…weder in meinem Leben, noch mit meinen Webseiten. ;-)

Es ergab sich nur irgendwie, daß Simmels Abgesang hier ein paar Monate die Startseite zierte und teilweise etwas für Irritationen sorgte… *lach*

Aber keine Sorge - bei mir ist zwar nicht alles bestens, aber zumindest in Bewegung und Entwicklung. Nur zum Schreiben hatte ich keinen Trieb, jedenfalls nicht hier.

Voraussichtlich werde ich hier im Blog auch die nächste Zeit wenig sichtbar sein, denn:

die eigentlichen Elfenwald-Seiten habe ich gerade neu aufgesetzt, auf den neuen Schwerpunkt “Auswandern Paraguay” ausgerichtet, und bin nun dabei, dort massiv die Inhalte auszubauen und noch ein wenig am neuen, auf Wordpress basierenden Gerüst zu feilen.

Also in nächster Zeit mal eher www.elfenwald.org im Auge behalten, weniger blog.elfenwald.org, das ich evt. gar nicht weiterführen werde, sondern nur zu “historischen” Zwecken stehen lasse.

Nein, das ist nicht von mir. Simmel. Johannes Mario Simmel.

“Ich habe gelegentlich schreckliche Angst davor, daß es nach dem Tod weitergehen könnte. [...] Wenn ich gestorben bin, dann soll verflucht noch mal Schluß sein.” Das hat er mal gesagt, schon eine Weile her.

Nun ist er gegangen, und wird sich dieser Angst stellen müssen. Oder vielleicht findet sich auch ein Paralleluniversum, wo seinem Wunsch genüge getan wird, und es einfach nur wohltuend dunkel und still wird.

Was ich mit Simmel zu schaffen habe? Nicht viel. Lange habe ich ihn, wie es sich für einen ordentlichen Halbintellektuellen gehört, gleich neben Konsalik in die Bestseller-Paria-Schublade einsortiert, die, wo man allenfalls mal heimlich drin stöbert…

Aber irgendwie mochte ich ihn, obwohl ich mich nie intensiv mit ihm oder seinen Büchern befaßt habe.

Ein paar habe ich gelesen. Und mit Verwunderung stellte ich gerade fest, daß ausgerechnet sein wohl brisantestes Buch (“Die im Dunkeln sieht man nicht”) nicht mehr gedruckt wird und nur noch antiquarisch zu bekommen ist. Na klar, im Vorkriegsdeutschland 2009 gibt es Themen, die man nicht so gerne liest. (Ach ja, das mit dem “Vorkriegs-” stimmt natürlich schon eine Weile nicht mehr, aber lassen wir die Probeverletzungen des Völkerrechts und des Grundgesetzes mal außen vor, das dicke Ende kommt noch.)

JMS ist vermutlich noch rechtzeitig weggekommen. Wir anderen dürfen überlegen, ob wir vorher handeln oder hinterher wieder Bücher schreiben wollen, wobei noch zu hinterfragen wäre, ob unsere ebenso viel gelesen würden…

Ihm wünsche ich, was er sich gewünscht hat.

Oder die Entdeckung, daß ein paar weitere Anläufe gar nicht so übel sein könnten.

Genug zu tun und zu schreiben wäre noch.

Mein “Neujahr” war ja bereits. Aber denen, die nicht nur pragmatisch den Pfaffenkalender zur organisatorischen Abstimmung verwenden, sondern ihn wegen seiner recht großen feldbildenden Wirkung auch für sonstwie (”Neues Jahr”, Vorsätze, spirituelle Zusammenhänge, Numerologie, etc.pp.) bedeutsam halten: ich wünsche Euch einen guten Übergang und ein - na, seien wir realistisch - “brauchbares” 2009.

Hübsch ist diese Nacht ja, klar, und sehr kalt. War gerade noch im Garten, um den tiefgelben Sichelmond anzuschauen (und den Kompost wegzubringen…), und im Licht der Stirnlampe glitzerte die dickbereifte Welt ganz unglaublich schön. Vielleicht reicht mein Lächeln bis zum Ende des nervigen Herumgebölleres.

Ach ja, 2009 hat übrigens Quersumme 11. Die “Meisterzahl”. Jetzt müssen wir uns nur noch entscheiden, ob wir langsam von intriganten gierigen lethargischen Volldeppen zu klugen und netten Meistern werden, oder ob wir uns - wonach es aktuell eher aussieht - höchst meisterhaft selbst den Arsch wegblasen (lassen) wollen.

Sonnenaufgang? Sonnenuntergang? Götterdämmerung?

Wir entscheiden. Tun wir es.

Jetzt ist wieder diese Zeit. Jahresendzeit. Redenzeit.

Da würgen sie wieder lächelnd und bedeutsam aus, was Herden von Neusprech-Redenschreibern ihnen vorgekaut haben. Ein garstiges Gemisch aus Zuckerwasser, Füllmaterialien (damit das schön brockig wird), Schlafmitteln, NLP-Triggern, lautem Pfeifen im dunklen Keller, Kitsch und reichlich Gift…


Der Bundesverköhler. Bild: dpa

Übergehen wir es mit einem grimmigen Grinsen.

Und hören wir lieber dem ollen Mey zu. Das Liedchen vom Füchschen ist ein paar Jahre alt, aber auch heute lassen sich problemlos ein paar der Namen zuordnen… Frau Gieremund? Der Bullenbeißer Rüsteviel? Die Schwarzkittel? Kennen wir. Hoffen wir, daß nicht nur alte Säcke wie wir es hören, sondern auch ein paar der “Füchschen”. Und das Gesindel dann in den Hintern beißen, Tollwut haben die eh schon.

Stammt von dieser CD:

Nachdem der oberste irdische Statthalter dieses miesen völkermordenden Wüsten-“Gottes”-Warlords gerade mal wieder seine Weihnachtsgrüße mit schwulenfeindlichem Geschwurbel garnieren mußte, darf auch mal wieder herzlich über den bösen alten Mann in Rom und seinen “gepuderten Tuntenhaufen” gelacht werden - Danke an “Dauerfeuer Verarsche” für die passenden Worte und den immer noch aktuellen Hagen-Rether-Mitschnitt:

Halten wir uns ran mit Lachen - das aggressive Religiöslings-Volk träumt (und schleicht) sich ja gerade mal wieder weltweit an die Macht und träumt von Zensur, Händchenabhacken, Scheiterhaufen und einer “UNO der Religionen”. Was sehr unlustig ist, alles miteinander.

Nur gegen das Lachen - da haben sie nichts zu melden. So wie auch die Kräfte und Energien hinter ihnen. Muhaha.

Lachen / Denken

Eine Irrlehre, sei sie aus falscher Ansicht gefaßt oder aus schlechter Absicht entsprungen, ist stets nur auf spezielle Umstände, folglich auf eine gewisse Zeit berechnet; die Wahrheit allein auf ewige Zeit, wenn sie auch eine Weile verkannt oder erstickt werden kann.
- Schopenhauer

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Vor Sieben Monaten...

  • 04.12.2008 Damals nix geschrieben.

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