesentlich höher, da sich User zunehmend beschweren, das Kommentare gelöscht werden, Counter zurückgesetzt und Rating nicht erhöht werden)
Es ist einfach unmöglich, dass dieses Video nirgendwo auf den Topseiten auftaucht, wie ihr unten leicht sehen könnt.
Impossible that the video don`t reach the Top.
Das ist meiner Meinung nach nur mit aktiver Zensur möglich. Jemand möchte das Video begraben wissen.
Wenn man bedenkt, dass das ursprüngliche Video bei Google gelöscht wurde, sehr naheliegend.
Außerdem ein Kommentar von mir ( 17:24), der als geposted bestätigt wurde und nun wieder verschwunden ist.
Bei meinem Upload des Videos wird zwar der Kommentar ” Test” gesposted
New Comment on Your Video
JoCa555 has commented on your video. To read this comment, go to the comments for “BBC WTC 7″: http://www.youtube.com/watch?v=AWoS2N7G5G4#GU5U2spHI_4.
Thanks for using YouTube!
- The YouTube Team
aber der kritische Kommentar nicht
Meine Nachfrage bei Youtube, wie aktive Links in Kommentaren gehandthabt werden ergab folgende Antwort:
Hi there,
Thanks for your email. URLs in comments will automatically be deleted.
Hope this helps,
David
The YouTube Team
–
Also werden nur die Links gelöscht und nicht die ganzen Kommentare. Aha. Ich habe Screenshots von bestätigten Kommentaren bei dem BBC Video, die definitiv nicht auftauchen, sobald ein Link vorhanden ist.
Auch Youtube will uns verarschen !!
Anmerkung MH: ganz zu Anfang war meine Meinung zu dem BBC-Video: nettes Indiz, massentauglich dekorativ, folglich propagandistisch nützlich, aber von begrenzter Beweiskraft. Ich habe meine Meinung gründlich revidiert - die Art und Weise, wie mit dieser Information und dem Video umgesprungen wird, die Art und Weise der Verdummbeutelung deutscher Mediennutzer durch ihre Massenmedien, die das Thema immer noch unter den Tisch zu kehren wagen, die massive Zensur - mir scheint, da ist tatsächlich eine ziemlich relevante Zündschnur aufgetaucht. Vielleicht sollte man das Video noch mal Frame für Frame durchgehen, nicht daß da neben der Prophezeihungspanne noch irgendwas anderes zu sehen ist…*lach*
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